Institutionen (institutions)

Als Mehrzahlbegriff statt Institution gebraucht. In Bezug auf Finanzmärkte meistens bezogen auf die beiden Grundpfeiler Regierung (einschliesslich der Verwaltung) und Zentralbank. Deren Politik muss langfristiges Vertrauen in die Masstabeigenschaft des Geldes schaffen. Negative Erwartungen in die Verlässlichkeit der beiden Institutionen führt (oft plötzlich) zur Kapitalflucht aus dem betreffenden Land. Im Zusammenhang mit dem Washington Consensus festgelegte Rahmenbedingungen vor allem in Bezug auf Schuldnerländer als Voraussetzung für eine wirkungsvolle Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung. Dabei wird die Rechtssicherheit (rule of law) und die effiziente, korruptionsfreie Verwaltung (good governance) durch mehrere Einzelmerkmale bestimmt sowie geprüft, ob und inwieweit Vorkehrungen zur Durchsetzung beider Pfeiler angelegt sind. Siehe Dollarisierung, Euroisierung, Kapitalflucht, Länderrisiko, Low Income Countries, Nebenwährung.

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen