Die chinesischen Ölimporte sind im Februar um 15 Prozent gesunken. Der Ölpreis rauschte seit dem Julihoch von 147 US Dollar je Barrel inzwischen auf eine Range zwischen 40 und 45 US Dollar. Die Preise für Solarpanels sind ebenfalls deutlich gefallen. Doch es bleibt eine entscheide Frage offen: geht die Energienachfrage mittel- bis langfristig tatsächlich zurück?

Die einfache Antwort ist: NEIN

In einer Marktwirtschaft treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Sinkt kurzfristig die Nachfrage für Energie, was bei Öl zuletzt geschehen ist, gleicht sich der Preis auf der Angebotsseite an. Durch niedrigere Preise entsteht neue Nachfrage. Im Dezember ist der Ölverbrauch in China um vier Prozent gesunken. In den USA sogar um sechs Prozent. Der Energieverbrauch ist in China von Oktober bis Januar erstmals seit zehn Jahren rückläufig gewesen. Allerdings drehte die Energienachfrage im Februar mit einem Anstieg von 15 Prozent.

Interessantes Rechenexempel:
Der Energieverbrauch legte in China im Monat Februar um 15 Prozent zu. Gleichzeitig ging der Ölimport um 15 Prozent zurück. Nun stellt sich die Frage, wie man diese untypische Entwicklung deuten kann. A) Lagerbestände wurden abgebaut, B) Chinas Ölkonzerne haben mehr gefördert oder C) der Anteil von alternativen Energien hat gegenüber dem Vorjahr stark zugenommen. Alle drei Lösungsmöglichkeiten sind richtig.

Der Trend hin zu den alternativen Energien hält an. In den nächsten Tagen wird die Projektvergabe des Mammutprojektes „Solar-Wüste“ verkündet. EINE Million Quadratmeter soll dieses neue Solarkraftwerk in China groß werden. Die Ausschreibung, an der hauptsächlich chinesische Solarkonzerne teilgenommen haben, endet noch in diesem Monat.

Gleichzeitig setzen die Chinesen zunehmend auf Energieeffizienz. Wie bei den Auftragsbeständen des Wärmerückgewinnungsspezialisten China Energy Recovery zu beobachten ist, investieren chinesische Unternehmen trotz fallendem Ölpreis in energieeffiziente Anlagen, um SOFORT und auch künftig einsparen zu können. China Energy Recovery verbucht bereits jetzt für das laufende Geschäftsjahr ein Auftragsvolumen von knapp 30 Millionen US Dollar. Wir schließen daraus, dass die Industrie die aktuell tiefen Energiepreise nicht langfristig erwartet.

Beim Ölpreis driften die Schätzungen weit auseinander

Die Weltwirtschaftskrise bringt die Analysten auf verrückte Prognosen. Die Schätzungen für die Ölpreisentwicklung gehen von 10 US Dollar je Barrel bis über 200 US Dollar je Barrel. Die Durchschnittsprognose liegt zwischen 60 und 70 US Dollar für 2009. Sicherlich hängt einiges von der globalen Krisenentwicklung ab. Aber vergessen Sie bitte nicht, dass es Organisationen wie die OPEC gibt, die durchaus mit den Förderquoten „spielen“ kann, um die Preise zu stabilisieren.

Wir gehen davon aus, dass der Ölpreis über 35 US Dollar bleiben muss. Denn ansonsten könnten wir aufgrund hoher Verluste bei den Förderunternehmen eine nächste Ölkrise bekommen, die zum jetzigen Zeitpunkt alles andere als beruhigend wäre. Experten sprechen davon, dass die meisten Ölkonzerne bei einem Ölpreis unter 40 US Dollar defizitär arbeiten. Die zu hohen Förderkosten würden somit Produktionsausfälle ins Rollen bringen. Politik und Wirtschaft wissen um diesen Zustand und werden die jetzige Stabilität sichern.

Alternative Energien gewinnen Oberhand

Da sich die Ölkonzerne einen großen Preisrückgang definitiv nicht leisten können, bleibt auch die Nachfrage für alternative Energien und Energieeffizienzsteigerung groß. Wir befinden uns bei diesem Thema immer noch in den Kinderschuhen. Man kann es mit der Historie der Mobilitätsindustrie vergleichen, die zwar von Beginn an den Mehrwert präsentierte, aber nur schrittweise die Technologie optimierte.

Wir werden beim Thema alternative Energien ebenfalls Zyklen erleben, die mit Rückschlägen verbunden sind. Es wird immer wieder Zeiten geben, in denen die Kritiker die Oberhand bekommen. Aktuell sehen wir dieses Szenario: Zu teuer, nicht konkurrenzfähig, etc.. Aber es sind häufig – wie Sie sicher selbst aus Ihrem Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht haben – Menschen, die kritisieren, aber keine Verbesserungsvorschläge bereit haben. Alternative Energien werden das Investment-Thema dieses Jahrhunderts sein, und wir freuen uns auf die neuen technischen Errungenschaften.

Investmentmöglichkeiten:

Die Definition für „Investition“ kann man wie folgt zusammenfassen: „Kapital wird für aussichtsreiche und gewinnbringende Projekte mit dem Ziel der Kapitalvervielfachung bereitgestellt“. Wir sehen aktuell beim Energiethema sowohl bei der „Old Economy“ also bei den Ölkonzernen, als auch bei den alternativen Energien ausgezeichnete Chancen, zu Billigstpreisen einsteigen zu können. Bei alternativen Energien halten wir an unserer Empfehlung des China Solar Index (DB2CSL) fest (siehe Link unten). Für Energieeffizienzsteigerung sehen wir mit China Energy Recovery (WKN: A0Q7VW) eine ausgezeichnete Möglichkeit an einem rasant wachsenden Unternehmen teilzuhaben (siehe Analyse)

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