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Feuerwehr Kalkar: Ein Leben für die Feuerwehr - Ehrungen ...

Kalkar - 25, 35, 40 und sogar 50 Jahre im Dienst der Feuerwehr. Beim Stadtfeuerwehrfest am Samstag, dem 10. Oktober 2026 standen in Kalkar die Menschen im Mittelpunkt, die sich über Jahrzehnte für die Sicherheit ihrer Mitmenschen einsetzen. Neben den Ehrungen langjähriger Feuerwehrangehöriger prägten auch wichtige Veränderungen in der Führung der Feuerwehr Kalkar den Festabend. Ein Vierteljahrhundert, 35, 40 oder sogar 50 Jahre ehrenamtlicher Feuerwehrdienst: hinter diesen Zahlen stehen unzählige Stunden im Einsatz, bei Übungen und Lehrgängen sowie die Bereitschaft, jederzeit für andere da zu sein. Beim Stadtfeuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kalkar wurden Feuerwehrangehörige für ihre langjährige Treue und ihr Engagement ausgezeichnet. Die Ehrungen machten deutlich, was eine Freiwillige Feuerwehr über Generationen hinweg trägt: Menschen, die Verantwortung übernehmen, ihre Freizeit in den Dienst der Gemeinschaft stellen und ihrem Ehrenamt oft über Jahrzehnte hinweg verbunden bleiben. Für dieses Engagement wurde den Jubilaren im Rahmen des Festaktes besondere Anerkennung ausgesprochen. Jahrzehntelanger Einsatz für die Gemeinschaft Für 25 Jahre Feuerwehrdienst wurden Andreas Kühnen und Andreas van Look von der Löschgruppe Appeldorn geehrt. Auf 35 Jahre im Dienst der Feuerwehr blicken acht Jubilare zurück. Christoph Jakobs und Jörg Jansen von der Löschgruppe Hönnepel, Holger Hermsen, Michael Vogt, Frank Vermaasen und Frank Winhuysen vom Löschzug Kalkar, Heiko Smaalders von der Löschgruppe Niedermörmter sowie Jörg Schick von der Löschgruppe Appeldorn. Für 40 Jahre Feuerwehrdienst wurde Franz Peerenboom von der Löschgruppe Wissel ausgezeichnet. Ein ganz besonderes Zeichen langjähriger Verbundenheit mit der Feuerwehr setzten die Jubilare mit 50 Dienstjahren. Gerhard Alders und Herman Josef Schoofs von der Löschgruppe Hönnepel, Helmut Hessel vom Löschzug Kalkar, Heinz-Wilhelm Smaalders von der Löschgruppe Niedermörmter sowie Theo Leukers von der Löschgruppe Wissel wurden für ein halbes Jahrhundert Feuerwehrdienst geehrt. Die Ehrungen für 50 Jahre Feuerwehrdienst standen auch im Zeichen der beiden Jubiläen, die an diesem Abend gefeiert wurden: Sowohl der Löschzug Kalkar als auch die Löschgruppe Appeldorn blicken auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Ein halbes Jahrhundert im Feuerwehrdienst bedeutet, die Entwicklung der Feuerwehr über viele Jahre miterlebt und mitgestaltet zu haben. Fahrzeuge, Technik, Ausrüstung und Einsatzanforderungen haben sich verändert. Geblieben ist die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen und sich auf die Kameradinnen und Kameraden verlassen zu können. Wie eng die Feuerwehr mitunter über Generationen hinweg mit einer Familie verbunden ist, zeigt das Beispiel der Familie Smaalders. Heiko Smaalders wurde für 35 Jahre, Heinz-Wilhelm Smaalders für 50 Jahre Feuerwehrdienst geehrt. Auch die nächste Generation ist bereits in der Jugendfeuerwehr dabei. Familiengeschichten wie diese zeigen, wie Begeisterung, Erfahrung und Verantwortung innerhalb der Feuerwehr weitergegeben werden. Damit wird auch der Gedanke lebendig, den Maurice Bücken in seiner Festrede zum 100-jährigen Bestehen der Löschgruppe Appeldorn beschrieben hatte: Der Funke, der vor einem Jahrhundert entzündet wurde, brennt bis heute und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Führungswechsel beim Löschzug Kalkar Neben den Ehrungen langjähriger Feuerwehrangehöriger stand ein weiterer besonderer Moment auf dem Programm: Nach neun Jahren an der Spitze des Löschzuges Kalkar übergab Johannes Fehlemann seine Funktion als Löschzugführer an seinen bisherigen Stellvertreter Andreas Arntz. In seiner persönlichen Ansprache blickte Fehlemann auf die gemeinsame Zeit zurück. Dabei würdigte er insbesondere die Kameradschaft, das gegenseitige Vertrauen und die hohe Einsatzbereitschaft innerhalb des Löschzuges. Der Wechsel fällt in ein besonderes Jahr: Ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Löschzuges Kalkar beginnt damit ein neues Kapitel in dessen Geschichte. Mit Andreas Arntz übernimmt ein bisheriger Stellvertreter die Verantwortung für die Führung der Einheit. Neue Aufgaben in der Leitung der Feuerwehr Auch auf Ebene der Gesamtwehr wurden wichtige personelle Entscheidungen bekannt gegeben. Der bisherige stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Erwin Grootens, wurde im Rahmen des Festabends aus seiner Funktion verabschiedet. Der anhaltende Applaus der Anwesenden machte deutlich, welche Anerkennung ihm für seine geleistete Arbeit entgegengebracht wurde. Der Feuerwehr bleibt er weiterhin als aktiver Kamerad im Löschzug Kalkar erhalten. Gleichzeitig wurde Johannes Fehlemann zum neuen stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Kalkar ernannt. Roland Matenaer wurde für eine weitere Amtszeit zum Leiter der Feuerwehr bestellt. Gemeinsam mit den stellvertretenden Leitern Marc Meyer und Johannes Fehlemann bildet er künftig die Leitung der Feuerwehr Kalkar. Damit verbindet der Festabend den Rückblick auf die langjährige Geschichte der Feuerwehr mit wichtigen Entscheidungen für ihre Zukunft. Während die Jubilare für Beständigkeit, Erfahrung und jahrzehntelanges Engagement stehen, übernehmen andere Verantwortung für die kommenden Jahre. Die Ehrungen und personellen Veränderungen machten deutlich, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei der Feuerwehr miteinander verbunden sind. Menschen, die ihrer Feuerwehr über Jahrzehnte treu bleiben, geben ihre Erfahrungen weiter und prägen die Gemeinschaft. Gleichzeitig braucht es immer wieder Menschen, die bereit sind, neue Aufgaben zu übernehmen und Verantwortung zu tragen. So wurde das Stadtfeuerwehrfest in Kalkar nicht nur zu einem Abend der Jubiläen, sondern auch zu einer Würdigung des ehrenamtlichen Engagements, das die Feuerwehr seit Generationen ausmacht.

presseportal.de, 21.10.26 07:40 Uhr
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Feuerwehr Kalkar: Zweimal 100 Jahre Feuerwehrgeschichte ...

Kalkar - 100 Jahre Löschzug Kalkar, 100 Jahre Löschgruppe Appeldorn: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kalkar feierte am Samstag, 10. Oktober 2026, gleich zwei bedeutende Jubiläen. Im Mittelpunkt des Stadtfeuerwehrfestes standen ein Jahrhundert ehrenamtliches Engagement, gelebte Kameradschaft und die Menschen, die sich seit Generationen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Im Pädagogischen Zentrum des Schulzentrums Kalkar kamen zahlreiche Feuerwehrangehörige, ihre Partnerinnen und Partner sowie Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Feuerwehrwesen zusammen. Neben Bürgermeisterin Alexandra Schacky, dem zweiten stellvertretenden Landrat Stefan Welberts und dem Landtagsabgeordneten Stephan Wolters konnte die Feuerwehr Kalkar mit Landesbranddirektor Thomas Deckers, dem Vorsitzenden des Verbandes der Feuerwehren NRW Christoph Schöneborn, dem stellvertretenden Bezirksbrandmeister Ronni Schoofs und Kreisbrandmeister André Jansen gleich mehrere hochrangige Vertreter des Feuerwehrwesens begrüßen. Ihre Anwesenheit unterstrich die besondere Bedeutung des Doppeljubiläums. Der offizielle Festakt wurde von Markus Leukers moderiert. Eine gemeinsame Botschaft zog sich durch die Festreden: Moderne Technik, leistungsfähige Fahrzeuge und zeitgemäße Ausstattung seien wichtig, doch vor allem die Menschen machten eine Freiwillige Feuerwehr aus. Bürgermeisterin Alexandra Schacky würdigte die Arbeit der Feuerwehr und die Bedeutung des Ehrenamtes für die Stadt. Auch die Frage, wie viele Einsätze in den vergangenen 100 Jahren wohl zusammengekommen sind, machte deutlich, wie eng die Geschichte der Feuerwehr mit dem Leben der Stadt verbunden ist. Landesbranddirektor Thomas Deckers gratulierte den beiden Einheiten. Ein Jahrhundert Feuerwehrgeschichte stehe nicht nur für Tradition, sondern auch für Verantwortung und Veränderung. Eines sei jedoch immer gleich geblieben: Wenn Menschen Hilfe benötigten, seien die Feuerwehrleute zur Stelle. Das Rheinhochwasser von 1926, bei dem auch der Kalkarer Markt unter Wasser stand, verdeutliche, wie wichtig der Schutz der Bevölkerung schon damals gewesen sei. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war die überörtliche Verantwortung: In der Stadtwehr Kalkar ist bereits seit 2013 ein CBRN-Erkundungswagen stationiert, der Bestandteil des Messkonzeptes Nordrhein-Westfalen ist und auch landesweit eingesetzt werden kann. Bei aller technischen Entwicklung bleibe jedoch eine Ressource unverzichtbar: der Mensch. Der zweite stellvertretende Landrat Stefan Welberts betonte, das Engagement in einer Freiwilligen Feuerwehr gehe über das hinaus, was man üblicherweise mit einem Ehrenamt verbinde. Aus Freizeit werde Verantwortung, denn wer sich freiwillig engagiere, müsse bereit sein, eigene Pläne zurückzustellen, wenn ein Alarm eingehe. Die beiden Jubiläen stünden für "100 Jahre gelebte Verantwortung". Kreisbrandmeister André Jansen ergänzte, dass neben großen Bränden heute zahlreiche kleinere und sehr unterschiedliche Einsatzlagen zum Alltag gehörten. Eine besondere Herausforderung sei, dass Wohn- und Arbeitsorte der Feuerwehrangehörigen häufig auseinanderlägen. Umso wichtiger werde die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Stephan Wolters, Mitglied des Landtages, bezeichnete die Freiwillige Feuerwehr als wichtigen Teil des sozialen Rückgrats der Gesellschaft. Gleichzeitig richtete er einen Wunsch an die Einsatzkräfte: Sie sollten von ihren Einsätzen gesund zurückkehren - nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Christoph Schöneborn, Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen, blickte auf die Entwicklung des Feuerwehrwesens zurück. In 100 Jahren hätten sich die Aufgaben, die Ausbildung, der Übungsdienst sowie Führung und Verwaltung deutlich verändert. Dass Menschen ihrer Feuerwehr über Jahrzehnte treu blieben, sei keineswegs selbstverständlich. In Nordrhein-Westfalen engagierten sich rund 165.000 Feuerwehrangehörige. 100 Jahre Löschgruppe Appeldorn - ein Funke, der bis heute brennt Maurice Bücken nahm die Gäste in seiner Festrede mit auf eine Reise durch ein Jahrhundert Feuerwehrgeschichte. Am Anfang stand ein kleiner Funke: Männer aus Appeldorn schlossen sich zusammen und gründeten eine Freiwillige Feuerwehr. Ein ausgemustertes Taxi diente als erstes Fahrzeug. Der Zweite Weltkrieg brachte schwere Verluste: Zwölf Kameraden starben und in den letzten Kriegstagen ging die komplette Ausrüstung verloren. Doch der Funke erlosch nicht. Ein von den Alliierten zur Verfügung gestellter Jeep musste zeitweise geschoben werden, weil er nicht mehr zuverlässig funktionierte. Auch solche Geschichten zeigen, mit welchem Einfallsreichtum und welcher Beharrlichkeit die Kameraden ihre Aufgaben bewältigten. 1962 wurden feste Dienstpläne und regelmäßige Übungsabende eingeführt. Auch das Tambour Corps Appeldorn entstand aus der Kameradschaft heraus. Der Funke werde immer noch weitergegeben, von Vater zu Sohn, von Freund zu Freund oder von Nachbar zu Nachbar, heute auch in der Kinderfeuerwehr. Der Funke, der vor 100 Jahren entzündet wurde, brennt bis heute. 100 Jahre Löschzug Kalkar - eine Geschichte von Menschen und Zusammenhalt Johannes Fehlemann, der zuvor neun Jahre lang Löschzugführer des Löschzuges Kalkar war und inzwischen stellvertretender Leiter der Feuerwehr der Stadt Kalkar ist, richtete den Blick auf die Menschen hinter der Geschichte. In einem Jahrhundert hätten sich Namen, Fahrzeuge, Ausrüstung und Aufgaben immer wieder verändert. Doch im Kern seien es die Menschen, die bereit seien, ihre Zeit für andere einzusetzen und im entscheidenden Moment eigene Interessen zurückzustellen. Als sich 1926 junge Männer in Kalkar zusammenschlossen, hätten sie sich freiwillig engagiert und Verantwortung übernommen.

presseportal.de, 18.10.26 12:09 Uhr