Vor dem Urlaub: Sechs von zehn Arbeitnehmer leisten acht Stunden extra
29.06.2026 - 09:49:28 | boerse-global.de
Besonders vor und während des Urlaubs wird das Problem sichtbar. Aktuelle Umfragen zeigen ein deutliches Muster der Mehrarbeit.
Sechs von zehn Beschäftigten arbeiten vor ihrer Abwesenheit durchschnittlich acht zusätzliche Stunden. Das berichtet unter anderem die Wochenzeitung DIE ZEIT. Zwei Drittel der Befragten waren in ihrem letzten Sommerurlaub dienstlich erreichbar.
Die Zahlen deuten auf eine mangelnde Abgrenzung hin. Systematisches Zeitmanagement und klare Vertretungsregelungen könnten Abhilfe schaffen.
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Bildungseinrichtungen setzen vermehrt auf klassische Instrumente des Zeitmanagements. Dazu gehören das Eisenhower-Prinzip, das Pareto-Prinzip und die ABC-Analyse. Diese Methoden helfen, Aufgaben nach Dringlichkeit und Bedeutung zu sortieren.
Geplante Qualifizierungsmaßnahmen richten sich gezielt an Fach- und Führungskräfte. Für Mitte Juli 2026 ist etwa ein Kurs in Hamburg vorgesehen, für September 2026 einer bei der IHK Nordschwarzwald in Pforzheim. Referent Dr. Andreas Rupp behandelt Zeitmanagement dort explizit als Führungsinstrument.
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Parallel dazu rückt die Prozessoptimierung nach internationalen Standards in den Fokus. Im Herbst 2026 starten vermehrt Kurse zur Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2026. Sie sollen eine strukturelle Basis für effiziente Arbeitsprozesse schaffen.
Die Schattenseiten digitaler Medien
Ein weiterer Aspekt betrifft den Umgang mit sozialen Medien. Die Forschung untersucht zunehmend die Grenze zwischen funktionaler Nutzung und Mediensucht.
Prof. Dr. Julia Brailovskaia von der Ruhr-Universität Bochum warnt vor den Risiken. Exzessive Nutzung könne zu Schlafstörungen, Depressionen und Angstzuständen führen. Das beeinträchtigt die berufliche Leistungsfähigkeit und die Fähigkeit zur Selbstorganisation unmittelbar.
Die Sensibilisierung für diese Mechanismen wird zunehmend als Teil eines ganzheitlichen Zeit- und Selbstmanagements verstanden. Programme zur effektiven Organisation verknüpfen methodisches Wissen mit den praktischen Anforderungen moderner Arbeitsplätze – und sollen der fortschreitenden Verdichtung von Arbeitsprozessen entgegenwirken.
