OpenAI, Hardware-Offensive

OpenAI startet Hardware-Offensive: Codex Micro für Programmierer

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 00:01 Uhr, Redaktion boerse-global.de

OpenAI bringt mit dem Codex Micro ein Makropad für Entwickler auf den Markt und startet eine Merchandise-Kollektion. Parallel eskaliert der Rechtsstreit mit Apple.

OpenAI launcht Codex Micro Tastatur und Merchandise
Stilisierte Darstellung von OpenAIs neuer Hardware und Merchandise: mechanisches Makropad, ChatGPT-Basketball und Bekleidung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mit einer speziellen Tastatur für Programmierer und einer eigenen Merchandise-Linie will das Unternehmen seine Marke jenseits von ChatGPT und Co. etablieren.

Codex Micro: Die Tastatur für KI-Entwickler

Das Herzstück der Hardware-Offensive ist der Codex Micro, ein spezialisiertes Makropad zum Preis von rund 210 Euro. Entwickelt wurde das Gerät in einer limitierten Zusammenarbeit mit der Firma Work Louder. Es richtet sich an die etwa neun Millionen Nutzer von Codex, OpenAIs KI-System zur Code-Generierung.

Die Tastatur kommt mit 13 flachen Tasten daher, darunter sechs spezielle Agenten-Tasten mit Statusleuchten. Diese helfen Entwicklern, KI-gesteuerte Coding-Agenten zu verwalten. Hinzu kommen ein Joystick, ein Drehregler und RGB-Beleuchtung. Das Besondere: Das Gerät bietet eine physische Schnittstelle für komplexe KI-Workflows, die sonst nur per Software gesteuert werden.

Vom Bildschirm auf den Basketballplatz

Parallel zur technischen Hardware launchte OpenAI eine Konsumenten-Merchandise-Linie unter dem Motto "Pause Play Prompt". Die Kampagne soll Nutzer dazu ermutigen, den digitalen Bildschirm zu verlassen und sich offline zu betätigen.

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Auffälligstes Stück der Kollektion: ein ChatGPT-Basketball für 65 Euro. Der Ball in Größe 7 ist für den Außeneinsatz gedacht – und war kurz nach seiner Veröffentlichung bereits ausverkauft. Die Kollektion umfasst zudem hochwertige Kleidungsstücke wie einen Pullover für rund 160 Euro, bestickt mit Slogans zum Tempo wissenschaftlicher Forschung.

Beobachter sehen darin eine klassische Markenstrategie, wie sie auch andere Tech-Giganten verfolgen. OpenAI zählt derzeit rund 300 Millionen wöchentlich aktive Nutzer auf seiner ChatGPT-Plattform.

Rechtsstreit mit Apple eskaliert

Die Hardware-Einführung fällt in eine Zeit wachsender juristischer Spannungen mit Apple. Am heutigen Freitag eskalierte Apple eine bestehende Klage wegen Geschäftsgeheimnissen: Der Konzern verschickte rechtliche Schreiben an rund 40 ehemalige Mitarbeiter, die jetzt bei OpenAI arbeiten. Sie sollen Dokumente für den laufenden Rechtsstreit sichern.

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Die Anfang Juli eingereichte Klage wirft OpenAI vor, gezielt Apple-Mitarbeiter abgeworben zu haben, um an proprietäre Hardware-Geheimnisse zu gelangen. Insgesamt sollen mehr als 400 frühere Apple-Angestellte zu OpenAI gewechselt sein, darunter auch der ehemalige Chief Hardware Officer.

Der Streit dreht sich um den Vorwurf, OpenAI nutze gestohlenes geistiges Eigentum, um seine Hardware-Entwicklung zu beschleunigen. Während der Codex Micro ein Nischenprodukt bleibt, arbeitet OpenAI offenbar an ambitionierteren Geräten: Ein bildschirmloser smarter Lautsprecher mit Bewegungsfähigkeiten soll noch 2026 erscheinen. Zudem gibt es Berichte über Kooperationen mit renommierten Industriedesignern für weitere Konsumgeräte.

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