OpenAI, Apple

OpenAI droht Apple mit Klage: Partnerschaft vor dem Aus

14.05.2026 - 22:07:40 | boerse-global.de

OpenAI erwägt rechtliche Schritte gegen Apple wegen ausbleibender Umsätze aus der ChatGPT-Integration. Der iPhone-Konzern plant offenbar eine Partnerschaft mit Google Gemini.

OpenAI droht Apple mit Klage: Partnerschaft vor dem Aus - Foto: über boerse-global.de
OpenAI droht Apple mit Klage: Partnerschaft vor dem Aus - Foto: über boerse-global.de

Der ChatGPT-Entwickler erwägt rechtliche Schritte gegen den iPhone-Konzern – und das ausgerechnet vor der entscheidenden WWDC im Juni.

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Vertragsstreit um Siri-Integration

Die Wurzeln des Konflikts reichen zwei Jahre zurück. Damals integrierte Apple ChatGPT in iOS 18 – ein Deal, der als Meilenstein für Künstliche Intelligenz auf dem Smartphone galt. Doch die erhoffte Goldgrube blieb aus. OpenAI wirft Apple vor, die vertraglichen Vereinbarungen nicht eingehalten zu haben.

Konkret geht es um enttäuschende Umsätze. Die Führung um Sam Altman hatte mit einem massiven Ansturm von iPhone-Nutzern auf kostenpflichtige ChatGPT-Abos gerechnet. „Die Integration wurde unter Wert verkauft", heißt es aus Branchenkreisen. Apple kassiert zwar weiterhin einen Anteil an Abo-Einnahmen, die über den App Store generiert werden. Doch direkte Zahlungen für die KI-Dienste fließen nicht.

Apples Schwenk zu Google Gemini

Die Spannungen verschärfen sich durch Apples Strategiewechsel. Branchenbeobachter erwarten auf der WWDC 2026 im Juni eine grundlegende Siri-Überholung – mit Google Gemini als neuem KI-Partner. Das wäre das Ende der Exklusivität für OpenAI im Apple-Universum.

Openai reagiert mit einer Doppelstrategie: Neben der Klagedrohung wird kräftig Personal abgeworben. Besonders schmerzhaft für Apple: OpenAI lockt Ingenieure mit der Vision, unter der Regie des ehemaligen Apple-Designchefs Jony Ive eigene Hardware zu entwickeln. Das Ziel ist klar: Unabhängigkeit von fremden Plattformen.

Microsoft kühlt die Beziehung

Parallel kriselt es auch mit dem Milliarden-Partner Microsoft. Der Softwarekonzern sucht zunehmend eigene Wege. Im Raum steht eine Milliardenübernahme des Stanford-Startups Inception. Microsoft hat bereits über 100 Milliarden Euro in die OpenAI-Partnerschaft gesteckt, will sich aber breiter aufstellen.

Die Verträge wurden nachverhandelt: Microsoft darf nun an eigener Künstlicher Allgemeiner Intelligenz (AGI) forschen, OpenAI im Gegenzug mit Microsoft-Konkurrenten wie Amazon kooperieren. Ein klares Zeichen der Entfremdung.

Sicherheitsvorfall und neue Geschäftsfelder

Am 13. Mai erschütterte ein Cyberangriff OpenAI. Hacker kompromittierten die TanStack-npm-Bibliothek und veröffentlichten binnen sechs Minuten 84 schadhafte Code-Versionen. Zwei Mitarbeiter-Geräte wurden infiziert, interne Repositories und Zugangsdaten gestohlen.

Apple setzt ein Ultimatum: Bis zum 12. Juni müssen alle ChatGPT-Apps aktualisiert sein, sonst werden ältere Zertifikate gesperrt.

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Trotz der Turbulenzen baut OpenAI neue Einnahmequellen auf. Die Werbeplattform spült bereits 100 Millionen Euro Jahresumsatz in die Kassen – nach nur sechs Wochen Betrieb. Seit heute können Unternehmen „Custom Audiences" für KI-Werbung nutzen.

Milliarden-Offensive im Beratungsgeschäft

Mit einem 4-Milliarden-Euro-Fonds steigt OpenAI ins Consulting-Geschäft ein. 19 Investoren, darunter TPG, Advent und Bain Capital, unterstützen die „Deployment Company". Ziel ist der direkte Wettbewerb mit Accenture und Deloitte: KI-Ingenieure werden in Fortune-500-Unternehmen eingebettet. Die Übernahme der schottischen KI-Beratung Tomoro mit 150 Mitarbeitern ist bereits abgeschlossen.

Vorstoß für globale KI-Regulierung

OpenAI-Vizepräsident Chris Lehane schlug heute die Schaffung einer globalen KI-Aufsichtsbehörde nach Vorbild der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vor. Der Vorstoß kommt pünktlich zum Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Führung in Peking.

Die Behörde soll Sicherheitsstandards und Testprotokolle für KI-Modelle entwickeln – unter Beteiligung beider Supermächte. Hintergrund: Die US-Regierung zögert mit verbindlichen Regeln und setzt bislang auf freiwillige Maßnahmen.

Ausblick: Zeitenwende für die KI-Branche

Der Showdown zwischen OpenAI und Apple könnte die gesamte Tech-Industrie neu ordnen. Eine Klage würde die Regeln für KI-Plattform-Partnerschaften grundlegend verändern.

Die WWDC 2026 wird zum Lackmustest: Integriert Apple tatsächlich Gemini in Siri, ist die Ära der OpenAI-Dominanz auf dem iPhone vorbei. Gleichzeitig treibt OpenAI die Expansion in Consulting, Hardware und Werbung voran – ein Unternehmen, das sich nicht länger in die Abhängigkeit anderer begeben will.

Bis zum 12. Juni müssen Nutzer ihre ChatGPT-Apps aktualisieren. Und während die diplomatischen Folgen des Trump-Xi-Gipfels noch unklar sind, steht fest: Die KI-Branche erlebt ihre bisher größte Neuordnung.

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