Kreatin: Neue Studie belegt 12-Prozent-Schutz vor kognitiven Defiziten
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 23:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Eine neue Studie zeigt: Kreatin kann die geistige Leistungsfähigkeit verbessern.
Kreatin gegen kognitive Defizite
Die Wissenschaft untersucht Ernährungsfaktoren und Bewegung als Präventionsmaßnahmen. Eine Studie aus 2026 testete Kreatin-Monohydrat gegen Schlafentzug. Ergebnis: 0,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht reduzierten die kognitive Verschlechterung bei 29 Probanden um bis zu 12 Prozent.
Eine weitere Pilotstudie mit 20 Patienten zeigte: Tägliche 20 Gramm Kreatin über acht Wochen steigerten den Kreatingehalt im Gehirn. Die Teilnehmer schnitten in kognitiven Tests besser ab.
Muskel-Hirn-Achse im Fokus
Sportmediziner Daniel König von der Universität Wien betont die Bedeutung von Krafttraining für die geistige Beweglichkeit. „Bis zu 45 Prozent der Demenzerkrankungen ließen sich durch Lebensstiländerungen hinauszögern", so der Experte.
Aktuell läuft eine randomisierte Doppelblindstudie mit 126 Teilnehmern zwischen 65 und 85 Jahren. Über 48 Wochen testen Forscher die Kombination aus Krafttraining und der Aminosäure L-Serin.
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Neue Scanner für bessere Diagnosen
Das LMU Klinikum München setzt einen neuartigen PET-Scanner ein. Das Gerät verzichtet auf eine enge Röhre und ähnelt optisch einer Trockenhaube. Es weist Amyloid-Ablagerungen nach – ein Indikator für Alzheimer.
Der Scanner hilft auch bei Hirntumoren, Epilepsie und Parkinson.
Digitaler Gedächtnis-Check in Apotheken
14 Münchner Apotheken testen einen digitalen Gedächtnis-Check für Menschen ab 60 Jahren. Die LMU-Studie unter Leitung von Cosima Dermann und Robert Perneczky bietet halbstündige Tests am Tablet.
Die Aufgaben: Symbol-Zuordnungen und Abfragen zu Risikofaktoren. Ziel ist die Früherkennung kognitiver Beeinträchtigungen.
Wer im Alltag öfter Namen oder Termine vergisst, wünscht sich oft eine schnelle und unkomplizierte Einschätzung. Mit diesem von Experten entwickelten 7-Fragen-Test erhalten Sie in nur 2 Minuten eine erste, diskrete Rückmeldung zu Ihrer Gedächtnisleistung. Zum kostenlosen Demenz-Selbsttest
Innovative Wohnprojekte für Demenzpatienten
Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert neue Wohnkonzepte. Das ALIA-Projekt in Weiherhammer erhält 4,1 Millionen Euro. Auf 14.000 Quadratmetern entstehen zwei Demenz-Wohngemeinschaften, Kurzzeitpflegeplätze und eine Intensivpflege-WG.
Der Spatenstich erfolgte im Februar 2026.
In der Stadtbibliothek Zirndorf gibt es jetzt „Demenzboxen". Sie enthalten Material für Gedächtnistraining und Biografiearbeit – für Gesprächsimpulse zwischen Betroffenen und Angehörigen.
Pflege 2030: Technik im Pflegealltag
Gesundheitsministerin Judith Gerlach forderte Anfang Juli neue Ansätze in der stationären Versorgung. Das Modellprojekt „Pflege 2030" untersuchte über 36 Monate den Einsatz technischer Hilfsmittel. Die Ergebnisse liegen als Praxishandbuch vor.
Bayern setzt auch auf Ehrenamt: Über 40 Prozent der Menschen über 14 Jahre engagieren sich. Im Juli wurden mehrere Bürger für ihre Arbeit in der häuslichen Pflege ausgezeichnet.
Im Landkreis Haßberge sind für Oktober Gesundheitswochen geplant – mit generationsübergreifenden Kursen zu Resilienz und körperlicher Gesundheit.
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