BAföG-Reform: Wohnkostenpauschale steigt erst 2027 um 60 Euro
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 23:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Überschreitet dieser Anteil die 50-Prozent-Marke, drohen finanzielle Engpässe.
Besonders die Wohnkosten belasten. In Metropolen wie München, Frankfurt oder Berlin kosten WG-Zimmer im Sommer 2026 zwischen 600 und 800 Euro. Finanzexperten raten deshalb zum Gegensteuern: Stromanbieter wechseln, Versicherungen anpassen, Mobilfunk- und Internetverträge checken. Auch ungenutzte Abos kündigen und Konsumkredite vermeiden – das schafft Spielraum.
BAföG-Reform: Erhöhungen kommen später
Eigentlich sollte die Wohnkostenpauschale zum Wintersemester 2026/27 steigen. Doch nach einer Einigung vom 9. Juli 2026 verschiebt sich die Erhöhung von 380 auf 440 Euro um ein halbes Jahr – wirksam wird sie erst zum Sommersemester 2027.
Auch die Grundbedarfssätze steigen erst später: auf 503 Euro zum Wintersemester 2027/28, auf 563 Euro zum Sommersemester 2029. Immerhin: Ab dem Wintersemester 2028/29 sollen die Freibeträge jährlich um 1,5 Prozent angehoben werden.
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Die Reform bringt auch strukturelle Erleichterungen. Der Leistungsnachweis entfällt ab dem fünften Fachsemester, die Antragstellung wird digitaler. Kritiker bemängeln jedoch die zeitliche Verzögerung – angesichts der aktuellen Wirtschaftslage ein bitterer Beigeschmack. 2024 lag die Zahl der BAföG-Empfänger mit 612.800 Personen auf dem niedrigsten Stand seit der Jahrtausendwende.
Studienkredite boomen – Steuererklärung oft vergessen
Studienkredite boomen – aber nicht jeder ist günstig. Während der Bildungskredit mit 3,53% Zins lockt, verlangt der KfW-Kredit 6,53%. Unser Vergleich zeigt, welcher Kredit für Sie passt und wie Sie die Finanzierungslücke bis zur BAföG-Erhöhung clever schließen. Studienkredit-Vergleich jetzt sichern
Die Finanzierungslücke treibt Studierende zu Krediten. 2025 stieg die Zahl der Neuabschlüsse um 17 Prozent auf über 15.200 Verträge. Besonders gefragt: der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes mit einem Zuwachs von 40 Prozent und einem effektiven Zinssatz von 3,53 Prozent. Beim KfW-Studienkredit lag der Zins mit 6,53 Prozent deutlich höher – hier stiegen die Neuverträge um 11 Prozent. Insgesamt befinden sich rund 30.300 Studierende in der Auszahlungsphase, das sind 1,1 Prozent aller Studierenden.
Ein oft übersehener Hebel: die Steuererklärung. Finanzfachleute schätzen, dass Studierende im Schnitt rund 1.200 Euro jährlich verschenken, wenn sie keine abgeben. Absetzbar sind Werbungskosten wie Fachliteratur, Fahrtkosten und Homeoffice-Aufwendungen sowie Sonderausgaben für Krankenversicherung und Altersvorsorge. Abgabefrist ist jeweils der 31. Juli des Folgejahres.
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