Krafttraining, WHO

Krafttraining ab 65: WHO empfiehlt zwei Einheiten pro Woche

24.06.2026 - 16:15:40 | boerse-global.de

Krafttraining, mentale Resilienz und gezielte Erholung halten Menschen länger fit, belegen Beispiele aus Sport und Altersforschung.

Krafttraining und mentale Stärke: Schlüssel zu langer Fitness
Krafttraining - Eine Gruppe von Fachleuten in einem modernen Büro, die zusammenarbeiten und Anzeichen von Konzentration und Wohlbefinden zeigen. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigen aktuelle Beispiele aus Sport, Wirtschaft und Altersforschung.

Psychische Resilienz: Keine Frage des Alters

Führungskräfte wie Bettina Orlopp (Commerzbank), Leonhard Birnbaum (Eon) oder Oliver Dörre (Hensoldt) setzen auf Pragmatismus und Resilienztraining. Der Hirnforscher Volker Busch betont: Resilienz ist trainierbar. Besonders jüngere Generationen tun sich mit der Stressbewältigung schwer.

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Die Zahlen belegen die Dringlichkeit. Psychische Störungen verursachten 2024 rund 16,7 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. Mit 42 Prozent sind sie zudem der häufigste Grund für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente.

Die Psychologin Renate Rechner empfiehlt: Fokus auf soziale Kontakte, Akzeptanz und eine realistische, optimistische Grundhaltung. Autorin Natascha Ickert ergänzt: Eine positive Einstellung entscheidet über berufliche Aufstiege – Pessimismus führt dagegen in Sackgassen.

Spitzensport: Zwischen Rondos und 140 Bpm

Bundestrainer Julian Nagelsmann nutzt bei der WM 2026 motorisierte Widerstandsgeräte, spezielle Rondos und Widerstandsbänder. Taktische Anpassungen integriert er konsequent in Trinkpausen – das hält die Konzentration hoch.

Mentaltrainer Michael Draksal setzt auf Musik mit 140 Beats pro Minute vor dem Wettkampf. Das soll den Flow-Zustand fördern. Fehlerfreundliche Kommunikation sei ebenfalls entscheidend für den Erfolg. Die deutsche Nationalelf bewies das: Nach Siegen gegen Curaçao und die Elfenbeinküste erreichte sie vorzeitig die K.o.-Runde.

Psychologen warnen: Dauerhafte Hochleistung entsteht nicht durch Druck, sondern durch gezielte Fokussierung. Multitasking ist der Feind des Flow.

Longevity: 22 Alpenpässe mit 71 Jahren

Jean-Pierre Schupp bewies Ende Mai, was möglich ist. Der 71-Jährige absolvierte eine Motorradtour über 22 Alpenpässe – 932 Kilometer in 15 Stunden. Ohne Erschöpfungsanzeichen.

Sportmediziner Robert Fritz stellt klar: Krafttraining ist die Basis für Beweglichkeit im Alter. Statisches Dehnen bringt nur kurzfristige Effekte.

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Die WHO empfiehlt für Menschen ab 65 Jahren:
- Mindestens zwei Einheiten Krafttraining pro Woche
- 150 bis 300 Minuten moderate Ausdauerbewegung
- Gleichgewichtsübungen an drei Tagen pro Woche

Empfohlene Übungen für den Muskelaufbau ab 60: Rumänisches Kreuzheben, Kniebeugen, seitliche Ausfallschritte und Wadenheben. Eine Meta-Analyse von 2023 belegt: Freie Gewichte und Maschinen sind gleich effektiv. Zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche reichen – mit ausreichend Regeneration dazwischen.

Kulturelle Projekte und sportliche Gemeinschaftsevents zeigen zudem positive Effekte auf die Psyche. Sie stärken das Zugehörigkeitsgefühl – und das in jedem Alter.

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