IT-Sicherheit: 106.000 Fachkräfte fehlen bis Ende 2026
17.06.2026 - 18:20:26 | boerse-global.de
Branchenanalysen zufolge werden bis Ende 2026 rund 106.000 zusätzliche Experten benötigt, um die digitale Infrastruktur zu schützen. Das Marktvolumen wächst jährlich um 8,2 Prozent und soll bis 2029 fast 10 Milliarden Euro erreichen.
Sechsstellige Gehälter locken
Die hohe Nachfrage treibt die Gehälter. Ein SOC-Analyst verdient 2026 zwischen 45.000 und 95.000 Euro brutto im Jahr. Cloud-Security-Spezialisten und Security Engineers kommen auf bis zu 125.000 beziehungsweise 115.000 Euro.
Anzeige: Bis Ende 2026 fehlen 106.000 IT-Sicherheits-Experten – der Kampf um Talente wird härter. Dieser Report zeigt, wie Sie mit einer 5-Schritte-CRA-Checkliste compliant bleiben und Ihre Security-Spezialisten langfristig binden. Strategie-Report jetzt anfordern
Noch besser zahlen Unternehmen für DevSecOps-Engineers: Hier sind bis zu 130.000 Euro drin. In Führungspositionen als CISO liegen die Gehälter bei 145.000 Euro und mehr. Auch im Bereich Governance, Risk and Compliance (GRC) sind bis zu 110.000 Euro möglich.
EU-Regulierung treibt Nachfrage
Der Haupttreiber für den Personalboom ist der Cyber Resilience Act (CRA) der EU. Ab dem 11. September 2026 müssen Hersteller aktiv ausgenutzte Schwachstellen innerhalb von 24 Stunden als Frühwarnung und nach 72 Stunden als Vollmeldung melden. Die vollständigen CRA-Pflichten greifen ab Dezember 2027.
Während Sicherheitsfirmen gut vorbereitet sind, hinken andere Branchen bei der Lieferkettensicherheit hinterher. Die Folge: steigender Bedarf an Fachkräften für Sicherheitsbewertungen, Risikomanagement und Dokumentation. Große Konzerne wie RWE binden deshalb schon Werkstudenten im Bereich IT Security Governance frühzeitig an sich.
KI verändert die Jobprofile
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Sicherheitsarchitektur. KI-native Plattformen erkennen Bedrohungen autonom und verkürzen Reaktionszeiten. Das erfordert Spezialisten, die komplexe KI-Infrastrukturen verwalten und bei Incidents handlungsfähig bleiben.
Auf der Fachkonferenz CYBICS in Bochum diskutierten Experten im Juni 2026 über Post-Quanten-Kryptographie und digitale Souveränität. Die Abhängigkeit von außereuropäischen KI-Modellen wird zunehmend kritisch gesehen. Das treibt die Nachfrage nach Experten für Multi-Modell-Strategien und Open-Source-Infrastrukturen in Europa.
Anzeige: Die Gehälter für IT-Sicherheitskräfte explodieren: DevSecOps-Ingenieure verdienen bis zu 130.000 Euro, CISOs über 145.000 Euro. Wer jetzt keine klare Personalstrategie hat, verliert seine Top-Leute an die Konkurrenz. Der Report liefert konkrete Gehaltsbenchmarks und Bindungsstrategien. Gehaltsbenchmark-Report jetzt sichern
Personalrochaden bei Sicherheitsfirmen
Die strategische Bedeutung des Sektors zeigt sich in hochkarätigen Wechseln. Integrated Cyber Solutions holte Mitte Juni 2026 Gustin Prudner, einen früheren Equifax-Führungskader, als Head of Engineering. Blackpoint Cyber verstärkte sein Team mit Erin Whitmore, einer ehemaligen Geheimdienstmitarbeiterin, für die Bedrohungsforschung.
Auch bei Managed Services gibt es Bewegung. Die Cancom-Gruppe (Umsatz 2025: rund 1,7 Milliarden Euro) besetzte die Geschäftsführung ihrer Service-Sparte im Juni 2026 neu mit Roman Oberauer. Die Botschaft ist klar: Cybersicherheit ist längst eine zentrale strategische Säule für globale Unternehmen.
