Heizungsgesetz: Förderung sinkt auf 28.000 Euro, Grüngasquote bis Dezember
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 16:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Zustimmung im Plenum gilt als Formsache – doch der Zeitpunkt bleibt ungewiss. Die Koalition will vor der finalen Verabschiedung eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abwarten.
Das sind die Kernpunkte
Das Gesetzesvorhaben sieht grundlegende Änderungen für die Wärmeversorgung vor. Klimaneutrales Heizen im Neubau soll ab 2030 zum Standard werden. Bis 2045 ist der vollständige Ausstieg aus fossilen Heizungen geplant.
Ein zentraler Punkt: Die ursprünglich geplante 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien fällt weg. Stattdessen setzt die Koalition auf einen schrittweisen Übergang. Neue Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt – allerdings nur mit steigenden Anteilen an Biobrennstoffen.
Ab 2029 müssen zehn Prozent Biobrennstoffe beigemischt werden. Bis 2040 steigt dieser Anteil auf 60 Prozent. Für Brennstoffhändler ist zudem eine Grüngasquote geplant, die bis Dezember 2026 gesetzlich verankert werden soll.
Förderung wird umgebaut
Parallel zu den technischen Vorgaben plant die Regierung eine Reform der Förderlandschaft. Bis 2030 sollen so Einsparungen von bis zu 2,1 Milliarden Euro realisiert werden. Die finanzielle Unterstützung wird künftig stärker an die Einkommen gekoppelt.
Die Förderung sinkt auf 28.000 Euro und wird alle sechs Monate um 750 Euro reduziert. Wer jetzt nicht handelt, verliert bares Geld. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die maximale Unterstützung sichern – trotz Verfassungsklage und unklarer Rechtslage. Jetzt kostenlosen Förder-Leitfaden anfordern
Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 30.000 Euro erhalten 40 Prozent Förderung. Bei Einkommen bis 50.000 Euro gibt es einen Bonus von zehn Prozent. Der maximal förderfähige Betrag sinkt von 30.000 auf 28.000 Euro und wird alle sechs Monate um weitere 750 Euro reduziert. Der sogenannte Klimageschwindigkeitsbonus entfällt komplett.
Ab 2027 gibt es eine weitere Hürde: Staatliche Zuschüsse gibt es dann nur noch für Wärmepumpen, die in Europa hergestellt wurden. SPD-Politiker Kleebank betonte, dass Mieter durch die Neuregelungen vor Kostenfallen geschützt werden sollen.
Rechtliche Hürden und offene Fragen
Trotz der Ausschussbescheidung ist der weitere Zeitplan unklar. Die Linke hat beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen das Eilverfahren eingereicht. Ihre Begründung: Die Partei sieht ihre Informationsrechte als Abgeordnete verletzt.
Ab 2029 müssen zehn Prozent Biobrennstoffe beigemischt werden – und ab 2027 gibt es Förderung nur noch für in Europa hergestellte Wärmepumpen. Planen Sie Ihren Heizungstausch rechtzeitig und vermeiden Sie teure Fehler. Unser Leitfaden hilft Ihnen dabei. Förder-Leitfaden jetzt sichern
Unionsgeschäftsführer Bilger bestätigte am 7. Juli, dass die Koalition die Hinweise aus Karlsruhe prüfen wolle. Erst danach soll das Gesetz dem Plenum vorgelegt werden. Sollte es vor der Sommerpause – sie dauert bis Anfang September – zu keiner Entscheidung kommen, droht eine Verschiebung in den Herbst.
Während die SPD die soziale Komponente der Förderung betont, üben die Grünen scharfe Kritik. Sie bemängeln die Abschaffung der 65-Prozent-Regelung und eine aus ihrer Sicht unzureichende Klimawirkung. Auch der Haushaltsentwurf mit Kürzungen von 2,7 Milliarden Euro aus dem Klimafonds könnte die Heizungsförderung weiter unter Druck setzen.
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