Deutschland, Lebensmittel

Herkunftskennzeichnung für Fleisch soll ausgeweitet werden

24.05.2023 - 13:26:18

Bei Obst und Gemüse, Eiern und frischem Rindfleisch muss bereits jeweils das Herkunftsland angegeben werden. Aber wie sieht es bei losem Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel aus?

Supermarktkunden sollen bei mehr Fleischwaren Klarheit über das Herkunftsland der Tiere bekommen. Darauf zielt eine Verordnung von Ernährungsminister Cem Özdemir (Grüne), die das Bundeskabinett am Mittwoch gebilligt hat. Damit soll eine verpflichtende Kennzeichnung auch auf unverpacktes frisches Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel ausgedehnt werden. Bei verpackter Ware gilt dies schon, ebenso bei unverpacktem Rindfleisch.

Özdemir sagte: «Wer an der Frischetheke einkauft, wird künftig verbindlich vorgeschrieben informiert, wo das Fleisch herkommt.» Die Verordnung sei dabei nur ein erster Schritt. Da die EU-Kommission weiter keinen Vorschlag für eine umfassende Herkunftskennzeichnung vorgelegt habe, wolle er eine Regelung für Deutschland erarbeiten.

Gekennzeichnet werden soll künftig auch loses Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel in Fleischtheken von Supermärkten, aber auch in Metzgereien, Hofläden oder auf Wochenmärkten. Dabei müssen Anbieter das Aufzucht- und das Schlachtland angeben, mit kleinen Schildern oder etwa auch an Bildschirmen. Die Neuregelung soll im Sommer noch in den Bundesrat kommen und Anfang 2024 in Kraft treten.

Verpflichtend angegeben werden muss das Herkunftsland bereits für viele Lebensmittel. Dazu gehören frisches Obst und Gemüse, Eier und etwa auch frisches Rindfleisch - hierbei bezogen auf Geburt, Mast, Schlachtung und Zerlegung. Daneben plant Özdemir ein Pflicht-Logo, das die Form der Tierhaltung anzeigt - vom gesetzlichen Mindeststandard in den Ställen bis hin zu bio. Starten soll es mit Schweinefleisch.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mehr Fleisch aus besseren Ställen - Staatliches Logo später. Eine Kennzeichnung des Handels baut ihren Vorsprung in den Kühltheken aus. Beim Schnitzel aus dem Supermarkt können Kunden häufig schon erkennen, wie gut die Tiere einmal lebten. (Wirtschaft, 15.01.2026 - 12:56) weiterlesen...

Weniger Rindfleisch aus unterster Haltungsform-Stufe. In den Läden kann man das schon seit längerem auf Packungs-Logos erkennen. Bei Schnitzel und Steaks interessieren sich inzwischen viele auch dafür, wie gut die Tiere einmal lebten. (Wirtschaft, 15.01.2026 - 10:00) weiterlesen...

Firma ruft Ofen-Fleischkäse zurück - weil Käse darin ist. Doch Käse gehört nicht hinein. Und wenn er aus Versehen doch drin ist? Dann führt das zu einer Rückrufaktion. Wie der Fleischkäse zu seinem Namen kam? Dazu gibt es unterschiedliche Erklärungen. (Unterhaltung, 14.01.2026 - 16:18) weiterlesen...

Minister Rainer gegen Preisaufschläge bei Lebensmitteln. Die Frage der Preise ist zur Grünen Woche auch ein Thema für die Politik. Im Supermarkt ist beim Nahrungseinkauf mehr zu bezahlen - während Bauern gerade für viele Produkte weniger erzielen können. (Wirtschaft, 14.01.2026 - 04:30) weiterlesen...

Streit ums Quadrat: Ritter Sport unterliegt vor Gericht. Vor Gericht kassieren die Schwaben eine Schlappe. Der Streit dürfte aber nicht beendet sein. Quadratisch, praktisch - zu ähnlich? Ritter Sport sieht durch einen Riegel seine Marke verletzt und klagt. (Wirtschaft, 13.01.2026 - 16:57) weiterlesen...

Hohe Lebensmittelpreise: Hilft ein «Deutschlandkorb»?. Parteien bringen einen «Deutschlandkorb» ins Spiel. Verbraucher spüren die gestiegenen Preise für Lebensmittel im Portemonnaie. (Wirtschaft, 13.01.2026 - 15:24) weiterlesen...