EU, Russland

Merz pocht auf Nutzung von eingefrorenen russischen Vermögen

03.12.2025 - 16:39:35

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nachdrücklich dafür geworben, die in Europa eingefrorenen Vermögenswerte der russischen Zentralbank für die Unterstützung der Ukraine zu verwenden.

Es liege in der Hand der Europäer damit "nicht nur die Ukraine zu stärken, sondern auch ein unmissverständliches Signal an Moskau zu senden, dass eine Fortsetzung dieses Angriffskrieges sinnlos ist", schreibt Merz in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe). Wenn es die EU mit der europäischen Souveränität ernst meine, "können wir die Entscheidung nicht anderen, außereuropäischen Staaten überlassen, was mit den Finanzmitteln eines Aggressors geschieht, die im Geltungsbereich unseres Rechtsstaates und in unserer eigenen Währung rechtmäßig eingefroren wurden". Die EU sende auf diese Weise "ein Signal der Eigenständigkeit Europas, ein Signal, dass wir Europäer entscheiden und gestalten, was auf unserem Kontinent geschieht", schreibt der Kanzler weiter. Er erklärte, dass ein solcher Schritt "in völliger Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und unseren internationalen Verpflichtungen" stehe. Zugleich äußerte Merz "jedes Verständnis" dafür, dass "insbesondere die belgische Regierung, in deren Land sich ein Großteil der eingefrorenen Vermögenswerte befindet, nicht rein auf politische Zusagen vertrauen kann".

Diese Bedenken müssten in den anstehenden Beratungen der konkreten Rechtstexte berücksichtigt werden. "Es wäre nicht hinnehmbar, wenn ein einziges Land hierbei übermäßig belastet wird." Merz warnte zudem abermals vor der Gefahr weiterer russischer Aggressionen. Das imperialistische Russland strebe danach, seine Einflusszone weit über das eigene Staatsgebiet hinaus in die Staaten Europas auszuweiten. Moskau bereite sich militärisch und die eigene Gesellschaft militaristisch auf einen Konflikt mit dem Westen vor. Ein solches Russland bedrohe die europäische Freiheit und Sicherheit. @ dts-nachrichtenagentur.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

Auch Macron fordert auf Sicherheitskonferenz stärkeres Europa Wie zuvor bereits Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat auch der französische Präsident Emmanuel Macron auf der Münchner Sicherheitskonferenz für ein stärkeres Europa geworben."Ein stärkeres Europa wäre ein besserer Freund für seine Verbündeten", sagte Macron am Freitagabend. (Politik, 13.02.2026 - 19:44) weiterlesen...

Ukraine-Partner sagen Kiew neue Anstrengung in Energiehilfe zu Bei einem Treffen von Partnern der Ukraine im sogenannten Berlin-Format am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz haben die Teilnehmer Kiew eine "neue Anstrengung" in der Energiehilfe für das kriegsgebeutelte Land zugesagt. (Politik, 13.02.2026 - 19:27) weiterlesen...

Milliarden für Moskau – EU kauft noch immer russisches LNG. Bislang kommt es noch via Tanker und auch via Pipeline - und beschert Moskau Milliarden. Erst in etwa eineinhalb Jahren darf per Verordnung kein Gas aus Russland mehr in die EU importiert werden. (Wirtschaft, 13.02.2026 - 13:16) weiterlesen...

EU importiert russisches LNG im Wert von 7,4 Milliarden Euro. Das beschert Moskau Milliarden. Für ihre Energieversorgung importiert die EU Flüssigerdgas, auch aus Russland. (Wirtschaft, 13.02.2026 - 12:58) weiterlesen...

EU-Parlament billigt 90-Milliarden-Darlehen an die Ukraine. Die EU will mit einem zinslosen Milliardendarlehen helfen - das Parlament gibt grünes Licht. Die Ukraine braucht dringend frisches Geld für die Verteidigung gegen Russlands Invasion. (Ausland, 11.02.2026 - 12:35) weiterlesen...

EU-Chefdiplomatin: Russland gewinnt nicht - EU kann fordern Mehr Verluste, schwierige Rekrutierung: Russland steckt laut EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas in der Klemme. (Ausland, 10.02.2026 - 17:23) weiterlesen...