Protest der Apotheken - Krankenkassen weisen Forderungen zurück
22.03.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deStoff-Ahnis verwies auf die Vergütungsregeln, nach denen die Krankenkassen für jede abgegebene Packung einen Zuschlag in Höhe von drei Prozent des Preises zahlen. "Da jedes Jahr die Preise für Medikamente steigen und darüber hinaus die Anzahl der von den Apotheken abgegebenen Packungen zunimmt, erhöht sich damit auch die Vergütung für die Apotheken stetig", argumentierte sie. Hinzu kämen höhere Zuschläge für Nacht- und Notdienste, die neu eingeführte Honorierung von Botendiensten sowie zusätzliches Geld, wenn Medikamente nicht verfügbar seien und Ersatz beschafft werden müsse. Darüber hinaus plane die schwarz-rote Koalition ein weiteres Vergütungsplus für die Apotheken, etwa durch die Ausweitung der Impfmöglichkeiten.
Der Chef der Apothekervereinigung Abda, Thomas Preis, spricht hingegen von einem "seit 13 Jahren andauernden Honorarstillstand". Gefordert wird eine pauschale Erhöhung des sogenannten Fixums, das pro Medikament von den Kassen gezahlt wird. Die Kassen wollen hingegen eine differenzierte Vergütung. "Apotheken in Ballungsräumen mit Millionenumsätzen brauchen keine Vergütungserhöhung, umsatzschwache Apotheke in strukturschwachen Regionen hingegen schon", sagte Stoff-Ahnis. Absatzstarke Apotheken müssten einen geringeren Fixbetrag pro Packung erhalten, Apotheken mit einem geringeren Absatz hingegen einen höheren Betrag. "Es braucht in der Summe keine höhere Vergütung". Das Honorar, welches die Versicherten und die Arbeitgeber mit ihren Krankenkassenbeiträgen finanzieren, müsse besser verteilt werden, fordert die Vize-Chefin des Kassenverbandes.
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