Parteien, Wahlen

Bericht: AfD will Position zur EU weiter verschärfen

19.06.2023 - 09:44:17 | dts-nachrichtenagentur.de

Die AfD will ihre Position zur Europäischen Union (EU) offenbar weiter verschärfen.

Alternative für Deutschland (AfD) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Alternative für Deutschland (AfD) - Bild: über dts Nachrichtenagentur

"Unsere Geduld mit der EU ist erschöpft", heißt es im Leitantrag der Bundesprogrammkommission für das Europawahlprogramm, über den die "Welt" (Dienstagsausgabe) berichtet. Deshalb strebe man die "geordnete Auflösung der EU" an und wolle statt ihrer eine "neue europäische Wirtschafts- und Interessengemeinschaft gründen, einen Bund europäischer Nationen".

Über den Antrag stimmt der Bundesparteitag der AfD Ende Juli in Magdeburg ab. Der Bundesprogrammkommission gehören die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla, Vertreter der Bundestagsfraktion, Europagruppe und aller Landesverbände sowie die Vorsitzenden der Fachausschüsse an. Der Leitantrag mit dem Vorschlag zum Europawahlprogramm wurde bislang noch nicht veröffentlicht. Darin heißt es laut der "Welt", dass "die EU und die sie tragenden globalistisch eingestellten Eliten" sich von der "Ursprungsidee der Gründerväter einer europäischen Gemeinschaft" vor vielen Jahren verabschiedet hätten. Die EU habe sich "zu einem undemokratischen Konstrukt entwickelt", welches immer mehr Gewalt an sich ziehe und von einer "intransparenten, nicht kontrollierten Bürokratie regiert" werde. Sie sei "nicht im Sinne der AfD reformierbar". Die Entscheidung über eine "neue Form des Zusammenlebens der Völker in Europa" dürfe in Deutschland nach Vorstellung der AfD nur durch eine Volksabstimmung entschieden werden. Weiterhin will die Partei dem Bericht zufolge das EU-Parlament abschaffen. Die AfD-Bundesprogrammkommission plädiert im aktuellen Leitantrag weiterhin für eine Volksabstimmung über den Verbleib Deutschlands in der EU.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | ES0181380710 | POLITIK | politik | 63795507 |

Weitere Meldungen

Bericht: Neue Mailadressen für Mitarbeiter des Auswärtigen Amts Fast alle der rund 3.000 Mitarbeiter des Auswärtigen Amts sollen eine neue E-Mail-Adresse erhalten. (Politik, 12.06.2026 - 16:39) weiterlesen...

Klöckner ermahnt Bundesregierung wegen verspäteter Antworten Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die Bundesregierung scharf ermahnt, Anfragen von Abgeordneten pünktlich zu beantworten.In einem Brief an Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU), über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, schreibt Klöckner, der Deutsche Bundestag erwarte, dass die Bundesregierung parlamentarische Fragen innerhalb der geltenden Fristen beantworte. (Politik, 11.06.2026 - 12:25) weiterlesen...

Linke kritisiert Merz nach Treffen mit Sozialpartnern Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat nach dem Treffen der Koalitionsspitzen mit Sozialpartnern scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geübt.Es sei sehr bezeichnend, mit wie viel Wirbel es begleitet werde, dass Merz sich überhaupt einmal mit einigen Gewerkschaftsvorsitzenden treffe, die die arbeitende Bevölkerung vertreten, sagte Reichinnek der "Rheinischen Post". (Politik, 11.06.2026 - 10:47) weiterlesen...

FDP-General Hagen fordert Volksabstimmungen auf Bundesebene Angesichts wachsender Zweifel vieler Menschen an der repräsentativen Demokratie spricht sich der neue FDP-Generalsekretär Martin Hagen für mehr direkte Bürgerbeteiligung auch auf Bundesebene aus."Die Zustimmung zu unserem politischen System sinkt und viele Menschen haben den Eindruck, ihre Stimme an der Wahlurne könne nichts verändern", sagte Hagen dem Nachrichtenportal T-Online. (Politik, 06.06.2026 - 04:00) weiterlesen...

EU-Kommission fordert Abbau deutscher Grenzkontrollen Die EU-Kommission dringt darauf, dass Deutschland und andere Mitgliedstaaten ihre nationalen Grenzkontrollen schrittweise reduzieren.Brunner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Aus Sicht der EU-Kommission ist ein schrittweises Zurückfahren der Grenzkontrollen in den neun Mitgliedstaaten, wo es sie derzeit gibt, möglich und auch angebracht - so auch in Deutschland." Der Österreicher ergänzte, zum einen gingen die Asylzahlen drastisch zurück, zum anderen griffen die beschlossenen Maßnahmen wie der Außengrenzschutz und das gemeinsame EU-weite Einreise- und Ausreisesystem. (Politik, 06.06.2026 - 01:00) weiterlesen...