Israel, Libanon

DRK-Präsident Gröhe fürchtet humanitäre Katastrophe im Libanon

10.04.2026 - 11:17:32 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor einer humanitären Katastrophe im Libanon angesichts der anhaltenden Angriffe Israels.DRK-Präsident Hermann Gröhe sagte der "Rheinischen Post" (Samstag): "Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten."Gröhe ergänzte: "Die humanitäre Lage in Libanon hat sich nochmals deutlich verschlimmert." In den letzten Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten.

Hermann Gröhe (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Die Folgen sind noch gar nicht ganz abzusehen, aber wir müssen von Hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen. Dadurch hat der bewaffnete Konflikt ein neues, nochmals verheerenderes Ausmaß erreicht."

Der DRK-Präsident sagte weiter: "Es empört mich und erfüllt mich mit großer Sorge, dass weltweit immer öfter zivile Opfer in Kauf genommen und selbst humanitär Helfende im Einsatz getötet werden". In den Jahren 2024 und 2025 seien weltweit jeweils mehr als 300 humanitär Helfende im Einsatz ums Leben gekommen, viele davon von den DRK-Schwestergesellschaften. "Auch in diesem Jahr wurden schon Helfende getötet, unter anderem einer vom Libanesischen Roten Kreuz."

Gröhe rief dazu auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Es gebe Regeln, "welche ein Mindestmaß an Menschlichkeit eben gerade auch in bewaffneten Konflikten bewahren sollen". So seien zum Beispiel Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal zu schonen und die Zivilbevölkerung zu schützen. "Es ist unerlässlich, dass alle Konfliktparteien diese Regeln befolgen", forderte Gröhe.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69117112 |

Weitere Meldungen

Vance warnt Iran vor Gesprächen, die USA nicht zu täuschen. Kurz vor seinem Abflug richtet er eine Warnung an Teheran. Der US-Vizepräsident bricht zu einer schwierigen Mission nach Pakistan auf: Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung mit dem Iran. (Ausland, 10.04.2026 - 15:30) weiterlesen...

EU-Kommission begrüßt angekündigte Gespräche von Israel und Libanon Die Europäische Kommission begrüßt die geplanten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. (Boerse, 10.04.2026 - 15:13) weiterlesen...

Wieder gegenseitige Angriffe zwischen Hisbollah und Israel Die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an. (Boerse, 10.04.2026 - 15:00) weiterlesen...

Iran will Libanon zum Thema bei Friedensgesprächen machen. Die humanitäre Lage der Menschen dort ist laut DRK verheerend. US-Präsident Donald Trump beschimpft den Iran. Teheran droht mit Boykott der Friedensgespräche, solange Israel im Libanon angreift. (Ausland, 10.04.2026 - 13:16) weiterlesen...

Hormus und Libanon: Streit vor Verhandlungen für Kriegs-Ende. Das dürfte komplex werden. Vorab gibt es schon Streit über wichtige Punkte der befristeten Waffenruhe. In Pakistan wollen die USA und der Iran ab heute über eine dauerhafte Friedenslösung beraten. (Ausland, 10.04.2026 - 05:48) weiterlesen...

Weniger Angriffe auf Libanon - bald Verhandlungen (Aktualisierung: US-Beamter bestätigt Verhandlungen in der kommenden Woche)TEL AVIV/BEIRUT/WASHINGTON - Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. (Boerse, 09.04.2026 - 23:17) weiterlesen...