Parteien, Wahlen

Umfrage: 41 Prozent sehen Union ohne Merz mit mehr Chancen

01.06.2026 - 00:01:00 | dts-nachrichtenagentur.de

41 Prozent der Deutschen glauben, dass die CDU/CSU bessere Chancen hätte, wenn Friedrich Merz (CDU) das Amt des Bundeskanzlers aufgeben würde.

Friedrich Merz (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Friedrich Merz (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" und RTL hervor.

Seit Tagen wird im politischen Berlin über einen möglichen Kanzlerwechsel spekuliert. Unter anderem löste der "Stern" die Debatte aus. Denn die Zustimmung zur Regierungsarbeit von Amtsinhaber Friedrich Merz ist auf einem Tiefpunkt angelangt. Von Woche zu Woche sinkt er bei Umfragen in der Gunst der Wähler tiefer. Bei den Gerüchten um einen möglichen Wechsel fällt immer wieder der Name von Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Laut der Umfrage glauben 41 Prozent der Deutschen, dass es der Union helfen würde, wenn Merz das Amt des Bundeskanzlers aufgeben und jemand anderes aus der Union Bundeskanzler werden würde. 53 Prozent glauben das nicht. Sechs Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Von den Anhängern der CDU/CSU glauben 42 Prozent, dass ihre Partei mit einem anderen Kanzler aus ihren Reihen größere Chancen auf bessere Zustimmungswerte bei den Wählern hätte als mit Merz. 56 Prozent sind dagegen skeptisch. Auch von den Anhängern der übrigen Parteien hält es die Mehrheit nicht für wahrscheinlich, dass ein anderer Kandidat die Union in der Wählergunst steigen lassen könnte. Optimistischer bei einem Kanzlertausch sind nur die Anhänger der Linken.

Ein Kanzlerwechsel mitten in der Legislaturperiode ist zwar grundsätzlich möglich, doch das Grundgesetz stellt hohe Hürden. Merz könnte durch seinen Rücktritt den Weg für die Wahl eines anderen frei machen oder durch ein konstruktives Misstrauensvotum des Bundestags ausscheiden. Diese Szenarien gelten aber derzeit als ebenso unwahrscheinlich wie Neuwahlen. Aus dem Umfeld von Bundeskanzler Merz werden die Gerüchte um einen möglichen Wechsel als "wüste Spekulation" zurückgewiesen.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte 1.008 Deutsche für die repräsentative Erhebung am 28. und 29. Mai 2026.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69458465 |

Weitere Meldungen

Gauweiler fordert CSU-Bündnis mit Freien Wählern im Bund Der frühere CSU-Parteivize und langjährige Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler fordert ein gemeinsames Antreten seiner Partei mit den Freien Wählern bei der nächsten Bundestagswahl.Das berichtet die "Bild am Sonntag". (Politik, 31.05.2026 - 10:59) weiterlesen...

Umfrage: Mehrheit rechnet mit AfD-Ministerpräsident Eine Mehrheit der Deutschen rechnet mit einem Umbruch der politischen Machtverhältnisse in diesem Herbst. (Politik, 31.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Strack-Zimmermann erklärt Kampfkandidatur bei FDP-Parteitag Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre kurzfristige Kandidatur auf dem FDP-Parteitag mit der innerparteilichen Lage und dem Ziel begründet, eine echte Auswahl zu ermöglichen."Die Partei, gerade in diesen Zeiten, hat auch ein Recht zu wählen", sagte Strack-Zimmermann der "Bild-Zeitung". (Politik, 30.05.2026 - 22:38) weiterlesen...

Strack-Zimmermann sieht 40 Prozent als Auftrag zu Kurskorrekturen Marie-Agnes Strack-Zimmermann will ihr Ergebnis bei der Wahl zum FDP-Bundesvorsitz nutzen, um inhaltliche Korrekturen im Präsidium der Partei einzufordern. (Politik, 30.05.2026 - 17:49) weiterlesen...

Insa: FDP fällt zum Parteitag auf drei Prozent Die FDP verliert am Wochenende ihres Parteitags in der Wählergunst und liegt wieder deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde. (Politik, 30.05.2026 - 13:02) weiterlesen...

Weber für Aigner als Bundespräsidentin Der Partei- und Fraktionschef der Europäischen Christdemokraten, Manfred Weber, spricht sich für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) als nächste Bundespräsidentin aus."Ilse Aigner wäre eine starke Bundespräsidentin, die in diese Zeit passt", sagte der CSU-Vizevorsitzende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (Politik, 30.05.2026 - 10:54) weiterlesen...