USA, Justiz

Trump klagt wegen Steuerdaten-Leaks

30.01.2026 - 08:11:06

In Trumps erster Amtszeit soll ein Mitarbeiter einer Steuerbehörde Informationen seines Privatkonzerns unerlaubt an Medien weitergereicht haben. Dafür verlangt der Präsident eine Riesen-Entschädigung.

US-Präsident Donald Trump und seine beiden ältesten Söhne haben das US-Finanzministerium und eine untergeordnete Behörde wegen der Weitergabe von Steuerunterlagen ihres Privatunternehmens Trump Organization an Medien verklagt. Sie fordern mindestens 10 Milliarden Dollar Schadenersatz (etwa 8,4 Milliarden Euro), wie aus der am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Gericht im Bundesstaat Florida eingereichten Klage hervorgeht. Trump habe die Klage als Privatperson eingereicht, heißt es darin.

In der Klage wird einem damaligen Mitarbeiter der Bundessteuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) - sie untersteht dem US-Finanzministerium - vorgeworfen, sich während Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmäßig Zugang zu Steuerdaten der Trump Organization verschafft und diese an «linksgerichtete Medien» weitergegeben zu haben.

Steuerleck führte zu kritischen Artikeln über Trump

Als Folge des Lecks seien verschiedene Artikel in der «New York Times» und anderen Medien erschienen, mit Informationen, ob und wann das Unternehmen Steuern gezahlt habe, heißt es in der Klage. Diese unrechtmäßige Offenlegung vertraulicher Steuererklärungen sei entweder vorsätzlich oder grob fahrlässig erfolgt. 

Die «Washington Post» schreibt dazu, die Klage betreffe einen ehemaligen IRS-Mitarbeiter, der 2024 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden sei, weil er die Steuererklärungen von Trump und Tausenden wohlhabenden US-Amerikanern gestohlen und sie dem Medium «ProPublica» sowie der «New York Times» zur Verfügung gestellt habe. «Es handelt sich um einen weiteren Fall, in dem Trump eine Klage über einen hohen Geldbetrag gegen die von ihm geleitete Regierung eingereicht hat, wodurch er auf beiden Seiten des potenziellen Verhandlungstisches sitzt», so die Zeitung. 

Die Trump Organization wird in der Klageschrift als der führende Entwickler einiger der wertvollsten und begehrtesten Luxusimmobilien der Welt bezeichnet, darunter Fünf-Sterne-Luxushotels, Wohn- und Geschäftsgebäude sowie Meisterschaftsgolfplätze. Auch globale Immobiliendienstleistungen, Unterhaltung, Gastronomie, Einzelhandel und vieles mehr gehören demnach zum Unternehmensportfolio.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Sicherheitspolitiker fordern deutsche Ermittlungen zum Fall Epstein Mehrere Sicherheitspolitiker im Bundestag fordern eine systematische Auswertung der neu veröffentlichten US-Unterlagen zum Fall Jeffrey Epstein durch deutsche Staatsanwaltschaften.Sie sollten sich "die Epstein-Akten genau anschauen und gegebenenfalls amerikanische Behörden nach weiteren Informationen anfragen", sagte der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz dem "Handelsblatt". (Ausland, 06.02.2026 - 08:00) weiterlesen...

Ex-Prinz Andrew aus der Royal Lodge ausgezogen. Der Schritt erfolgt alles andere als freiwillig. Wenige Tage nach der Veröffentlichung neuer Epstein-Dokumente zieht der frühere Prinz aus dem herrschaftlichen Anwesen auf dem Windsor-Gelände aus. (Unterhaltung, 04.02.2026 - 08:38) weiterlesen...

Vorladung für Elon Musk – Durchsuchung bei X in Frankreich. Ermittler durchsuchen den Sitz in Paris – Vorwürfe betreffen Deepfakes und Holocaustleugnung. Jetzt soll Musk in Paris aussagen. Frankreichs Justiz lässt gegenüber der Plattform X die Muskeln spielen. (Wissenschaft, 03.02.2026 - 11:35) weiterlesen...

Masern in ICE-Haftanstalt in Texas festgestellt. In einer Einrichtung für Eltern mit Kindern müssen nun mehrere Menschen in Quarantäne. Gegen die Einwanderungsbehörde ICE gibt es in den USA auch Kritik wegen der Haftbedingungen für Migranten. (Ausland, 02.02.2026 - 14:54) weiterlesen...

Keine weiteren US-Anklagen im Epstein-Skandal. Auch bei den Grammys ist der Skandal Gesprächsthema. Seit Tagen werden die freigegebenen Dokumente aus den Epstein-Akten ausgewertet. (Ausland, 02.02.2026 - 12:54) weiterlesen...

Norwegens Kronprinzessin: Gab sie Epstein Liebestipps?. Ein Schock für Norwegen. Dabei hat die Königsfamilie gerade ganz andere Sorgen. «Paris ist gut für Ehebruch» und «Ich vermisse dich» - das soll Mette-Marit Sexualstraftäter Epstein geschrieben haben. (Unterhaltung, 02.02.2026 - 12:15) weiterlesen...