USA, Militär

Bootsangriff: Trump stärkt unter Druck geratenen US-Minister

08.12.2025 - 23:30:32

Das US-Militär greift immer wieder angebliche Drogenschmuggler in der Karibik an. Ein zweiter Angriff auf Überlebende setzt den Verteidigungsminister unter Druck. Donald Trump positioniert sich.

US-Präsident Donald Trump stärkt dem wegen eines tödlichen Militärangriffs auf ein Boot in der Karibik unter Druck geratenen Verteidigungsminister Pete Hegseth den Rücken. Auf die Journalisten-Frage, ob er Hegseth anweisen werde, das vollständige Videomaterial zum Angriff zu veröffentlichen, sagte Trump: «Was auch immer er entscheidet, ist in Ordnung für mich.»

Seit Tagen wächst der Druck auf Hegseth, die Umstände des Angriffs auf ein angeblich mit Drogen beladenes Boot vollständig aufzuklären und Videomaterial freizugeben. Bei dem Militärschlag am 2. September sollen zwei Menschen, die zunächst überlebt hatten, bei einem gezielten zweiten Angriff getötet worden sein. Dieser könnte laut Experten gegen das Völkerrecht verstoßen haben. Hegseth, den die US-Regierung seit kurzem Kriegsminister nennt, bestreitet eine direkte persönliche Verantwortung für den zweiten Angriff.

Trump: Ich habe das Video gesehen

Trump bekräftigte vor den Journalisten im Weißen Haus, dass das Boot Drogen transportiert habe und sagte: «Ich habe das Video gesehen.»

In der vergangenen Woche hatte sich der US-Präsident offen für die Videoveröffentlichung gezeigt. Auf die Frage, ob das Verteidigungsministerium dazu bereit sei, sagte Trump: «Ich weiß nicht, was sie haben, aber was auch immer es ist, wir würden es auf jeden Fall freigeben, kein Problem.»

Seit vielen Wochen greift das US-Militär in der Karibik und im Pazifik angebliche Drogenschmuggler in Booten an und tötet sie. Die US-Regierung begründet das mit dem Schutz der eigenen Nation vor den Drogen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Trump: Geheime US-Störwaffe half bei Einsatz in Venezuela. Berichte stellen auch andere Gründe für das Versagen der venezolanischen Abwehr in den Raum. Trump spricht von einer Superwaffe: «Discombobulator» soll Maduros Verteidigung lahmgelegt haben. (Ausland, 24.01.2026 - 22:59) weiterlesen...

Pistorius verteidigt Bundeswehr gegen Trumps Nato-Kritik. «Sie sind nie vergessen», verspricht er. Nach den abfälligen Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump betont Verteidigungsminister Boris Pistorius die Opfer deutscher Soldaten in Afghanistan. (Politik, 24.01.2026 - 14:53) weiterlesen...

Pistorius widerspricht Trump-Aussagen zu Afghanistan-Einsatz Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) widerspricht US-Präsident Donald Trump, der den europäischen Nato-Soldaten einen angeblich schwachen Einsatz im Afghanistankrieg vorgeworfen hatte.Pistorius sagte der "Bild": "Unsere Bundeswehr stand bereit, als unsere amerikanischen Verbündeten nach dem islamistischen Terroranschlag von 2001 um Unterstützung gebeten haben. (Ausland, 24.01.2026 - 14:39) weiterlesen...

Dänemarks Armee rückt näher an Bundeswehr heran Der dänische Armeechef Michael Wiggers hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in der Arktis und auf Grönland nach der Erkundungsmission vor wenigen Tagen auszuweiten."Wir werden unsere Zusammenarbeit in der Arktis vertiefen", sagte der General dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Ausland, 24.01.2026 - 13:06) weiterlesen...

US-Verteidigungsstrategie: Europa ja, aber nicht der Fokus. Jetzt veröffentlicht sie ihre Verteidigungsstrategie, in der auch Europa vorkommt. Die nationale Sicherheitsstrategie von Trumps Regierung hat die europäischen Partner geschockt. (Ausland, 24.01.2026 - 01:59) weiterlesen...

USA: Zwei Tote bei Angriff auf mutmaßliches «Drogenboot». Es ist die erste offiziell bekannte seit dem Sturz von Maduro. Mehr als 100 angebliche Drogenschmuggler töteten die USA bei Angriffen auf Boote bereits - nun melden sie eine neue Attacke. (Ausland, 24.01.2026 - 00:47) weiterlesen...