USA, Militär

Bootsangriff: Trump stärkt unter Druck geratenen US-Minister

08.12.2025 - 23:30:32 | dpa.de

Das US-Militär greift immer wieder angebliche Drogenschmuggler in der Karibik an. Ein zweiter Angriff auf Überlebende setzt den Verteidigungsminister unter Druck. Donald Trump positioniert sich.

Trump stellt sich hinter seinen Verteidigungsminister Hegseth. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Trump stellt sich hinter seinen Verteidigungsminister Hegseth. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump stärkt dem wegen eines tödlichen Militärangriffs auf ein Boot in der Karibik unter Druck geratenen Verteidigungsminister Pete Hegseth den Rücken. Auf die Journalisten-Frage, ob er Hegseth anweisen werde, das vollständige Videomaterial zum Angriff zu veröffentlichen, sagte Trump: «Was auch immer er entscheidet, ist in Ordnung für mich.»

Seit Tagen wächst der Druck auf Hegseth, die Umstände des Angriffs auf ein angeblich mit Drogen beladenes Boot vollständig aufzuklären und Videomaterial freizugeben. Bei dem Militärschlag am 2. September sollen zwei Menschen, die zunächst überlebt hatten, bei einem gezielten zweiten Angriff getötet worden sein. Dieser könnte laut Experten gegen das Völkerrecht verstoßen haben. Hegseth, den die US-Regierung seit kurzem Kriegsminister nennt, bestreitet eine direkte persönliche Verantwortung für den zweiten Angriff.

Trump: Ich habe das Video gesehen

Trump bekräftigte vor den Journalisten im Weißen Haus, dass das Boot Drogen transportiert habe und sagte: «Ich habe das Video gesehen.»

In der vergangenen Woche hatte sich der US-Präsident offen für die Videoveröffentlichung gezeigt. Auf die Frage, ob das Verteidigungsministerium dazu bereit sei, sagte Trump: «Ich weiß nicht, was sie haben, aber was auch immer es ist, wir würden es auf jeden Fall freigeben, kein Problem.»

Seit vielen Wochen greift das US-Militär in der Karibik und im Pazifik angebliche Drogenschmuggler in Booten an und tötet sie. Die US-Regierung begründet das mit dem Schutz der eigenen Nation vor den Drogen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 68413267 |

Weitere Meldungen

Palantir wirbt für ukrainische Rüstungstechnologien Der CEO des US-Datenanalyse-Unternehmens Palantir Technologies, Alex Karp, hat europäische Staaten aufgerufen, in ukrainische Rüstungstechnologien zu investieren. (Ausland, 13.05.2026 - 13:50) weiterlesen...

Ex-Außenminister Fischer erwartet US-Rückzug aus Europa Der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer (Grüne) ist überzeugt, dass sich Europa künftig nicht mehr auf den Schutz der USA wird verlassen können."Amerika wird sich aus Europa zurückziehen. (Ausland, 12.05.2026 - 22:45) weiterlesen...

Ukraine bietet Deutschland weitreichende Drohnen an Angesichts der Weigerung der US-Regierung, künftig Tomahawk-Marschflugkörper zur Abschreckung Russlands in Deutschland zu stationieren, hat die Ukraine Berlin die Lieferung weitreichender Drohnen und Raketen als Ersatz in Aussicht gestellt.Alonya Getmanchuk, Botschafterin in der Nato-Mission der Ukraine in Brüssel, sagte der "Welt": "Wir sind in der Lage, die Fähigkeiten der Nato, Präzisionsschläge in der Tiefe durchzuführen, zu stärken und ab einem bestimmten Zeitpunkt auch die Fähigkeitslücken der Allianz zu schließen. (Ausland, 12.05.2026 - 02:00) weiterlesen...

Berlin prüft Kauf türkischer Raketen als Tomahawk-Ersatz Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, künftig keine weit reichenden Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren, arbeitet die Bundesregierung zusammen mit weiteren Nato-Partnern an neuen Lösungsansätzen, um die Sicherheit des europäischen Kontinents weiterhin zu gewährleisten.Das berichtet die "Welt" in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf mehrere informierte Diplomaten von EU und Nato. (Ausland, 11.05.2026 - 02:00) weiterlesen...

Umfrage: Mehrheit für deutsche Beteiligung an Hormus-Mission Eine knappe Mehrheit der Deutschen ist offenbar für eine Beteiligung der Bundeswehr an einer Militärmission in der Straße von Hormus. (Ausland, 11.05.2026 - 00:01) weiterlesen...

Merz: Stärke der Nato hängt nicht allein von Truppenzahl ab. Bundeskanzler Merz bleibt trotz der Spannungen mit den USA optimistisch: Wichtig sei das gemeinsame Ziel in der Nato. Viele blicken mit Sorge auf den geplanten Abzug von US-Truppen aus Deutschland. (Ausland, 09.05.2026 - 14:06) weiterlesen...