USA, Militär

Merz erneuert Kritik an US-Strategie am Golf

03.05.2026 - 19:23:13 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) legt im Fernduell mit US-Präsident Donald Trump nach.

Friedrich Merz - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Friedrich Merz - Foto: via dts Nachrichtenagentur
In der ARD-Sendung "Caren Miosga", die am Sonntagnachmittag aufgezeichnet wurde, bekräftigte er seine Kritik an der US-Iran-Strategie und verteidigte den Satz, wonach der Iran die USA "gedemütigt" habe.

Er habe Trump klar gesagt: "Wenn du willst, dass wir dir bei einem solchen Konflikt helfen, dann ruf uns vorher an." Er gebe die Arbeit am transatlantischen Verhältnis aber nicht auf. "Ich gebe auch die Zusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf", so Merz.

Auf die Ankündigung der USA, 5.000 eigene Soldaten aus Deutschland abzuziehen - mutmaßlich als Retourkutsche für die Äußerungen des deutschen Kanzlers - reagierte dieser betont gelassen. Es handele sich um ein Kontingent, das Joe Biden auf Zeit stationiert habe und über dessen Abzug seit längerer Zeit gesprochen worden sei, sagte Merz in der Sendung.

"Es wird vielleicht ein bisschen zugespitzt, aber neu ist es nicht." Einen direkten Zusammenhang mit seinem öffentlichen Streit mit Trump über den Iran-Krieg bestritt Merz: "Es gibt keinen Zusammenhang."

An der nuklearen Teilhabe der USA gebe es im Übrigen "überhaupt keine Abstriche". Und weiter: "Es gibt keine Einschränkung der amerikanischen Zusage der nuklearen Abschreckung des Nato-Gebietes. Da gibt es auch an keiner Stelle Zweifel."

Zu seinem Verhältnis mit Trump sagte Merz, er müsse akzeptieren, dass der US-Präsident eine andere Meinung habe. "Aber das ändert nichts daran, dass meine Überzeugung bleibt, dass die Amerikaner für uns die wichtigsten Partner im Nordatlantischen Bündnis sind."

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 69274700 |

Weitere Meldungen

Union und SPD kritisieren Trump für US-Truppenabzug Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD haben US-Präsident Donald Trump für den angekündigten Abzug von US-Soldaten aus Deutschland scharf kritisiert. (Ausland, 03.05.2026 - 17:05) weiterlesen...

Mützenich fordert Abrüstungsgespräche mit Russland Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich fordert angesichts der US-Pläne, auf eine Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu verzichten, eine stärkere Debatte über neue diplomatische Abrüstungs-Initiativen. (Ausland, 03.05.2026 - 16:53) weiterlesen...

Trump lässt Deutschland über Truppenabzug im Unklaren. Doch während die Ankündigung gerade erst verdaut wird, droht Trump weiter - und lässt Details offen. Die Entscheidung, 5.000 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen, kam nicht ohne Ansage. (Ausland, 03.05.2026 - 13:15) weiterlesen...

Trump will «weit mehr» als 5.000 Soldaten abziehen. Am Freitag kündigte US-Verteidigungsminister Hegseth an, 5.000 US-Soldaten würden aus Deutschland abgezogen. Präsident Trump spricht nun von «weit mehr» als 5.000. Trump will «weit mehr» als 5.000 Soldaten abziehen (Ausland, 03.05.2026 - 04:44) weiterlesen...

Wagenknecht fordert Verzicht auf US-Mittelstreckenraketen Nach der Ankündigung der US-Regierung, 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, hat die BSW-Politikerin Sahra Wagenknecht auch den offiziellen Verzicht auf die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen hierzulande gefordert.Wenn mit dem Abzug einiger US-Soldaten auch die für dieses Jahr geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen abgesagt werde, wäre das die "beste Nachricht" für die Sicherheit Deutschlands seit langem, sagte Wagenknecht den Zeitungen der Funke-Mediengruppe."Wir brauchen keine US-Truppen und keine US-Angriffswaffen in Deutschland, sondern endlich wieder eine neue Ostpolitik, die auf Entspannung, Wiedergewinnung des völlig zerstörten Vertrauens und gemeinsame Sicherheit setzt, wenn Europa nicht irgendwann in einem Atomkrieg verbrennen soll."Die Vorstellung, dass mit US-Präsident Donald Trump "ein Wahnsinniger" am roten Knopf von Raketen sitze, der über Krieg und Frieden in Deutschland entscheide, sei beängstigend gewesen. (Ausland, 03.05.2026 - 01:00) weiterlesen...

Heusgen kritisiert Trump scharf wegen Truppenabzug Der ehemalige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, übt scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump wegen des angekündigten Abzugs von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland. (Ausland, 03.05.2026 - 00:00) weiterlesen...