Aktienmärkte, Anleger

Zahlreiche Aktienindizes stehen kurz vor wichtigen Kurszielen

Zahlreiche Aktienindizes stehen kurz vor wichtigen Kurszielen
von Sven Weisenhaus

An den Aktienmärkten mehren sich nun die bearishen Signale mit recht hoher Geschwindigkeit. Beispiel Dow Jones: Erst vorgestern hatte ich berichtet, dass der US-Aktienindex im Rahmen seiner jüngsten Kurserholung exakt 61,80 % des 5-gliedrigen Abwärtszyklus korrigiert hat und er von dieser Fibonacci-Marke nach unten abgeprallt Ist (siehe roter Pfeil im folgenden Chart), womit nun die Gefahr besteht, dass der intakte Abwärtstrend wieder aufgenommen und fortgesetzt wird.

Dieses Szenario wurde gestern bekräftigt, da der Index nun mehr als 61,80 % der Kurserholung korrigiert hat (siehe roter Pfeil im folgenden Chart).

Im Gegensatz zu dem 5-gliedrigen Abwärtszyklus, gilt die Kurserholung aus Sicht der Fibonacci-Marken nun als beendet.

Eigentlich ist das klar bearish zu werten. Aus saisonaler Sicht sehe ich das allerdings nicht ganz so kritisch. Denn vorgestern hatte ich auch geschrieben, dass der Dow Jones zwar Richtung Ende Oktober noch einmal deutlich nachgibt, er dabei aber kein neues Korrekturtief markiert, im Gegensatz zum Nasdaq Composite.

Der Nasdaq Composite ist einem Korrekturtief näher

Apropos: Der US-Technologieindex ist passend dazu schon ein deutliches Stück weiter als der Dow Jones. Bei 12.963,16 Punkten wurde am 27. September das aktuelle Korrekturtief markiert, mit einem bisherigen Tagestief von 12.982,55 Punkten ist der Nasdaq Composite nur noch weniger als 20 Pünktchen bzw. knapp 0,15 % davon entfernt.

Beim Dow Jones beträgt die Differenz dagegen 357,52 Punkte bzw. etwas mehr als 1,07 %.

DAX und Euro STOXX 50 bereits auf neuen Korrekturtiefs

Noch weiter sind die Aktienmärkte hierzulande. Der DAX hat gestern bereits ein neues Korrekturtief erreicht.

Er befindet sich damit nun auf dem Weg zur Rechteckgrenze bei 14.720 Punkten, die nach dem Bruch der Mittellinie bei 15.075 Zählern das aktuelle Kursziel der Bären aus Sicht der Target-Trend-Methode ist. Interessant wäre es, wenn der DAX diese Marke genau dann erreicht, wenn die untere Linie des Abwärtstrendkanals sie kreuzt. Wenn die Kreuzunterstützung dem Index in diesem Fall Halt bietet, wäre das eine sehr gute Basis für ein Ende der saisonal schwachen Phase, die ja in einigen Tagen enden sollte.

Tut es der Euro STOXX 50 dem DAX gleich?

Und noch interessanter bzw. sogar faszinierend wäre es, wenn der Euro STOXX 50 es dem DAX in ähnlicher Weise gleichtut. Der europäische Aktienindex nähert sich ebenfalls der unteren Linie seines Abwärtstrendkanals – und zugleich dem 38,20%-Fibonacci-Retracement der gesamten Kurserholung seit dem Bärenmarkttief.

Alternativ würde sich eine Kreuzunterstützung aus der Abwärtstrendkanallinie und dem Korrekturtief vom 20. März bei 3.981,83 Punkten als Halt und Basis für das Ende der saisonalen Schwächephase anbieten.

Langsam von saisonaler Schwäche auf Jahresendrally umstellen

Jedenfalls neige ich langsam dazu, nach Schnäppchenkäufen Ausschau zu halten, um möglichst die Tiefs der saisonal schwachen Phase zu treffen und dann von einer Jahresendrally zu profitieren. Vorgestern habe ich für den Börsenbrief „Börse-Intern Premium“ bereits eine neue Long-Position ins Depot geholt, gestern habe ich beim „Target-Trend-CFD“ nachgezogen. Man trifft selten exakt das Tief, und daher können weitere Käufe in den kommenden Tagen folgen.


Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus

(Quelle: www.stockstreet.de)

 

@ ad-hoc-news.de | 21.10.23 07:54 Uhr