Windows 11: Neues Update macht Menüs bis zu 70% schneller
29.05.2026 - 17:30:04 | boerse-global.deDer Patch KB5089573 bringt einen neuen „Low Latency Profile“ (LLP) – ein Feature, das die CPU bei alltäglichen Interaktionen gezielt beschleunigt.
Bis zu 70 Prozent schnellere Menüs
Das Herzstück des Updates ist ein ausgeklügelter Mechanismus: Immer wenn der Nutzer mit bestimmten Oberflächenelementen interagiert, feuert der Prozessor kurze, intensive Leistungsspitzen von ein bis drei Sekunden ab. Das klingt technisch, hat aber handfeste Vorteile.
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Flyouts und Menüs sollen bis zu 70 Prozent schneller reagieren. Auch Programme starten nach Angaben von Microsoft rund 40 Prozent flotter. Profitiert davon sollen vor allem der Startmenü-Bereich, die Suchfunktion und das Action Center profitieren.
Das Ganze ist Teil der internen „Windows K2“-Initiative, die bis 2027 ehrgeizige Leistungsziele erreichen will. Allerdings: Microsoft rollt das Update schrittweise aus (Controlled Feature Rollout). Wer nicht warten möchte, kann den Low Latency Profile angeblich mit Tools wie ViveTool manuell aktivieren.
Task Manager bekommt NPU-Überwachung
Auch der Task Manager wurde aufgerüstet. Er zeigt jetzt die Auslastung von Neural Processing Units (NPU) an – ein klares Zeichen, dass Microsoft auf die wachsende Bedeutung von KI-Hardware setzt. Eine neue Spalte für „Isolation“ gibt zudem detailliertere Einblicke in die Ressourcenverteilung.
Darüber hinaus bringt der Patch rund 30 weitere Verbesserungen:
- Shared Audio via Bluetooth LE: Zwei Kopfhörer gleichzeitig mit demselben Sound versorgen
- Schnellere Suche: Ergebnisse erscheinen bereits nach zwei eingegebenen Zeichen
- PC-Benennung: Der Rechner kann jetzt schon beim ersten Einrichten einen Namen bekommen
- Multi-App-Kamera: Mehrere Anwendungen können gleichzeitig auf die Kamera zugreifen
Windows 10 hält sich hartnäckig
Die Performance-Offensive kommt zu einer Zeit, in der Windows 10 noch immer auf vielen Rechnern läuft. HP-Finanzchef zufolge nutzen rund 30 Prozent der installierten HP-Kundenbasis noch das ältere Betriebssystem. Besonders in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie im asiatisch-pazifischen Raum hinkt die Migration hinterher – erst jetzt erreichen die Erneuerungsraten dort das Niveau Nordamerikas.
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HP selbst geht es trotzdem gut: Der Konzern meldete für das zweite Fiskalquartal (Ende April 2026) einen Umsatz von 14,41 Milliarden US-Dollar – ein Plus von neun Prozent im Jahresvergleich. Der Nettogewinn lag bei 450 Millionen Dollar.
Das Update KB5089573 ist für die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 verfügbar (Builds 26100.8524 und 26200.8524) und gilt als optionale Vorschau. Neben den genannten Neuerungen behebt es auch Probleme mit dem Datei-Explorer, USB-Verbindungen und dem Anmeldebildschirm.
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