KB5089573: Microsoft bringt Low-Latency-Modus für Windows 11
29.05.2026 - 17:30:04 | boerse-global.deDer neue „Low Latency Profile“ soll das System spürbar flotter machen – und das ist nicht die einzige Neuigkeit aus der Tech-Welt.
Neuer Turbo-Modus für träge Oberflächen
Am 26. Mai veröffentlichte Microsoft das optionale Vorschau-Update KB5089573 für Windows 11 24H2 und 25H2. Der Clou: Ein sogenanntes „Low Latency Profile“ (LLP), das Desktop-Ruckler eliminieren soll. Die Funktion pusht die CPU bei Benutzerinteraktionen für ein bis drei Sekunden auf maximale Taktfrequenz.
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Die technischen Tests sprechen eine deutliche Sprache. Systemelemente wie das Startmenü, die Suchfunktion und das Benachrichtigungscenter reagieren demnach bis zu 70 Prozent schneller. Microsoft-Programme wie Edge, Outlook und der Datei-Explorer sollen sogar um bis zu 40 Prozent flotter starten. Das Ganze ist Teil des übergreifenden Projekts „Windows K2“, das bis 2027 kontinuierliche Leistungsverbesserungen liefern soll.
Doch das Update kann noch mehr. Der Task-Manager überwacht jetzt auch Neural Processing Units (NPUs) – ein klares Zeichen für die wachsende Bedeutung KI-fähiger Hardware. Hinzu kommen geteilter Audiostream für zwei Bluetooth-LE-Kopfhörer, Multi-Kamera-Support für Apps und verbesserte Zuverlässigkeit für USB4-Docks. Wer das Update jetzt manuell installiert, bekommt im regulären Patch-Zyklus Anfang Juni die finale Version.
Der Hardware-Kompass: Worauf es 2026 ankommt
Die aktuellen Hardware-Empfehlungen verschieben die Gewichte deutlich. Wer einen zukunftssicheren 1440p-Gaming-PC baut, sollte das Budget vor allem in die Grafikkarte stecken – sie wiegt inzwischen deutlich schwerer als der Prozessor. Empfohlen werden 12 bis 16 GB VRAM, um drei bis fünf Jahre ohne Upgrade auszukommen.
Beim Prozessor gilt ein Achtkerner als neue Basis für hochwertige Systeme. Der Arbeitsspeicher: 16 GB RAM sind das absolute Minimum, 32 GB DDR5 werden zunehmend zum Standard – sowohl für Gamer als auch für Produktivitätsanwender. Profis, die mit Photoshop oder Lightroom arbeiten, kommen laut Experten mit einem Intel Core i5-14600K samt integrierter Grafik aus – aber auch hier sind 32 GB Pflicht.
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Bei den Speichermedien dominieren inzwischen NVMe-SSDs. Die Mindestempfehlung liegt bei 1 TB Kapazität. Ältere SATA-SSDs taugen noch als Zweitspeicher, doch für die Systemperformance ist die direkte CPU-Anbindung von NVMe inzwischen unverzichtbar.
Preisschock bei RAM: KI-Boom treibt Kosten in die Höhe
Der PC-Markt kämpft derzeit mit massiven Preissteigerungen bei Speichermodulen. Je nach Technologie haben sich die RAM-Preise verzwei- bis verzehnfacht. Der Grund: Die enorme Nachfrage nach KI-Hardware wie HBM4 und GDDR7 veranlasst Hersteller, ihre Produktion von Standard-DRAM auf diese lukrativeren Bauteile umzustellen.
Die Folgen sind dramatisch. Einige Hersteller haben die Preise für High-End-Systeme um 33 bis 35 Prozent angehoben – vor allem, weil sie auf 64 GB RAM als neuen Standard setzen. Branchenkenner rechnen damit, dass die hohen Preise für Speicher und SSDs bis zum Ende des Jahrzehnts anhalten könnten.
Neue Hardware am Horizont: AMD, Intel und europäische Eigenentwicklungen
Die kommenden Wochen versprechen jede Menge Neuheiten. AMD want zur Computex am 2. Juni die Radeon RX 9070 GRE weltweit auf den Markt bringen – ausgestattet mit dem Navi-48-Chip und 12 GB GDDR6-Speicher.
Im Mobilsegment setzt HP beim neuen Omen 16 auf Intels Panther-Lake-Architektur (Core Ultra 300). Die Notebooks kommen mit bis zu 64 GB RAM und Nvidias GeForce-RTX-50-Serie.
Einen Meilenstein feierte Ende Mai die Europäische Prozessorinitiative: Der erste Rhea1-Prozessor wurde erfolgreich in einem Labor in Betrieb genommen. Der 80-Kern-ARM-Chip soll noch 2026 an das Jülich Supercomputing Centre ausgeliefert werden, um dort den Jupiter-Supercomputer anzutreiben – ein wichtiger Schritt für die europäische Halbleiterentwicklung.
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