Windows 11: Copilot dockt am Rand an, Administratoren können es entfernen
28.05.2026 - 21:20:50 | boerse-global.de
Windows 11 bekommt ein umfassendes Update für den KI-Assistenten Copilot. Nutzer können das Tool nun an den Bildschirmrand andocken, während Administratoren neue Wege zur Entfernung der Software erhalten.
Die Änderungen rollen seit Ende Mai 2026 schrittweise aus. Im Kern geht es um mehr Flexibilität: Copilot soll weniger stören, aber auch leichter entfernbar sein. Microsoft reagiert damit auf monatelange Kritik von Nutzern und Unternehmen.
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Neue Andockfunktion verändert den Desktop
Das Herzstück der Aktualisierung ist eine Docking-Funktion. Nutzer können Copilot jetzt wahlweise links oder rechts an den Bildschirmrand heften. Sobald die Seitenleiste angedockt ist, passen sich Desktop und geöffnete Anwendungen automatisch an – der Assistent überlappt keine Fenster mehr.
Drei Ansichten stehen zur Wahl: die klassische Seitenleiste, eine eigenständige App-Ansicht und ein Bild-im-Bild-Modus. Die technische Basis bildet weiterhin eine Edge-ähnliche Umgebung. Branchenbeobachter erinnert das Design an eine frühere Version aus dem Jahr 2024, die Microsoft damals durch eine Standalone-App ersetzt hatte.
Gruppenrichtlinie ermöglicht gezielte Entfernung
Parallel zu den optischen Anpassungen erhalten IT-Administratoren neue Werkzeuge. Eine Gruppenrichtlinie mit dem Namen „Remove Microsoft Copilot app“ wurde bereits im April 2026 ausgeliefert. Sie erlaubt es, die Anwendung über die administrativen Windows-AI-Vorlagen zu deinstallieren.
Allerdings gibt es Einschränkungen: Die Funktion steht nur für Windows 11 Pro und höhere Editionen zur Verfügung. Zudem muss die App manuell installiert worden sein und darf in den letzten 28 Tagen nicht genutzt worden sein. Technische Prüfer wiesen darauf hin, dass Hintergrundkomponenten wie Telemetrie und Edge-basierte KI-Elemente auf dem System verbleiben können.
Für Nutzer der Home-Edition oder für eine gründlichere Bereinigung empfehlen sich alternative Methoden über die Windows-Registry oder PowerShell-Befehle.
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Leistungsoptimierung für das Gesamtsystem
Das Update bringt auch technische Verbesserungen mit sich. Das optionale Update KB5089573 vom Mai 2026 führt ein „Low Latency Profile“ ein. Es soll die Reaktionsfähigkeit von Startmenü, Suche und Action Center steigern.
Der Mechanismus: Bei Interaktion mit diesen Elementen erhält der Prozessor für ein bis drei Sekunden einen kurzen Leistungsschub und läuft mit maximaler Frequenz. Erste Tests zeigen spürbare Verbesserungen bei der Bedienung der Systemflyouts. Der Haken: Die Optimierung konzentriert sich auf die Systemflüssigkeit, nicht auf die Geschwindigkeit von Anwendungsstarts. Zudem könnte sie die Akkulaufzeit tragbarer Geräte beeinträchtigen.
Die Funktion ist in den Builds 26100.8524 und 26200.8524 enthalten – das entspricht den Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2.
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