Vision, Apple

Vision Pro: Apple erhöht Einstiegspreis um 200 Dollar

26.06.2026 - 05:43:54 | boerse-global.de

Apple hebt Preise für Vision Pro, MacBooks und iPads an. Grund sind stark gestiegene Kosten für Speicherchips durch die KI-Nachfrage.

Apple erhöht Preise drastisch: KI-Boom treibt Speicherkosten
Vision - Apple Vision Pro Headset mit blauem Leuchten vor Finanzcharts mit steigenden Kursen. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Konzern reagiert auf explodierende Kosten für Speicherchips – ausgelöst durch den weltweiten KI-Boom.

Der Preis-Schock kam am Donnerstag: Apple hat die Preise für einen Großteil seiner Hardware-Produkte deutlich angehoben. Besonders hart trifft es das Vision Pro, dessen Einstiegspreis um 200 Dollar auf 3.699 Dollar steigt. Auch die Mac- und iPad-Reihen sind von den Erhöhungen betroffen. Grund sind die rasant gestiegenen Kosten für Speicher- und Arbeitsspeicher-Komponenten, die durch die hohe Nachfrage nach KI-fähiger Hardware ausgelöst wurden.

Vision Pro: Nischenprodukt wird noch teurer

Die Preiserhöhung für das Spatial Computer-Headset fällt besonders ins Gewicht. Die 512-GB-Version des Vision Pro kostet nun 3.899 Dollar, das 1-TB-Modell sogar 4.199 Dollar. Dabei hält das Gerät derzeit nur einen Marktanteil von rund fünf Prozent – weit abgeschlagen hinter der Meta Quest 3, die auf etwa 75 Prozent kommt. Die Komponentenkrise zwingt auch andere Hersteller wie Sony, Microsoft und Meta zu ähnlichen Anpassungen.

MacBooks und iPads: Deutliche Aufschläge

Die größte Preisspitze gab es beim MacBook Pro: Der Einstiegspreis stieg um 300 bis 400 Dollar auf nun 1.999 Dollar. Das MacBook Air kostet jetzt 1.299 Dollar, das günstigere MacBook Neo stieg von 599 auf 699 Dollar.

Auch die iPad-Reihe wurde kräftig verteuert:
- Das Standard-iPad kostet nun 449 Dollar (plus 100 Dollar)
- Das iPad Air stieg auf 749 Dollar
- Das iPad Pro verteuerte sich um 200 Dollar auf 1.199 Dollar

Zudem zogen die Preise für HomePod (349 Dollar) und Apple TV (199 Dollar) an.

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„RAMageddon“: Komponentenkrise trifft Apple hart

Apple-CEO Tim Cook bezeichnete die Preiserhöhungen als unvermeidbar. In seinen 40 Jahren in der Branche habe er noch nie erlebt, dass Komponentenpreise so schnell gestiegen seien. Die aktuelle Krise, die Branchenkenner bereits als „RAMageddon“ bezeichnen, wird vor allem durch den gigantischen Speicherbedarf moderner KI-Anwendungen angetrieben.

Verschont blieben zunächst die Preise für iPhone, Apple Watch und AirPods. Allerdings warnen Marktexperten, dass auch künftige Modelle wie das iPhone 18 von Anpassungen betroffen sein könnten, falls sich die Lage nicht entspannt.

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Börse reagiert mit Kursrutsch

Die Ankündigung der Preiserhöhungen ließ die Apple-Aktie um mehr als sechs Prozent einbrechen. Der Zeitpunkt ist brisant: Am 1. September übernimmt John Ternus den CEO-Posten von Tim Cook. Die Preispolitik wird eine seiner ersten großen Bewährungsproben.

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