VERTANICAL erhält FDA-Durchbruch für Cannabis-Therapie bei Rückenschmerzen
19.05.2026 - 07:47:00 | boerse-global.de
Neue Forschungsergebnisse und regulatorische Meilensteine dieser Woche ebnen den weg für biologische und minimalinvasive Verfahren. Im Fokus: eine Cannabis-Therapie gegen Rückenschmerzen und neue Erkenntnisse zur Früherkennung von Nervenleiden.
FDA-Durchbruch für deutsches Biotech-Unternehmen
Am 18. Mai 2026 erhielt die in Gräfelfing ansässige VERTANICAL den begehrten FDA-Breakthrough-Status für ihren Wirkstoffkandidaten VER-01. Dabei handelt es sich um einen Vollspektrum-Extrakt aus Cannabis sativa, der speziell gegen chronische Schmerzen im unteren Rücken entwickelt wurde.
Eine Phase-3-Studie, veröffentlicht im renommierten Fachjournal Nature Medicine, belegte signifikante Wirksamkeit bei gleichzeitig günstigem Sicherheitsprofil. Entscheidend: Die Forscher stellten kein Abhängigkeitsrisiko fest – ein zentrales Problem bei herkömmlichen Schmerzmitteln. Noch in diesem Jahr startet eine weitere Phase-3-Studie in den USA, um die formale Zulassung zu erreichen.
Während die Forschung an neuen Wirkstoffen wie VER-01 voranschreitet, können Patienten ihre Beschwerden bereits heute durch gezielte Bewegung lindern. Ein renommierter Orthopäde verrät 17 Übungen, die in nur 3 Minuten täglich spürbare Linderung bei Rückenschmerzen und Verspannungen bringen. 17 einfache Wunderübungen jetzt kostenlos herunterladen
Ultraschall gegen Bluthochdruck – Eingriff in unter einer Stunde
Parallel zu pharmazeutischen Innovationen rücken technologische Eingriffe ins Nervensystem in den Fokus. Die minimalinvasive renale Denervation (uRDN) per Ultraschall bietet eine neue Option für Patienten mit therapieresistentem Bluthochdruck. Das Verfahren ist sowohl CE-zertifiziert als auch FDA-zugelassen.
Dabei werden überaktive Nerven um die Nieren mittels eines Katheters durch die Oberschenkelarterie deaktiviert. Der Eingriff dauert weniger als eine Stunde, die Patienten können bereits nach zwei Tagen in den Alltag zurückkehren.
Stammzellen: Neue Hoffnung bei Rückenmarksverletzungen
In der regenerativen Medizin liefern experimentelle Stammzellstudien vielversprechende Ergebnisse. Japanischen Wissenschaftlern gelang es, einen Patienten mit Rückenmarksverletzung durch neurale Stammzellen wieder zum selbstständigen Stehen zu verhelfen. Die Forscher der Texas A&M University untersuchten zudem, wie diese Zellen mit motorischen Schaltkreisen interagieren.
„Die Behandlungen sind noch experimentell und kein Standard", betonen Experten. „Doch in Kombination mit Rehabilitation und Neuro-Implantaten könnten sie künftig eine tragende Säule der Therapie bilden."
Früherkennung: Warnsignale des Körpers verstehen
Am 20. Mai 2026 hält Oberarzt Martin Kleefisch vom St. Elisabeth-Krankenhaus in Meerbusch-Lank einen Vortrag zur Früherkennung von Rheuma. Bereits am 19. Mai veranstaltete das Schmerzzentrum am HOCH Health Ostschweiz in St. Gallen ein öffentliches Forum mit den Experten Dr. Andrea Berendes und Dr. Klaus Elbs.
Im Zentrum moderner Diagnostik steht das Konzept der zentralen Sensibilisierung: Das Nervensystem verharrt in permanenter Alarmbereitschaft, selbst wenn keine Gewebeschäden mehr vorliegen. Die Therapie zielt daher darauf ab, das Nervensystem „neu auszurichten" – nicht nur lokale Verletzungen zu behandeln.
Persönlichkeit als Risikofaktor für chronische Schmerzen
Eine Langzeitstudie der Johns Hopkins Medicine mit über 1.400 Erwachsenen zeigt: Alexithymie – die Unfähigkeit, eigene Gefühle zu erkennen oder zu beschreiben – erhöht nicht die physische Schmerzintensität, aber die psychische Belastung und Behinderung im Alltag erheblich. Experten fordern daher, psychologische Tests zur Emotionswahrnehmung als Standard in der Schmerzdiagnostik zu etablieren.
Lichttherapie und Bewegung gegen Ischias
Bei bestehenden Beschwerden wie Ischias oder unspezifischen Rückenschmerzen zeigt die moderne Rotlichttherapie (Wellenlängen 660 nm und 850 nm) messbare Erfolge. Die Behandlung reduziert Schmerzintensität und verbessert die Beweglichkeit – besonders in Kombination mit gezielten Übungen.
Albert Jakob, Physiotherapeut mit 43 Jahren Erfahrung, empfiehlt:
- Dehnübungen statt klassischer Sit-ups
- Täglichen „Cobra"-Beweglichkeitstest am Morgen
- Tiefe Atmung und ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt
Neben physiotherapeutischen Ansätzen und spezieller Lichttherapie ist der aktive Aufbau von Stützmuskulatur essenziell, um Volkskrankheiten und Schmerzen vorzubeugen. Ein Experte erklärt, wie Sie mit nur 6 einfachen Übungen zuhause gezielt gegen Muskelabbau und Rückenbeschwerden vorgehen können. 6 Krafttrainings-Übungen jetzt gratis als PDF sichern
Für Krafttraining eignet sich Ganzkörper-EMS. Die Sicherheitsregeln sind streng: In den ersten acht bis zehn Wochen maximal 20 Minuten einmal pro Woche unter qualifizierter Aufsicht. Bei akuten Bandscheibenvorfällen ist ärztliche Freigabe Pflicht.
Mitochondrien und Ernährung: Der unterschätzte Faktor
Ein Forscherteam um Dr. Mauro Corrado von der Universität Köln und dem CECAD-Exzellenzcluster veröffentlichte am 18. Mai 2026 in Nature Metabolism einen Zusammenhang zwischen mitochondrialen Lipiden und Entzündungen. Das Enzym Cardiolipin ist essenziell für die Energieproduktion regulatorischer T-Zellen im Darm. Fehlt es, kommt es zu Darmentzündungen – allerdings reversibel.
Konkrete Ernährungsempfehlungen
| Maßnahme | Empfehlung | Wirkung |
|---|---|---|
| Omega-3 | 1–3 g EPA/DHA täglich | Entzündungshemmung |
| Ballaststoffe | Mindestens 30 g täglich | Darmgesundheit |
| Rote-Bete-Saft | 70 ml täglich | Senkt systolischen Blutdruck um 4,5 mmHg in 12 Wochen |
| Vitamin D | Zielwert 80–100 ng/ml | Immunfunktion |
| Vitamin K2 | MK7 all-trans + Magnesium | Verhindert Gefäßverkalkung |
Dr. Matthias Riedl empfiehlt zudem Rucola, Auberginen und Walnüsse. Eine siebentägige Wasserfastenkur führt zu durchschnittlich 5,7 kg Gewichtsverlust – die Muskelmasse stabilisiert sich jedoch erst nach Wiederaufnahme der Nahrung. Intervallfasten zeigte in aktuellen Vergleichen keinen signifikanten Vorteil gegenüber einfacher Kalorienreduktion.
Ausblick: Immunzellen gegen chronische Entzündungen
Forscher des DZL Heidelberg und der Harvard Medical School veröffentlichten am 13. Mai 2026 in Science Translational Medicine eine Studie zur NK-Zell-Immuntherapie (Monalizumab). Obwohl die Studie auf Lungenfibrose abzielte, bietet der Mechanismus – die Reaktivierung körpereigener Immunzellen zur Gewebereparatur – eine Vorlage für die Behandlung anderer chronisch-entzündlicher Erkrankungen.
Der nächste öffentliche Termin für Patienten, die sich für natürliche Unterstützung interessieren, ist der 6. Juni 2026: Ein Workshop zum Einsatz von Wildkräutern wie Brennnessel und Giersch gegen Entzündungen.
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