Typ-2-Diabetes, Patienten

Typ-2-Diabetes: 60 Prozent der Patienten unterversorgt mit Vitamin D

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 12:55 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Forschung belegt: Viele Diabetiker leiden unter Vitamin-D-, Magnesium- oder Eisenmangel, oft ausgelöst durch Medikamente wie Metformin.

Typ-2-Diabetes: Studie zeigt häufige Mikronährstoffmängel auf
Typ-2-Diabetes - Nahaufnahme eines Blutzuckermessgeräts mit einem Tropfen Blut auf einem Teststreifen, umgeben von verschwommenen Nahrungsergänzungsmitteln. 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Studien zeigen: Ein großer Teil der Patienten leidet unter einem Mangel an Vitamin D, Magnesium oder Eisen. Ursache sind oft die Medikamente selbst.

Vitamin-D-Mangel bei 60 Prozent der Betroffenen

Eine Metaanalyse im Fachjournal BMJ Nutrition Prevention & Health belegt das Ausmaß der Unterversorgung. 45 Prozent der Typ-2-Diabetiker haben einen Mangel an mindestens einem kritischen Mikronährstoff. Besonders gravierend ist die Lage bei Vitamin D: Hier sind 60,5 Prozent der Patienten unterversorgt. Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung liegt die Quote bei über 50 Prozent.

Doch nicht nur Vitamin D fehlt. Die Analyse beziffert den Magnesium-Mangel auf 42 Prozent, den Eisen-Mangel auf 28 Prozent. Diese Defizite sind gefährlich – sie beeinflussen den Energiestoffwechsel und die Insulinsensitivität.

Metformin hemmt Vitamin B12

Warum sind Diabetiker besonders betroffen? Ein wesentlicher Grund liegt in der Medikation. Der Standardwirkstoff Metformin hemmt die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm. Bei langfristiger Therapie droht ein klinisch relevanter Mangel. Fachleute fordern daher regelmäßige Laborkontrollen.

Parallel dazu diskutieren Forscher wie Marc Donath vom Kantonsspital Baden einen Perspektivenwechsel. Seine Untersuchung interpretiert Typ-2-Diabetes als Schutzmechanismus des Körpers gegen Nährstoffüberlastung. Moderne Wirkstoffklassen wie SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Agonisten unterstützen demnach natürliche Schutzfunktionen. Ältere Therapien könnten dagegen zusätzlichen metabolischen Stress erzeugen.

Diabetes erhöht Infektionsrisiko drastisch

Die Bedeutung stabiler Stoffwechselwerte zeigt eine Studie im Deutschen Ärzteblatt. Demnach erhöht Diabetes das Risiko für eine Diphtherie-Infektion um das 18,13-Fache. Die Daten umfassen Fälle zwischen 2017 und 2022.

Anzeige

60 Prozent der Typ-2-Diabetiker haben einen Vitamin-D-Mangel – oft unbemerkt. Dabei lässt sich der Mangel mit einfachen Mitteln beheben. Unser Report zeigt, wie Sie Ihren Mikronährstoffstatus verbessern und Ihr Diabetesrisiko senken. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Es gibt aber auch positive Nachrichten: Neue NIH-Daten belegen einen neuroprotektiven Effekt moderner Diabetes-Medikamente. SGLT2-Inhibitoren senkten das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent.

Süßstoffe als Risikofaktor

Ein Review der Tufts University – basierend auf 21 randomisierten Studien – warnt vor Süßstoffen. Substanzen wie Aspartam oder Sucralose verändern das Darmmikrobiom. Paradoxerweise können sie Nüchterninsulin und den HbA1c-Wert erhöhen.

Markt reagiert auf steigenden Bedarf

Die Wirtschaft reagiert. Biogena plant einen Börsengang an der Wiener Börse. Die Schwabe-Gruppe übernahm den Anbieter Hydraid. Auch Einzelhändler wie dm erweitern ihr Sortiment an Nahrungsergänzungsmitteln.

Experten empfehlen zur Vorbeugung eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Sonnenlicht und regelmäßige Laborkontrollen. Der Lebensstil macht laut einer Analyse der UK Biobank (332.251 Teilnehmer) etwa 55 Prozent des Diabetesrisikos aus, genetische Faktoren 45 Prozent.

Anzeige

Metformin hemmt die Vitamin-B12-Aufnahme – ein Risiko, das viele Diabetiker übersehen. Wer langfristig Metformin nimmt, sollte regelmäßig seine B12-Werte checken lassen. Unser Report liefert die wichtigsten Laborwerte und natürliche Gegenmaßnahmen. Report mit B12-Checkliste sichern

PCOS bekommt neuen Namen

Im Bereich Frauengesundheit gibt es eine relevante Änderung: Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) heißt nun Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS). Grund ist die enge Verbindung zum Stoffwechsel. Bei 85 Prozent der betroffenen Frauen liegt eine Insulinresistenz vor – das Risiko für Typ-2-Diabetes steigt massiv.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69731106 |