Tomatenmark, Studie

Tomatenmark: Studie belegt Gedächtnis-Verbesserung um 8 Punkte

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 15:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine kleine, offene Studie verknüpft drei Monate Tomatenmark mit besseren kognitiven Messwerten, betont aber methodische Grenzen.

Tomatenmark-Studie zeigt mögliche Effekte auf Gedächtnis und Tempo
Frische rote Tomaten auf einem rustikalen Holztisch in hellem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Wissenschaftliche Untersuchungen der Universitat de Barcelona und des Forschungszentrums CIBEROBN liefern Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Tomatenmark und der Verbesserung kognitiver Funktionen.

In einer im Fachjournal „Antioxidants“ veröffentlichten Crossover-Studie unter der Leitung von Ricardo Lopez-Solis wurden die Auswirkungen einer lycopinreichen Ernährung auf das Gedächtnis und die Verarbeitungsgeschwindigkeit bei gesunden Erwachsenen analysiert.

Methodik und kognitive Messwerte

An der Untersuchung nahmen 47 gesunde Erwachsene im Alter zwischen 40 und 55 Jahren teil, von denen 42 die Studie vollständig abschlossen. Das Studiendesign sah vor, dass die Probanden über einen Zeitraum von drei Monaten täglich Tomatenmark in einer Dosierung von 0,5 g pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nahmen.

Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 70 kg entsprach dies einer Tagesdosis von 35 g. Dieser Interventionsphase stand eine lycopinarme Ernährung gegenüber, gefolgt von einer einmonatigen sogenannten Washout-Phase zur Neutralisierung der Effekte.

Die Auswertung der kognitiven Tests ergab deutliche Veränderungen in verschiedenen Leistungsbereichen. So verzeichneten die Forscher bei der selektiven Aufmerksamkeit eine Steigerung um +7,2 Punkte. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit verbesserte sich um +8,3 Punkte, während beim assoziativen Gedächtnis ein Zuwachs von +0,8 Punkten gemessen wurde.

Wie aus Berichten vom 10. September 2026 hervorgeht, zeigten die Teilnehmer zudem optimierte Ergebnisse in den Bereichen Konzentration und Denkgeschwindigkeit sowie in einem speziellen Test zur Zuordnung von Gesichtern und Namen.

Anzeige

Wer sich mit der Stärkung seiner kognitiven Funktionen befasst, findet in diesem kostenlosen Ratgeber elf praktische Übungen, um die geistige Fitness im Alltag nachhaltig zu unterstützen. 11 praktische Gehirn-Jogging-Übungen kostenlos herunterladen

Neurologische Beobachtungen und Wirkmechanismen

Parallel zu den kognitiven Tests wurden biologische Parameter erhoben. Dabei wurde ein signifikanter Anstieg des Lycopinspiegels im Blut festgestellt.

Zudem wiesen die Forscher leicht erhöhte Werte des Proteins BDNF (Brain-derived neurotrophic factor) nach, das eine zentrale Rolle beim Schutz und der Entwicklung von Nervenzellen spielt. Der beobachtete Effekt wird primär auf den Inhaltsstoff Lycopin zurückgeführt, da dieser in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.

In einer Teilgruppe von 14 Personen wurden zudem funktionelle Magnetresonanztomografien (fMRT) durchgeführt. Diese bildgebenden Verfahren zeigten bei Probanden mit hohen Lycopinspiegeln eine reduzierte Konnektivität innerhalb frontoparietaler und auditiver Netzwerke.

Ein weiterer Aspekt der Untersuchung betrifft die Bioverfügbarkeit: Den Ergebnissen zufolge erleichtert das Erhitzen von Tomaten die Aufnahme von Lycopin durch den menschlichen Organismus erheblich.

Anzeige

Neben einer gezielten Ernährung spielt auch das Training der mentalen Leistungsfähigkeit eine entscheidende Rolle für den Erhalt der Konzentration bis ins hohe Alter. Kostenlosen Ratgeber mit 7 Geheimnissen mentaler Fitness sichern

Wissenschaftliche Einordnung und Limitationen

Trotz der gemessenen Verbesserungen weisen Fachleute auf die Grenzen der Aussagekraft hin. Ein Fachmediziner ordnete die Ergebnisse in einem Bericht vom 11. September 2026 dahingehend ein, dass die Studie keinen definitiven Beweis dafür liefere, dass der Konsum von Tomatenmark die allgemeine Intelligenz steigere.

Zudem wurden innerhalb der Forschungsarbeit methodische Einschränkungen benannt. Die Studie war ungeblindet, was bedeutet, dass sowohl Teilnehmer als auch Forscher über die jeweilige Intervention informiert waren.

Darüber hinaus wird die Stichprobengröße als klein und statistisch unterpowert bewertet, was die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse einschränkt. Weitere Untersuchungen mit größeren Teilnehmerzahlen wären notwendig, um die beobachteten Tendenzen zur kognitiven Stärkung durch Lycopin zu validieren.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70087867 |