SoftBank, OpenAI

SoftBank und OpenAI: KI-Cybersecurity für 3.000 japanische Unternehmen

16.06.2026 - 22:55:25 | boerse-global.de

SoftBank stellt KI-gestützte Cybersicherheitslösung vor. Ziel ist der Schutz von rund 3.000 Unternehmen der kritischen Infrastruktur Japans.

SoftBank und OpenAI: Neue KI-Abwehr für Japans kritische Infrastruktur
SoftBank - A glowing, abstract neural network pattern overlaid on a subtle map of Japan, representing AI cybersecurity protecting national infrastructure. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der japanische Tech-Konzern will mit OpenAI die nationale Cybersicherheit revolutionieren.

Der japanische Mischkonzern SoftBank Group hat am heutigen Dienstag eine KI-gestützte Cybersicherheitslösung vorgestellt. Das Angebot namens "Patching as a Service" richtet sich gezielt gegen die wachsende Bedrohung durch hochentwickelte, KI-basierte Angriffe auf kritische Infrastrukturen.

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Schutz für rund 3.000 Unternehmen

Die neue Dienstleistung wird über das Gemeinschaftsunternehmen SB OAI Japan GK angeboten – ein 50:50-Joint-Venture zwischen SoftBank und OpenAI, das im November 2025 gegründet wurde. Das System analysiert Sicherheitslücken und schlägt Gegenmaßnahmen vor. Es installiert Patches jedoch nicht automatisch.

Im Fokus stehen rund 3.000 Unternehmen, die für Japans essentielle Dienste verantwortlich sind – darunter Stromversorger, Flughäfen und Verkehrsnetze. Eine erste Testphase läuft bereits bei etwa 100 Firmen, vor allem aus der Telekommunikations- und Finanzbranche.

Son spricht von einer Krise

SoftBank-Chef Masayoshi Son zeigte sich alarmiert: Er bezeichnete Japans aktuelle Bedrohungslage als Krise. Die Gefahr durch KI-gestützte Attacken verglich er mit einer modernen Version der "Schwarzen Schiffe" – jener US-Kriegsschiffe, die Mitte des 19. Jahrhunderts Japan zur Öffnung zwangen. Seine Botschaft: Nur modernste KI könne als Abwehrwaffe gegen die zunehmende Bedrohung dienen.

OpenAI-CEO Sam Altman schaltete sich per Video zu und betonte, dass KI die Cybersicherheitslandschaft fundamental verändere. Das System basiert auf der OpenAI Codex Security-Plattform, die im März 2026 veröffentlicht wurde.

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Massive Investitionen geplant

Die Präsentation in Tokio folgt auf erfolgreiche interne Tests bei SoftBank Corp. Den Teilnehmern wurden kostenlose Sicherheitsdiagnosen angeboten.

SoftBank hat seine finanziellen Verpflichtungen gegenüber OpenAI massiv ausgeweitet. Die kumulierten Investitionen sollen bis Ende 2026 rund 64,6 Milliarden Euro erreichen. Aktuell beschäftigt SoftBank 50 Spezialisten für die Sicherheitslösung – geplant ist eine Aufstockung auf rund 1.000 Mitarbeiter.

Die konkreten Preise für "Patching as a Service" blieben bei der Vorstellung offen. Klar ist jedoch: Das Angebot ist ein zentraler Baustein von SoftBanks Strategie, japanischen Unternehmen und Behörden souveräne KI-Fähigkeiten bereitzustellen.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Erst vergangene Woche hatte die US-Regierung den Zugang zu konkurrierenden KI-Modellen von Anthropic (Fable 5 und Mythos 5) aus Sicherheitsbedenken eingeschränkt.

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