Seniorensport: 150 Minuten wöchentlich schützen vor Stürzen
10.06.2026 - 06:55:08 | boerse-global.de
Die Angebote reichen von Sturzprävention bis zu kostenlosem Outdoor-Training.
Wissenschaftliche Empfehlungen für die Altersgruppe 65 plus
Die Grundlage für viele Programme liefern aktuelle Gesundheitsleitlinien. Erwachsenen ab 65 Jahren empfehlen Fachleute wöchentlich 150 bis 300 Minuten Ausdauertraining mit mittlerer Intensität. Alternativ sind 75 bis 150 Minuten bei hoher Intensität möglich.
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Zusätzlich braucht es muskelkräftigende Übungen an mindestens zwei Tagen pro Woche. Wer mehr als 300 Minuten aktiv ist, erzielt einen zusätzlichen Nutzen. Diese Richtlinien dienen als Orientierung für kommunale Sportangebote und Volkshochschulkurse.
Sturzprävention und Koordination im Fokus
Ein zentrales Thema der Seniorenfitness ist die Unfallvermeidung im Alltag. Das Programm „Standfest und stabil“ setzt hier gezielt an. In Riedstadt startet Ende Juni ein Kurs mit zwölf Einheiten à 60 Minuten. Das Training erhöht die Bewegungssicherheit – viele Krankenkassen unterstützen solche Maßnahmen finanziell.
Auch die Niederlande haben spezialisierte Formate. In Veldhoven laufen seit Anfang Juni Kurse für Stuhlyoga und allgemeinen Seniorensport. Diese richten sich an Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder an jene, die sanft einsteigen wollen.
Kostenlose Outdoor-Angebote senken die Hemmschwelle
Um den Einstieg zu erleichtern, setzen viele Regionen auf kostenfreie Angebote im öffentlichen Raum.
Österreich: Das Programm „Bewegt im Park“ feiert 2026 sein zehnjähriges Jubiläum. Von Juni bis September stehen bundesweit 713 Kurse zur Verfügung – 59 davon in Kärnten. Die Sozialversicherung und das Sportministerium finanzieren das Angebot. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Regensburg: Mit „Regensburg goes FIT“ bietet die Stadt bis Ende Juli Training auf Freiluft-Sportanlagen an, inklusive Yoga-Kursen.
Kassel: Die Fitnessaktion „06Dreissig“ gibt es seit 2016. Sie bietet 30-minütiges Tabata-Training im Freien an verschiedenen Standorten.
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Sport als Mittel zur sozialen Integration
Bewegung hilft auch in schwierigen Lebenssituationen. In Hürth veranstaltet die Stadt am 24. Juni ein Sommerfest für pflegende Angehörige. Rehasport, Eurhythmie und Erlebnistänze stehen im Mittelpunkt – der therapeutische Ansatz geht hier über die reine Fitness hinaus.
Die Volkshochschulen erweitern ebenfalls ihr Angebot. In Rheine starten ab Mitte Juni Präsenzkurse mit klassischer Gymnastik, Qigong, Meditation und Zumba. In Stadtroda beginnen zeitgleich Kurse für die Altersgruppe 55 plus mit Rückenpilates und Seniorentraining. Ergänzt wird das Programm durch die Sportnacht in Heppenheim im August – mit Wassergymnastik und funktionellem Training.
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