Therapieresistente, Depression

Therapieresistente Depression: Charité startet DHEA-Studie mit 2,3 Millionen Euro

10.06.2026 - 06:55:08 | boerse-global.de

Regelmäßiges Radfahren verbessert Stimmung und Denkfähigkeit. Neue Therapieansätze bei Depressionen zeigen vielversprechende Ergebnisse.

Radfahren stärkt Psyche und Gehirn: Neue Studien belegen positive Effekte
Therapieresistente - Eine Person fährt auf einem malerischen Weg im Freien Fahrrad, Sonnenlicht fällt durch Bäume, was Freude und Freiheit vermittelt. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Regelmäßiges Radfahren verbessert Stimmung, Denkfähigkeit und soziale Kontakte – das zeigt ein aktueller Forschungsüberblick.

Wissenschaftler analysierten 87 Studien aus 19 Ländern. Ihr Fazit: Entscheidend ist nicht die Intensität, sondern die Regelmäßigkeit der Bewegung. Besonders effektiv sind mehrmalige Fahrten im Freien, aber auch E-Bikes entfalten positive Wirkung.

Bewegung schützt auch im Alter

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Eine Langzeitstudie mit älteren Chinesen bestätigt den Effekt: Wer aktiv bleibt oder sein Aktivitätsniveau steigert, senkt das Risiko für depressive Symptome erheblich. Wer dagegen immer weniger macht, hat ein höheres Depressionsrisiko.

Der Trend zu mehr Bewegung zeigt sich auch bei Kindern. In der Stadt Uster wuchs das freiwillige Schulsportangebot von 10 Kursen (2016) auf 83 Kurse in 32 Sportarten. Der Mädchenanteil stieg von 37 auf 48 Prozent.

Früherkennung: Risiken schon bei jungen Erwachsenen

Die Leipziger Universität untersuchte rund 150.000 Teilnehmer der NAKO-Gesundheitsstudie. Ergebnis: Ein hoher Demenzrisiko-Score korreliert bereits bei 20- bis 39-Jährigen mit schlechterer kognitiver Leistung. Während bei Älteren Herz-Kreislauf-Risiken dominieren, sind es bei Jüngeren vor allem Rauchen und Bewegungsmangel.

Seit Januar 2026 ist E-Sport in Deutschland als gemeinnützig anerkannt. Doch die Schattenseiten sind deutlich: Über 80 Prozent der Profispieler klagen über starke mentale Erschöpfung bei bis zu 70 Stunden Training pro Woche. Die DAK-Gesundheit bietet daher seit Frühjahr 2025 ein Vorsorgepaket mit Mediensuchtscreening und Depressionsfrüherkennung für Kinder und Jugendliche an.

Neue Hoffnung bei therapieresistenter Depression

Für Patienten, die auf herkömmliche Antidepressiva nicht ansprechen, zeichnen sich mehrere vielversprechende Ansätze ab:

Hormonelle Unterstützung: Die Charité Berlin startete im Juni 2026 eine großangelegte Studie zum Hormon DHEA als Zusatztherapie. Die DFG fördert das Projekt mit 2,3 Millionen Euro über neun Zentren.

Immunologische Ansätze: Forscher der University of Bristol testeten das Rheumamittel Tocilizumab. Bei Patienten mit erhöhten Entzündungswerten und therapieresistenter Depression lag die Remissionsrate bei 54 Prozent – gegenüber 31 Prozent in der Kontrollgruppe.

Psychedelika im Klinikalltag: Eine Schweizer Studie mit 19 Patienten bestätigte die Wirksamkeit von Psilocybin. Die Ergebnisse im Lancet zeigen eine signifikante Reduktion depressiver Symptome bereits nach der ersten Anwendung.

Optimierte Hirnstimulation: Eine Metaanalyse zur beschleunigten transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) identifizierte optimale Parameter: Mehr als 20 Gesamtsitzungen und mindestens 50 Minuten Abstand zwischen den Sitzungen verbessern die Ansprechraten bei schwerer Depression.

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Ernährung als Therapiebaustein

Eine Pilotstudie der Stanford University untersuchte die ketogene Diät bei schweren psychischen Erkrankungen. Nach vier Monaten besserten sich die Symptome bei Schizophrenie-Patienten um 32 Prozent. Bei bipolaren Störungen zeigten 69 Prozent signifikante Verbesserungen – besonders erfolgreich war die Diät bei konsequenter Einhaltung.

Auch unkonventionelle Methoden wie Jonglieren werden diskutiert – es soll exekutive Funktionen und Neuroplastizität fördern. Forscher des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik warnen jedoch: Alltägliches Musikhören zeigt keinen messbaren Effekt auf die psychische Gesundheit. Strukturierte Musiktherapie dagegen schon.

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