Schlafmangel: Zu wenig Schlaf schädigt Gehirngefäße dauerhaft
10.06.2026 - 11:03:09 | boerse-global.de
Das zeigt eine Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Juni 2026. Besonders häufig sind Durchschlafstörungen: 32 Prozent der Betroffenen wachen nachts auf. Einschlafstörungen plagen 16 Prozent, kombinierte Probleme 13 Prozent. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Die Hauptursachen? Stress, digitale Reizüberflutung und veränderte Lebensgewohnheiten. Auch die Zeitumstellung macht vielen zu schaffen: Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit ergab, dass 31 Prozent der Deutschen gesundheitliche oder psychische Probleme dadurch haben. 65 Prozent von ihnen nennen Schlafstörungen als konkrete Beschwerde.
Kurzer Schlaf schadet dem Gehirn
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Eine aktuelle Studie zeigt: Wer zu wenig schläft, riskiert Gefäßschäden im Gehirn. Die am 8. Juni in der Fachzeitschrift „Alzheimer’s & Dementia“ veröffentlichte Untersuchung wertete Daten von 23.377 Teilnehmern der UK Biobank aus.
Das Ergebnis: Eine Schlafdauer unter sechs Stunden, häufige Nickerchen und ausgeprägte Schlaflosigkeit hängen mit mehr „White Matter Hyperintensities“ (WMH) zusammen. Diese Veränderungen deuten auf kleine Gefäßschäden hin – und erhöhen das Risiko für vaskuläre Demenz. Der Zusammenhang besteht unabhängig von Blutdruck, BMI oder Bewegung.
Auch Kinder schlafen schlecht
Die Probleme beginnen früh. Der DAK-Präventionsradar für das Schuljahr 2023/2024 untersuchte rund 23.000 Schüler der Klassen 5 bis 10. Ergebnis: 37 Prozent schlafen schlecht. 55 Prozent fühlen sich erschöpft.
Neben Krisenängsten spielt Medienkonsum eine große Rolle. Eine Befragung von über 4.000 Lehrkräften vom Juni 2026 bestätigt: Basiskompetenzen und Konzentrationsfähigkeit nehmen ab. Die Ursachen: gestiegener Medienkonsum und verkürzte Aufmerksamkeitsspannen.
Psychische Erkrankungen belasten die Wirtschaft
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Die gesundheitlichen Folgen zeigen sich auf dem Arbeitsmarkt. Die DAK-Gesundheit verzeichnete für das erste Halbjahr 2024 einen Anstieg der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen um 14,3 Prozent. Bei Frauen lag der Anteil dieser Erkrankungen am Gesamtkrankenstand bei 21 Prozent, bei Männern bei 14,5 Prozent.
Auch die Berufsunfähigkeitsversicherung spürt den Trend. Die BU-Leistungspraxisstudie 2026 untersuchte über 36.000 Leistungsfälle aus dem Jahr 2024. Psychische Erkrankungen waren mit 28,35 Prozent der häufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit.
Aktuelle RKI-Erhebungen vom Juni 2026 zeigen zudem: Nur 38,4 Prozent der Erwachsenen sind ausreichend mit Vitamin D versorgt. Die meisten erreichen nicht die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Experten der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin warnen: Ein Großteil der Krankheiten in Deutschland ist auf Zivilisationserscheinungen zurückzuführen.
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