REM-Schlaf, Stunden

REM-Schlaf: Zwei Stunden Mangel senken Leistung um 60 Prozent

03.06.2026 - 19:30:20 | boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt: Schlafdefizite und Stress beeinträchtigen Gehirnleistung massiv. Experten warnen vor Klimafolgen und Risiken für junge Erwachsene.

Boeing Aktie: Rüstungsorders im Fokus - Bild: über boerse-global.de
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Das belegen aktuelle Forschungen aus dem Frühjahr 2026. Die REM-Phase (Rapid Eye Movement) gilt als entscheidend für die Informationsverarbeitung und psychische Regeneration. Schon geringe Defizite haben erhebliche Auswirkungen auf die geistige Fitness.

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Stress blockiert die Gedächtnisbildung

Die Universität Hamburg veröffentlichte am 1. Juni eine Studie in Science Advances. Demnach behindert akuter Stress die Integration von Informationen im Hippocampus. Das stört die Gedächtnisbildung massiv. Chronischer Schlafmangel unter sechs Stunden pro Nacht treibt zudem Entzündungsmarker wie NF-?B in die Höhe.

„One Sleep Health": Klimawandel raubt uns den Schlaf

Das Forschungszentrum Jülich stellte am 2. Juni im Journal Cell Reports Medicine ein neues Konzept vor: „One Sleep Health". Es verknüpft die Schlafqualität mit ökologischen und gesellschaftlichen Faktoren. Die Warnung der Forscher ist deutlich: Steigende Nachttemperaturen könnten bis 2100 zu einem jährlichen Schlafverlust von 50 bis 58 Stunden pro Person führen.

Die ökonomischen Folgen sind bereits heute messbar. In fünf führenden Industrieländern beträgt der jährliche Wirtschaftsschaden bis zu 680 Milliarden US-Dollar. Weltweit leidet etwa ein Drittel der Bevölkerung unter Schlafproblemen. Für die betriebliche Gesundheitsvorsorge wird das Thema damit immer relevanter.

Vorsicht bei Schlafmitteln und Schichtarbeit

Eine Studie der australischen Flinders University warnt vor niedrig dosiertem Quetiapin (50 mg) gegen Schlafstörungen. Das Mittel verbessert zwar subjektiv die Schlafqualität bei Patienten mit Schlafapnoe. Es beeinträchtigt jedoch die Aufmerksamkeit und Fahrtüchtigkeit am Folgetag erheblich. Besonders tückisch: Die Betroffenen fühlen sich erholt, obwohl ihre Leistungsfähigkeit objektiv gemindert ist.

Für Schichtarbeiter haben Forscher in Singapur alarmierende Befunde. Eine Auswertung von über 14.000 MRT-Scans zeigte einen Volumenverlust in Hirnarealen wie dem rechten Thalamus und der linken Amygdala. Die gute Nachricht: Nach Beendigung der Schichtarbeit sind die Veränderungen innerhalb von etwa zweieinhalb Jahren teilweise reversibel.

Demenzrisiko bereits bei jungen Erwachsenen messbar

Die NAKO-Gesundheitsstudie mit rund 150.000 Teilnehmern liefert erschreckende Daten. Ausgewertet von der Universität Leipzig zeigen sie: Risikofaktoren für Demenz wie Bewegungsmangel, Rauchen oder Depressionen sind bereits bei den 20- bis 39-Jährigen messbar. In Deutschland leben derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Experten gehen davon aus, dass über ein Drittel dieser Fälle durch Prävention vermeidbar wäre.

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Die Texas A&M University forscht an neuen Behandlungswegen. Ein Nasenspray mit extrazellulären Vesikeln reduzierte in Tierversuchen neuroinflammatorische Prozesse und verbesserte Gedächtnisleistungen. Ein US-Patent ist bereits angemeldet. Studien zur Übertragbarkeit auf den Menschen stehen noch aus.

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