Muskelschwund im Alter: 1 Gramm Protein täglich bremst Abbau
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 00:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bis zu ein Drittel der Muskelmasse verlieren Menschen im Laufe des Alterns. Die Folge: weniger Mobilität, höheres Sturzrisiko. Doch gegen diesen Prozess lässt sich etwas tun.
Proteine und Krafttraining als Schlüssel
Regelmäßiges Krafttraining, Alltagsbewegung und eine angepasste Ernährung bremsen den Muskelschwund. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Menschen ab 65 Jahren mindestens ein Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich.
Wichtig: Die Proteinaufnahme über den Tag verteilen. So unterstützt der Körper die Muskel-Synthese optimal. Reicht die normale Nahrung nicht aus, helfen Proteinpulver als Ergänzung. Wer Nierenprobleme hat, sollte vor einer erhöhten Eiweißzufuhr ärztlichen Rat einholen.
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Der „Dead Hang“ – freies Hängen an einer Stange – zeigt Ihre Griffkraft und Stabilität. Für Über-50-Jährige gelten 10 bis 20 Sekunden als Basiswert. Wer über 45 Sekunden schafft, ist fit.
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Eine zwölfminütige Morgenroutine für Menschen ab 50 wurde Ende Juli in Fachpublikationen vorgestellt. Übungen wie Sit-to-Stand, Wand-Liegestütze und Widerstandsband-Training sichern die Alltagskraft. Weitere Tests: tiefe Kniebeugen oder Einbeinstand für die Hüftbeweglichkeit ab 55. Bei Defiziten helfen gezieltes Training, Schwimmen oder Radfahren.
Hoffnung aus dem Labor: Liponsäure-Trisulfid
Die Forschung sucht nach molekularen Ursachen für nachlassenden Muskelaufbau. Forscher der Kyushu University um Ryuichi Tatsumi veröffentlichten im Juli eine Studie in „Scientific Reports“.
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Der hepatozytäre Wachstumsfaktor (HGF) aktiviert Muskelstammzellen und ist für die Regeneration zuständig. Im Alter wird HGF zunehmend nitriert – die Bindung an c-Met-Rezeptoren blockiert, die Regeneration stockt.
Das Team identifizierte Liponsäure-Trisulfid (LASSS) als Gegenmaßnahme. Im Labor verhinderte LASSS die Nitrierung von HGF und verdoppelte die Bindungsfähigkeit an die Rezeptoren. Auch bei Mäusen mit Muskelatrophie durch Inaktivität reduzierte LASSS die schädliche Nitrierung. Die Ergebnisse sind vielversprechend, benötigen aber weitere klinische Tests.
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