Muskelkraft senkt Sterberisiko um 12 Prozent: Studie mit 5.472 Frauen
23.06.2026 - 01:00:34 | boerse-global.de
Eine aktuelle Studie zeigt: Wer im Alter kräftig bleibt, senkt sein Sterberisiko deutlich.
Krafttraining senkt Sterberisiko um 12 Prozent
Die Fachzeitschrift JAMA Network Open veröffentlichte im Juni 2026 eine Studie mit 5.472 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren. Ergebnis: Höhere Muskelkraft korreliert mit einem um 12 Prozent geringeren Sterberisiko. Gemessen wurde die Handgriffkraft. Bemerkenswert: Der Effekt trat unabhängig von zusätzlicher Ausdaueraktivität auf.
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Experten empfehlen daher gezieltes Beintraining. Beinheben, Mini-Squats oder Fersenheben – zwei- bis dreimal pro Woche. Schon ab 50 Jahren lohnt sich der Einstieg. Das stärkt die Kniegelenke und verbessert das Gleichgewicht.
7.000 Schritte reichen – der 10.000er-Mythos fällt
Lange galt die 10.000-Schritte-Marke als Goldstandard. Doch die ist veraltet. Der weltweite Tagesdurchschnitt liegt bei 5.000 Schritten – rund 3,5 Kilometer. Aktuelle Daten zeigen: Bereits 7.000 Schritte – etwa fünf Kilometer – bringen signifikante Gesundheitsvorteile.
Unsere Vorfahren legten zwar täglich acht bis zehn Kilometer zurück. Für die heutige Prävention im Alter gilt aber: 7.000 Schritte sind realistisch und effektiv.
Moderne Hilfsmittel und High-Tech-Diagnostik
Wer schon eingeschränkt ist, braucht die richtige Technik. Reha-Fachberater Dubravko Kolinger betont die Bedeutung moderner Rollatoren. Sie verhindern Stürze und sichern die Unabhängigkeit. Entscheidend ist die Auswahl des passenden Modells.
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Parallel dazu setzen spezialisierte Kliniken auf High-Tech-Check-ups. In Berlin etwa leitet Dr. Jan Hennings sechsstündige Untersuchungen. Die Analyse von über 230 Biomarkern, KI-gestützte Beweglichkeitsanalysen, 3D-Körperscans und Kraftmessungen gehören dazu. Ziel: Funktionelle Defizite erkennen, bevor sie zu dauerhaften Einschränkungen werden.
Früherkennung als Schlüssel
Die BAGSO Service Gesellschaft startete im Juni 2026 ein Projekt zur Vorsorge für gesundes Altern. Eine neue Broschüre hilft Senioren, Früherkennungsangebote besser zu nutzen. Ein Workshop in Köln Anfang Juli soll das Thema weiter vertiefen und Akteure in der Seniorenarbeit sensibilisieren.
