Muskelabbau, Frauen

Muskelabbau bei Frauen: Mitte 40 ist der kritische Punkt

06.06.2026 - 16:10:47 | boerse-global.de

Studie zeigt: Frauen verlieren ab Mitte 40 stärker Muskelmasse als Männer. Gezieltes Krafttraining kann den Prozess verlangsamen.

Altersbedingte Fitness: Geschlechterunterschiede ab 40 im Fokus
Muskelabbau - Eine vielfältige Gruppe von Männern und Frauen über 40 führt Hüftmobilitätsübungen in einem hellen Studio aus. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab dem 40. Lebensjahr stellen Ärzte und Sportmediziner deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede fest. Besonders Frauen müssen frühzeitig gegensteuern.

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Frauen sind flexibler – aber nicht aus den richtigen Gründen

Untersuchungen der ETH Zürich zeigen: Frauen sind im Schnitt 5 bis 15 Prozent beweglicher als Männer. Der Grund liegt in den Hormonen. Während Testosteron die Gelenke eher versteift, sorgt Östrogen für mehr Laxität – also Nachgiebigkeit.

Das klingt positiv, hat aber eine Kehrseite. Viele Männer vernachlässigen Dehnübungen zugunsten von Krafttraining. Die Folge: eingeschränkte Beweglichkeit. Um die tiefen Muskelfasern zu erreichen, empfehlen Experten zwei bis vier Minuten Dehndauer pro Gelenk. Noch effektiver: Training über den vollen Bewegungsumfang – sogenanntes Full Range of Motion.

Der Muskelabbau bei Frauen ab Mitte 40

Ein kritischer Punkt liegt laut Sportmedizinerin Nora Wieloch in der Mitte des vierten Lebensjahrzehnts. „Die Muskelmasse kann bei Frauen ab Mitte 40 drastisch abnehmen", warnt die leitende Ärztin für Sportmedizin. Bei Männern bleibt die Muskulatur im mittleren Alter dagegen oft stabiler.

Muskelaufbau ist auch im höheren Alter möglich – das betonen alle Experten. Entscheidend ist jedoch, frühzeitig mit Krafttraining zu beginnen. Nur so lassen sich Reserven für spätere Jahre aufbauen. Der altersbedingte Verlust lässt sich durch gezielte Reize verlangsamen oder sogar kompensieren.

Unser Lebensstil ist das Problem

Der moderne Alltag arbeitet gegen die Biologie. Orthopäde Thomas Wessinghage stellt klar: „Die heutige Lebensweise wird den Ansprüchen des Körpers nicht mehr gerecht." Besonders Menschen über 50 müssten ihren Körper deutlich stärker fordern, um Funktionsverluste zu vermeiden.

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Um den Funktionsverlusten des Alters entgegenzuwirken, hat Prof. Dr. Wessinghage ein spezielles Programm entwickelt, das nur 3 Minuten Zeit erfordert. Entdecken Sie 17 einfache Übungen, die sofort helfen, Ihre Muskeln stärken und Beschwerden effektiv vorbeugen. 17 Gratis-Wunderübungen als PDF anfordern

Der menschliche Organismus ist evolutionär nicht fürs Sitzen gemacht. Wer sich wenig bewegt, verliert an Substanz. Dabei gilt: Mehr Beweglichkeit bedeutet direkt eine höhere Lebenserwartung.

Neue Hoffnung aus der Zellforschung

Neben klassischem Training rücken biotechnologische Verfahren in den Fokus. Auf dem Fachkongress IMCAS in Paris Anfang 2026 sorgten Exosome für Aufsehen – extrazelluläre Vesikel, die körpereigene Reparaturprozesse anregen sollen. Mediziner wie Dr. Stefan Duve und Dr. Timm Golüke sehen darin großes Potenzial für die Regeneration.

Die Basis bleibt aber das Training. Extreme Beispiele wie Joyce Hübner, die über ein Jahr lang täglich einen Marathon lief, zeigen: Der menschliche Körper ist zu enormen Leistungen fähig – wenn man ihn fordert.

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