München und Frankfurt: Zwei Sportcampus für je 21 Millionen Euro
18.06.2026 - 08:22:14 | boerse-global.de
Multifunktionale Anlagen und kostenfreie Outdoor-Programme sollen möglichst viele Menschen in Bewegung bringen.
München und Frankfurt: Zwei Prestigeprojekte für 21 Millionen Euro
In München-Sendling ging im Juni eine generalsanierte Freisportanlage an der Siegenburger Straße in Betrieb. Knapp 21 Millionen Euro flossen in das Projekt. Entstanden sind ein neues Betriebsgebäude, ein Rasenhauptspielfeld, vier Kunstrasenplätze und ein Beachvolleyballfeld. Die Anlage ist für mehrere lokale Vereine und Schulen ausgelegt.
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Fast zeitgleich eröffnete Frankfurt den neuen Makkabi-Campus. Auf 24.000 Quadratmetern im Norden der Stadt entstand ein Areal mit Fußballfeldern, Padel- und Basketballplätzen sowie einem Parkour-Bereich. Die Kosten: ebenfalls rund 21 Millionen Euro. Stadt und Verein teilten sich die Finanzierung. Der Makkabi-Verein zählt über 5.500 Mitglieder aus 87 Nationen.
Heidelberg: Aus der Exerzierhalle wird eine Beachhalle
In Heidelberg-Rohrbach entstand auf dem Hospital-Areal eine besondere Sportstätte. Eine historische Exerzierhalle aus den 1930er-Jahren wurde zur Beachhalle umgebaut. Drei Spielfelder auf Turniersand stehen nun zur Verfügung. Die Sanierung kostete rund 3 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg steuerte 1,9 Millionen bei. Ab September 2026 können Mitglieder die Halle regulär nutzen.
„Sport im Park“: Kostenlose Kurse für alle
Neben den Großprojekten setzen Städte vermehrt auf niederschwellige Angebote im öffentlichen Raum. Das Format „Sport im Park“ läuft im Sommer 2026 in mehreren Kommunen neu an. Bernau plant 45 Kurse im Stadtpark – vom 22. Juni bis 5. Juli. Das Spektrum reicht von Yoga über Qi Gong bis zu Kinderturnen.
Ähnliche Initiativen starten im Juli in Baesweiler und Abensberg. In Abensberg finden ab dem 18. Juni regelmäßige Trainingseinheiten im lokalen Skatepark statt. In Berlin richtet sich das Programm „Fit mit Kung Fu“ im Görlitzer Park explizit an Senioren, Menschen mit Behinderung und die LSBTIQ-Gemeinschaft. Münster-Angelmodde bekam eine neue Calisthenics-Anlage – initiiert durch ehrenamtliches Engagement.
Spezialisierte Kurse: Von Beckenboden-Yoga bis Selbstverteidigung
Die Vereinsangebote werden zunehmend spezifischer. Bernau bietet im Juni eine inklusive Sportgruppe der Inklusionsmanufaktur und Beckenboden-Yoga-Einheiten. Auch Programme für Pflegende zur Stressbewältigung gehören zum Portfolio.
Im Kampfsport setzen Vereine auf kombinierte Fitness- und Selbstverteidigungskurse. Ein aktuelles Angebot für Frauen in der Bernauer Erich-Wünsch-Halle zeigt den Trend. In Lastrup (Niedersachsen) plant die Kette Viva Fitness die Eröffnung einer neuen Trainingsstätte – für Anfänger und Fortgeschrittene.
Laufen mit Eventcharakter: Social Runs und Wettkämpfe
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Der Laufsport bleibt zentral, entwickelt sich aber weiter. Hybride Formate aus Training und Event entstehen. In Gießen startete Mitte Juni ein neuer Social-Run-Club mit Kooperationen zu Laufschuhherstellern und verschiedenen Leistungsgruppen.
Berlin erwartet die Premiere des Saucony BLN 10K am 20. Juni auf dem Tempelhofer Feld. Die Kombination aus Zehn-Kilometer-Lauf und Rahmenprogramm im Hangar 6 spricht ambitionierte Läufer und Breitensportler gleichermaßen an. Tempomacher für Zielzeiten zwischen 40 und 60 Minuten helfen bei der Pace.
In Rheine starten Ende Juni mehrwöchige olympische Wochen für Kinder. Sie münden im Juli in einer gemeinsamen Familienveranstaltung. Die Verzahnung von Sport und Gemeinschaft wird zum Erfolgsmodell.
