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Android 17: Google überträgt Passkeys kabellos vom iPhone

18.06.2026 - 08:18:40 | boerse-global.de

Android 17 integriert neuen Assistenten zur kabellosen Übertragung von Passkeys, Passwörtern und eSIM-Profilen vom iPhone.

Android 17: Google vereinfacht iPhone-Umstieg mit Passkey-Transfer
Android - A glowing digital key icon overlaid on a background of biometric fingerprints and interconnected data streams, symbolizing advanced digital security. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Google vereinfacht den Umstieg vom iPhone: Mit Android 17 lassen sich Passkeys, Passwörter und mehr kabellos übertragen. Ein wichtiger Schritt in der Ablösung traditioneller Passwörter.

Der neue „Android Switch“-Assistent ist das Herzstück der Aktualisierung. Anders als frühere Versionen, die separate Apps benötigten, überträgt die integrierte Funktion nun sensible Daten wie Passkeys, Passwörter, WLAN-Zugangsdaten und eSIM-Profile direkt vom iPhone auf das Android-Gerät. Die Freigabe begann Anfang der Woche für einen ersten Nutzerkreis kompatibler Geräte.

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Kryptografischer Vorteil gegenüber Passwörtern

Passkeys basieren auf den Standards FIDO2 und WebAuthn und ersetzen herkömmliche Passwörter durch asymmetrische Kryptografie. Dabei liegt ein öffentlicher Schlüssel auf dem Server des Dienstanbieters, während der private Schlüssel sicher auf dem Gerät des Nutzers verbleibt – geschützt durch spezielle Hardware wie die Apple Secure Enclave oder die Trusted Execution Environment (TEE) von Android.

Die Technologie bietet handfeste Vorteile: Durch die Domain-Bindung sind Passkeys resistent gegen Phishing-Angriffe – sie funktionieren schlicht nicht auf betrügerischen Webseiten. Branchendaten zufolge dauert die Anmeldung per biometrischem Passkey zwischen drei und fünf Sekunden. Zum Vergleich: Ein klassisches Passwort mit Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) benötigt zwölf bis 15 Sekunden.

Nahtlose Datenmigration

Der neue „Android Switch“-Assistent überträgt nicht nur Sicherheitsdaten. Auch SMS-, MMS- und RCS-Nachrichtenverläufe inklusive Medien und Stickern wechseln auf das neue Gerät. Hinzu kommen Apple-Notes-Anhänge, Kalendereinträge, Anruflisten und Barrierefreiheitseinstellungen. Die Funktion nutzt plattformübergreifende APIs für die App-Datenmigration.

Sicherheitslage verschärft sich

Der Vorstoß zur Passkey-Verbreitung kommt nicht von ungefähr. Am 15. Juni 2026 wurde die Datenbank „Have I Been Pwned“ um 124 Millionen Passwörter und 56,3 Millionen E-Mail-Adressen erweitert – allesamt aus Infostealer-Malware-Logs auf infizierten Windows-PCs. Sicherheitsanalysten betonen, dass diese Daten von direkten Gerätekompromittierungen stammen, nicht von zentralen Unternehmenshacks. Das unterstreicht das Risiko lokaler Passwortspeicherung.

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Finanzbranche und Google ziehen nach

Auch die Finanzwelt setzt auf die neue Technologie. Die Handelsplattform Moomoo hat in ihrer aktuellen Softwareversion für iOS, Android und Windows Passkey-Unterstützung eingeführt. Nutzer können ihre Zugangsdaten über verschiedene Anbieter verwalten – darunter den Google Password Manager, 1Password und Bitwarden.

Google selbst hat seine Kontosicherheit angepasst: Passkeys können nun vollständig Passwörter ersetzen und sekundäre Verifizierungsschritte überspringen, da der Passkey selbst den physischen Besitz eines vertrauenswürdigen Geräts bestätigt.

KI-Sicherheit und Unternehmenslösungen

Die Entwicklung hin zur biometrischen Identität erfasst auch den Unternehmenssektor. Tools for Humanity, das Unternehmen von Sam Altman, fokussiert seine World-ID-Plattform zunehmend auf Unternehmenssicherheit – zur Bekämpfung von Deepfakes und zur Verifizierung von KI-Agenten. Partnerschaften mit Zoom, Okta und DocuSign sollen den „Proof-of-Humanity“ in professionelle Arbeitsabläufe integrieren.

Parallel dazu hat Okta seine Zusammenarbeit mit Google Cloud vertieft. Identitätsdienste werden in die Gemini Enterprise Agent Platform eingebunden, um KI-Agenten durch Autorisierungsprüfungen und Token-Tresore zu sichern. Branchenumfragen zeigen: 92 Prozent der Führungskräfte nutzen KI-Agenten, aber nur 34 Prozent wenden dieselben Sicherheitskontrollen an wie für menschliche Identitäten – obwohl identitätsbasierte Angriffe wie Session-Hijacking um 127 Prozent zugenommen haben.

de | wissenschaft | 69569806 |