MRSA in Schweinebetrieben: 41,7 Prozent österreichischer Zuchtfarmen befallen
20.06.2026 - 08:11:37 | boerse-global.de
Die sogenannten Zytokinine fanden sich systemisch in Niere, Herz und Leber von Säugetieren. Die Konzentration liegt dort vier- bis zehnmal niedriger als in Pflanzen.
Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal „Gut Microbes“, zeigt: Diese Hormone kommen nicht nur über die Nahrung in den Körper. Bei Mäusen führte bereits achtstündiges Fasten zu sinkenden Werten. Dennoch scheint die Ernährung nicht die einzige Quelle zu sein.
Darmbakterien als Hormonproduzenten
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Die Darmflora spielt eine entscheidende Rolle. Bei keimfreien Mäusen ohne natürliche Darmbesiedlung maßen die Wissenschaftler deutlich niedrigere Zytokinin-Werte. Offenbar produzieren Darmbakterien aktiv diese Stoffe für ihren Wirt.
Zusätzlich entdeckten die Forscher um PD Dr. Eman M. Othman-Sholkamy und Prof. Thomas Dandekar eine körpereigene Komponente: Das Gen TRIT1 ermöglicht eine interne Synthese der Hormone. Als Speicherform dient Zytokinin-O-Glucosid.
Die Wissenschaftler vermuten wichtige biologische Funktionen hinter den Pflanzenhormonen. Sie könnten beim Muskelwachstum helfen, Nervenzellen schützen und Alterungsprozesse beeinflussen. Daraus ergeben sich mögliche Therapieansätze gegen Entzündungen oder neurodegenerative Erkrankungen wie Chorea Huntington.
MRSA in der Schweinehaltung: Fliegen als Keimschleudern
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Neben der Erforschung nützlicher Mikroben steht auch die Überwachung gefährlicher Keime im Fokus. Eine Studie der Vetmeduni Wien aus dem Jahr 2025 untersuchte die Verbreitung von MRSA in der Schweinehaltung.
Das Ergebnis ist alarmierend: In 10 von 24 österreichischen Zuchtbetrieben wiesen die Forscher die multiresistenten Keime nach – eine Quote von 41,7 Prozent. Besonders brisant: Fliegen, vor allem Stubenfliegen, dienen als Überträger.
94 Prozent der Proben zeigten Resistenzen gegen gängige Antibiotika wie Tetracyclin, Erythromycin und Ciprofloxacin. Das unterstreicht die Dringlichkeit umfassender Hygienekonzepte in der Tierhaltung – auch zum Schutz des Menschen nach dem „One Health“-Ansatz.
