Banking, Schweizer

Mobile Banking: Vier Schweizer Banken modernisieren Apps für eine Million Kunden

18.06.2026 - 15:02:54 | boerse-global.de

Basler, St. Galler, Thurgauer und Basellandschaftliche Kantonalbank beauftragen Avaloq mit der App-Erneuerung für rund eine Million Kunden.

Vier Kantonalbanken modernisieren Mobile-Banking mit Avaloq
Banking - Ein Smartphone zeigt eine moderne Mobile-Banking-App mit Finanzdiagrammen vor einem verschwommenen Schweizer Stadtbild. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Galler Kantonalbank und die Thurgauer Kantonalbank haben den Softwareanbieter Avaloq mit der Modernisierung ihrer Mobile-Banking-Apps beauftragt. Rund eine Million Kunden sollen von den neuen digitalen Schnittstellen profitieren.

Fokus auf Wertschriften und Bezahldienste

Die neuen App-Generationen gehen über klassische Bankdienstleistungen hinaus. Im Zentrum stehen erweiterte Funktionen für Wertschriftengeschäfte und Portfoliomanagement. Zudem planen die Banken die Integration digitaler Bezahldienste. Die Einführung erfolgt schrittweise. Über das finanzielle Volumen des Gesamtauftrags vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

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Der Schritt unterstreicht den anhaltenden Digitalisierungstrend im Schweizer Bankensektor. Auch andere Institute erweitern ihr digitales Angebot: Die VR-Bank Würzburg integrierte kürzlich den Handel mit Kryptowährungen direkt in ihr mobiles Banking.

Technologische Infrastruktur und Cloud-Lösungen

Die Modernisierung der Bankensoftware findet in einem Umfeld statt, in dem technologische Souveränität an Bedeutung gewinnt. In Bern gaben Elca und Microsoft den Ausbau ihrer Sovereign-Cloud-Dienste bekannt. Das Angebot auf Basis lokaler Serverstrukturen richtet sich explizit an regulierte Branchen wie Finanzdienstleister und den öffentlichen Sektor.

In Arlesheim bei Basel nahm zudem der leistungsfähigste kommerzielle KI-Supercomputer der Schweiz den Betrieb auf. Die Anlage mit 192 Nvidia-H100-Prozessoren dient unter anderem dem Training großer Sprachmodelle und der Pharmaforschung. Entscheidend für Finanzinstitute: Die Datenverarbeitung erfolgt unter Schweizer Recht.

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Stabile Rahmenbedingungen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) stützt das wirtschaftliche Umfeld mit einer unveränderten Geldpolitik. Der Leitzins bleibt bei 0 Prozent. Die Inflation lag im Mai bei 0,6 Prozent und bewegt sich damit weiterhin im Zielbereich. Für 2026 und 2027 prognostiziert die SNB eine stabile Teuerungsrate von jeweils 0,6 Prozent. Das Wirtschaftswachstum schätzt sie für 2026 auf rund 1 Prozent, für das Folgejahr auf etwa 1,5 Prozent.

Während die Kantonalbanken ihre digitale Transformation vorantreiben, schließt die Branche auch regulatorische Altfälle ab. Die Finanzmarktaufsicht FINMA bestätigte dem Finanzdienstleister Leonteq die Umsetzung aller angeordneten Maßnahmen. Damit sind sämtliche hängigen Verfahren gegen das Unternehmen beendet.

de | wissenschaft | 69573055 |