Microsoft, Edge

Microsoft Edge: Drop-Funktion entfernt, Google-Login kommt im Juli

19.06.2026 - 13:43:56 | boerse-global.de

Microsoft entfernt die Drop-Funktion im Edge-Browser und treibt die Integration des KI-Assistenten Copilot voran. Ab Juli ist zudem der Google-Login möglich.

Microsoft Edge: Abschied von Drop und Fokus auf Copilot
Microsoft - A close-up of the Microsoft Edge browser logo on a screen, with digital lines extending from it, symbolizing updates and connectivity. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Schritt ist Teil einer größeren Strategie, die den KI-Assistenten Copilot in den Vordergrund rückt.

Aus für Drop – Daten bleiben erhalten

Im aktuellen Canary-Build (Version 151.0.4103.0) entdeckten Tester am 19. Juni 2026 einen Hinweis auf die bevorstehende Abschaffung. Die Funktion diente bislang zum schnellen Teilen von Dateien und Notizen zwischen verschiedenen Geräten.

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Die gute Nachricht: Bereits hochgeladene Dateien bleiben in OneDrive erhalten. Anders sieht es bei Textnotizen aus – Microsoft rät den Nutzern, diese manuell herunterzuladen, um Datenverluste zu vermeiden.

Der Schritt überrascht nicht. Erst kürzlich verschwanden die Seitenleisten-App-Liste und die Collections-Funktion. Offenbar will Microsoft Platz schaffen – für Copilot. Der KI-Assistent soll künftig stärker in den Vordergrund rücken.

Google-Login kommt im Juli

Parallel zum Abbau alter Funktionen öffnet sich Microsoft für neue Nutzer. Ab Juli 2026 ist der Edge-Browser auch ohne Microsoft-Konto nutzbar. Stattdessen können sich Anwender mit ihrem Google-Konto anmelden – ein Novum.

Die Beta-Version 150 führt diese Funktion bereits seit dem 11. Juni 2026 für Windows und macOS. Was bedeutet das konkret? Lesezeichen, Passwörter, Zahlungsmethoden und geöffnete Tabs lassen sich dann über die Google-Cloud synchronisieren. Ein klarer Versuch, Nutzer von Chrome und anderen Browsern zu locken.

Allerdings gibt es Einschränkungen: Der Newsfeed und bestimmte Collections-Tools bleiben Microsoft-Konten vorbehalten. IT-Administratoren können die neue Anmeldeoption über die Richtlinie „NonMicrosoftAccountSignInEnabled" steuern.

Schnellere Updates, höherer Speicherverbrauch

Microsoft beschleunigt zudem seine Entwicklungszyklen. Künftig erscheinen alle zwei Wochen neue Hauptversionen des Edge-Browsers. Der Grund: Die Browser-Architektur wird zunehmend für systemweite Tools genutzt.

Bereits im Frühjahr zeigte sich, wohin die Reise geht. Ein Windows-11-Copilot-Update enthielt eine vollständige Edge-Version (146.0.3856.97). Der Haken: Der Speicherverbrauch stieg im Vergleich zu älteren WinUI-basierten Versionen deutlich an. Der integrierte Browser belegt rund 850 Megabyte Festplattenspeicher und kann bei starker Nutzung bis zu einem Gigabyte Arbeitsspeicher verbrauchen.

Mehr Privatsphäre bei der Windows-Suche

Microsoft reagiert auf langjährige Nutzerwünsche. Ab dem 18. Juni 2026 testet das Unternehmen eine Funktion, die es Windows-11-Nutzern erlaubt, Bing-Web-Ergebnisse in der Systemsuche zu deaktivieren. Stattdessen beschränkt sich die Suche dann auf lokale Dateien und Anwendungen. MSN-Inhalte und Copilot-Werbung verschwinden aus der Suchoberfläche.

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Sicherheitslücke geschlossen

Noch rechtzeitig vor diesen Änderungen schloss Microsoft eine kritische Sicherheitslücke. Die als SearchLeak (CVE-2026-42824) bekannte Schwachstelle betraf Microsoft 365 Copilot Enterprise. Angreifer hätten durch eine Kombination aus Prompt-Injection und Bing-basierten Angriffen E-Mails und Multi-Faktor-Authentifizierungscodes abgreifen können. Ein serverseitiger Patch beendete die Gefahr bis zum 1. Juni 2026.

Während Microsoft Edge weiterentwickelt, steht die Konkurrenz nicht still. Google plant für den 30. Juni 2026 die endgültige Abschaltung der Legacy-Flags für Manifest-V2-Erweiterungen in Chrome 150. Das betrifft vor allem ältere Werbeblocker-Tools.

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