Copilot Notebooks: Microsoft verdreifacht Referenzen auf 300
19.06.2026 - 13:43:56 | boerse-global.de
Der Softwarekonzern rüstet seine KI-Assistenten für den Arbeitsalltag auf – mit interaktiven Lernfunktionen und besserer Datenkontrolle.
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Neue Quellenverwaltung für präzisere Antworten
Microsoft hat am Donnerstag ein umfangreiches Update für seine Copilot Notebooks vorgestellt. Die Neuerungen zielen vor allem auf mehr Flexibilität bei der Datenauswahl ab. Nutzer können künftig gezielt zwischen Notebook-, Arbeits- und Webdaten wählen. Besonders praxisrelevant: Die Zahl der Referenzen steigt drastisch. Während Copilot Chat bis zu 50 Quellen verarbeitet, sind es in den Notebooks nun 300 Referenzen.
Unterstützt werden gängige Formate wie DOCX, PPTX, XLSX, PDF sowie Loop-Seiten und OneNote-Dateien. Der Import erfolgt per Suche, Upload, Link, über OneDrive oder per Drag & Drop. Die Daten landen in persönlichen SharePoint-Behältern – und werden laut Microsoft nicht zum Training der KI-Modelle verwendet.
Lernkarten, Mindmaps und Audio-Zusammenfassungen
Die neuen pädagogischen Werkzeuge dürften besonders Wissensarbeiter und Studierende ansprechen. Copilot generiert auf Wunsch Lernkarten, Quizfragen, Lückentexte und Zuordnungsspiele – direkt aus den hochgeladenen Inhalten. Dazu kommen visuelle Mindmaps, die in der frühen Testphase 30 Tage lang privat bleiben. Eine weitere Neuerung: Audio-Übersichten, die den Notebook-Inhalt als gesprochene Zusammenfassung ausgeben.
Die Funktionen unterliegen einer Zeichenbegrenzung von 100.000 Zeichen. Microsoft weist zudem darauf hin, dass KI-generierte Antworten nicht immer fehlerfrei sein können.
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Sicherheitslücke geschlossen
Parallel zu den Feature-Updates hat Microsoft ein Sicherheitsproblem namens „SearchLeak“ behoben. Die Schwachstelle betraf M365 Copilot Enterprise und ermöglichte über manipulierte URL-Parameter einen potenziellen Datenabfluss via Bing-Bildersuche. Ein serverseitiger Patch wurde ausgerollt.
Strategische Modell-Offensive
Hinter den Kulissen treibt Microsoft die technische Basis voran. Berichten zufolge evaluiert der Konzern verschiedene Open-Source-Modelle wie GLM und MiniMax, um die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu reduzieren. Zudem steht DeepSeek V4 als kostengünstigere Alternative zu teuren Modellen wie Claude Opus 4.8 im Raum – besonders für rechenintensive Aufgaben.
Copilot Cowork erreicht Irland
Die Notebook-Updates sind Teil einer größeren Expansion. Das Copilot Cowork-System, ein agentischer KI-Assistent für komplexe Geschäftsprozesse, ist seit dem 18. Juni in Irland allgemein verfügbar. Bereits mehr als die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen nutzt die Plattform. Die Abrechnung erfolgt verbrauchsbasiert über sogenannte „Copilot Credits“ zu etwa einem Cent pro Credit.
Zum Einsatz kommen Modelle von Anthropic (Opus 4.8, Sonnet 4.6) sowie GPT-5.5 in der Frontier-Umgebung. Erst kürzlich integrierte Microsoft zudem Wix Harmony in M365 Copilot – Nutzer können nun direkt über Chat in Teams und Outlook Webseiten erstellen und verwalten.
