Microsoft 365 E7: Atos rollt KI für 56.000 Mitarbeiter aus
10.06.2026 - 07:47:51 | boerse-global.de
Einzelhändler wie CellphoneS melden einen sprunghaften Anstieg der Softwareinstallationen. Nutzer setzen zunehmend auf lizenzierte Versionen, um Datensynchronisation und Multi-Device-Unterstützung zu gewährleisten.
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Lizenzmodelle im Wandel
Die wachsende Nachfrage im Einzelhandel ist vor allem auf die anhaltenden Bedürfnisse von Homeoffice und Online-Lernen zurückzuführen. Standardpakete mit bis zu 1 Terabyte OneDrive-Speicher sind besonders gefragt. Neuere Versionen integrieren zudem den KI-Assistenten Copilot direkt in die Office-Anwendungen.
Unternehmen stehen vor der Wahl zwischen verschiedenen Lizenzstufen. Der Microsoft 365 Business Basic-Plan bleibt mit rund 6 Euro pro Nutzer und Monat die günstigste Einstiegsoption für Web- und Mobile-Anwendungen. Für ambitioniertere Nutzer bietet der Business Standard-Tarif für etwa 12,50 Euro pro Nutzer und Monat Desktop-Apps und Webinar-Funktionen. Experten raten zu einer Mischung verschiedener Lizenztypen, um IT-Budgets optimal auszuschöpfen.
Großkonzerne setzen auf KI-Offensive
Besonders spektakulär fällt die Expansion im Enterprise-Segment aus. Der IT-Dienstleister Atos rollt den neuen Microsoft 365 E7-Tarif für 56.000 Mitarbeiter in 54 Ländern aus. Das System verwaltet dabei 19.000 KI-Agenten unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen. Auch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG stattet über 100.000 Fachkräfte mit den neuen KI-Tools aus.
Der E7-Tarif, seit dem 1. Mai 2026 verfügbar, kostet rund 99 Euro pro Nutzer und Monat. Er bündelt die Funktionen des E5-Plans – der ab Juli 2026 voraussichtlich 60 Euro kosten wird – mit Copilot, der Entra Suite und Agent 365. Branchenweit haben bislang nur etwa 3,3 Prozent der 450 Millionen Microsoft-365-Nutzer Copilot erworben. Um die Akzeptanz zu steigern, bietet Microsoft den E7-Tarif bis zum 31. Dezember 2026 zum reduzierten Preis von rund 84 Euro an.
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Automatische Installation und Sicherheitsupdates
Seit dem 9. Juni installiert Microsoft den M365 Copilot wieder automatisch – nach einer kurzen Pause zu Jahresbeginn. Das Unternehmen will die Ausrollung bis zum 1. Juli 2026 abschließen. Der damalige Stopp war auf Fehler im Umgang mit vertraulichen E-Mails zurückzuführen. IT-Administratoren können die Installation weiterhin ablehnen, und Microsoft testet in technischen Vorschauversionen bereits Entfernungsoptionen.
Flankierend dazu veröffentlichte Microsoft am 10. Juni das Patch Tuesday-Update für Juni 2026. Es schließt über 200 Sicherheitslücken, darunter drei Zero-Day-Schwachstellen. Die kritischen Patches beheben Probleme bei der Rechteausweitung im CTFMON-Dienst, eine Denial-of-Service-Lücke in HTTP.sys sowie einen BitLocker-Bypass.
Eine neue, branchenweite Webserver-Sicherheitslücke namens „HTTP/2 Bomb“ wurde Anfang Juni entdeckt. Sie erlaubt Angreifern, mit minimalem Bandbreiteneinsatz erhebliche Server-Ressourcen zu verbrauchen. Microsoft und andere große Softwareanbieter haben bereits Patches für ihre Plattformen veröffentlicht.
Partnerschaften für den Mittelstand
Das Ökosystem um Microsoft 365 wächst durch neue technische Partnerschaften. Pax8 gab am 9. Juni eine Zusammenarbeit mit inforcer bekannt. Ziel ist es, Managed Service Provider (MSPs) dabei zu unterstützen, Sicherheits- und Governance-Standards für kleine und mittlere Unternehmen zu etablieren. Branchendaten zufolge nutzen zwar 62 Prozent der kleinen Unternehmen bereits KI, aber weniger als 19 Prozent intensiv. Die neuen Tools sollen im Sommer 2026 über Vertriebsmarktplätze verfügbar sein.
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