Google AI Plus: 4,99 Euro mit 400 GB – doppelter Speicher, halber Preis
10.06.2026 - 07:51:32 | boerse-global.de
Wer kein Konto mit Telefonnummer anlegt, bekommt künftig nur noch 5 statt 15 Gigabyte. Die Kehrseite: Gleichzeitig senkt der Konzern die Preise für KI-Abos und stockt den Speicher auf.
Google AI Plus: Günstiger, aber mit doppeltem Speicher
Die Neuausrichtung betrifft vor allem die KI-Dienste. Seit Anfang Juni 2026 kostet Google AI Plus nur noch 4,99 Euro im Monat – bisher waren es 7,99 Euro. Dafür gibt es jetzt 400 statt 200 Gigabyte Speicher. Das Pro-Paket schlägt mit 21,99 Euro zu Buche und enthält nun YouTube Premium Lite sowie Google Health. Das Spitzenabo AI Ultra liegt bei knapp 100 Euro und bietet 20 Terabyte.
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Parallel dazu integriert Google mehr KI in die Speicherverwaltung. In den USA, Brasilien und Indien testen Pro- und Ultra-Kunden die Funktion „Wardrobe“. Sie erkennt Kleidungsstücke auf Fotos, katalogisiert sie und erlaubt virtuelle Anproben auf eigenen Bildern.
Speicherplatz freiräumen: So geht's
Wer mit dem schrumpfenden Gratiskontingent klarkommen muss, sollte aufräumen. Das Google-One-Management-Tool hilft: Damit lassen sich große Dateien, Spam oder Anhänge aufspüren. In Gmail filtern Befehle wie „älter als ein Jahr“ oder „Größe größer als 1 MB“ Altlasten raus.
In Google Fotos sortiert ein Filter unscharfe Bilder aus. Wer Speicher sparen will, stellt die Backup-Qualität auf die sparsame Option um. Für Stapelbearbeitungen gibt es die neue Chrome-Erweiterung „Batch for Google Photos“ – in der Basisversion 25 Fotos pro Monat kostenlos.
Pixel Studio wird eingestellt – und neue Backup-Optionen
Google räumt auch im App-Angebot auf. Die Bildbearbeitungs-App Pixel Studio verschwindet. Nach einem Update landen Nutzer stattdessen in der Gemini-App bei der Funktion „Nano Banana“. Ein Export-Tool für bestehende Projekte soll folgen.
Gleichzeitig zeichnen sich flexiblere Backup-Optionen ab. In Testversionen der Google Play Services fanden sich Einstellungen, mit denen Nutzer einzelne Kategorien wie SMS oder Anruflisten manuell für die Cloud-Sicherung auswählen können.
Rechtsstreit um Datenverarbeitung geht weiter
Googles Umgang mit Nutzerdaten bleibt juristisch umkämpft. Das Landgericht Berlin erklärte die Einwilligungserklärung zur Datenverarbeitung aus dem Jahr 2022 für unwirksam – sie verstoße gegen die DSGVO. Google hat Berufung eingelegt, der Fall liegt nun beim Kammergericht Berlin.
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Apple öffnet iCloud für Android und Windows
Während Google die Schrauben anzieht, geht Apple einen anderen Weg. Auf der WWDC kündigte der Konkurrent an, geteilte iCloud-Fotoalben ab Herbst 2026 in voller Auflösung auch für Android- und Windows-Nutzer freizugeben. Das könnte den plattformübergreifenden Austausch von Fotos deutlich einfacher machen.
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