Mentale Gesundheit: Universität Hamburg startet große Befragung
Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 12:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Volkshochschule Hamburg startete heute ein erweitertes Programm mit 521 Präsenzveranstaltungen und 133 Online-Kursen. Schwerpunkte sind Fitness, Sport und allgemeine Gesundheit.
Viele Angebote werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Das soll den Zugang zur Prävention erleichtern. Die Preisspanne reicht von 64 Euro für klassisches Yoga bis zu 116 Euro für spezielle Formate.
Outdoor-Trend und Spezialkurse
Neben Yoga setzt die VHS auf Nischenangebote. Dazu gehören Selbstverteidigung nach Krav Maga oder ayurvedische Ernährung. Auch Sportkurse im öffentlichen Raum boomen – etwa im Bezirk Eimsbüttel, wo von Juni bis August Outdoor-Programme laufen.
Der Trend ist kein rein hamburgisches Phänomen. In Schleswig-Holstein verzeichneten die Volkshochschulen 2024 insgesamt 323.723 Buchungen. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders Gesundheitskurse wie Pilates und Yoga sind schnell ausgebucht.
Doch die Zahlen erreichen noch nicht das Vor-Corona-Niveau. Sie liegen rund 14,5 Prozent unter den Werten von 2019. Die Digitalisierung schreitet dennoch voran: 2024 gab es in Schleswig-Holstein 476 reine Online-Angebote und über 1.000 hybride Formate.
Hamburg als Triathlon-Hochburg
Parallel zum Breitensport festigt die Stadt ihre Rolle im Leistungssport. Am vergangenen Samstag fand im Rahmen der World Triathlon Championship Series ein Sprintwettbewerb statt. Deutsche Athleten räumten dabei vordere Plätze ab.
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Lisa Tertsch holte Silber hinter der Französin Leonie Periault. Bei den Herren sicherte sich Henry Graf Rang drei. Den Sieg fuhr der Australier Matthew Hauser mit einer Zeit von 50:07 Minuten ein.
Ein Novum gab es gestern: der erste Para-Triathlon in Hamburg. Martin Schulz gewann in der Kategorie PTS5. In der Mixed-Staffel landete das deutsche Team auf Platz fünf, Gold ging an Frankreich.
Die Stadt plant bereits die nächsten Großevents. Vom 8. bis 12. September 2027 wird Hamburg die Triathlon-Weltmeisterschaften ausrichten.
Mentale Gesundheit im Fokus
Neben dem Körper rückt auch die Psyche in den Blick. Die Universität Hamburg startet am Mittwoch eine großangelegte Befragung. Titel: „HOW ARE U(HH)?!“ – eine Studie zur mentalen Gesundheit, zum Wohlbefinden und zu den Studienbedingungen.
Ziel ist es, die Unterstützungsangebote gezielt zu verbessern. Ähnliche Tendenzen zeigen sich auch bei anderen Bildungsträgern in Norddeutschland. Das Droste-Haus in Verl baut ab September sein Programm im Bereich Pilates und Hebammenkurse aus.
Die Nachfrage nach präventiven Bewegungsangeboten unter physiotherapeutischer Leitung ist dort besonders hoch.
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Streit um die Finanzierung
Der Boom im Gesundheitssektor wird von einer kritischen Debatte begleitet. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher attackierte Mitte Juli das Sparpaket der Bundesregierung für die gesetzliche Krankenversicherung.
Er bezeichnete die Reform als Fehlleistung. Versicherungsfremde Leistungen würden zunehmend den Beitragszahlern aufgebürdet, statt durch Steuermittel finanziert zu werden.
Die politische Auseinandersetzung zeigt den Spannungsraum: Das Interesse an Präventionskursen steigt rasant – doch die langfristige Finanzierung bleibt offen.
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