Mentale Gesundheit: Queere Zentren und Selbsthilfegruppen boomen
23.06.2026 - 03:07:36 | boerse-global.de
Von Selbsthilfegruppen über Sport bis zu Wellness – die Projekte zielen darauf ab, psychische und physische Gesundheit zu fördern.
Neue Selbsthilfegruppe in Bad Vilbel
Am 7. August 2026 startet in Bad Vilbel die Gruppe „Wir sind Queer“. Initiatorin Sue Ehmisch plant regelmäßige monatliche Treffen im B3 Familienzentrum. Der geschützte Rahmen soll Austausch ermöglichen und die psychosoziale Unterstützung vor Ort stärken.
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Klettern auf Solidaritätsbasis
In Erfurt hat sich eine queere Bouldergruppe etabliert. Das Queere Zentrum Erfurt, der TIAM e.V. und die Naturfreunde Thüringen organisieren die wöchentlichen Treffen. Jeden Dienstagabend geht es in die Kletterhalle Nordwand – das nächste Mal am 30. Juni 2026. Der Eintritt erfolgt auf Solidaritätsbasis, damit möglichst viele mitmachen können.
Wellness für alle
Auch kommunale Stadtteilzentren öffnen sich für queere Bedürfnisse. Im Zentrum Weißensee stehen am 24. Juni 2026 Meditation, Hatha Yoga und Frauenyoga auf dem Programm. Ähnliche Angebote gibt es in Bernau bei Berlin: Das Zentrum Wohlklang bietet fortlaufende Yoga-Kurse an, ein Kurs für Geübte startet ebenfalls am 24. Juni.
Für jüngere Menschen gibt es den Treffpunkt „no.name“ in Oberhausen. Das Zentrum ist von Dienstag bis Freitag geöffnet und richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre. Neben Freizeitaktivitäten bietet es Raum, um über mentale Gesundheit zu sprechen.
CSD-Forderungen: Mehr Schutz und bessere Versorgung
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Die Community fordert strukturelle Verbesserungen. Vor dem 4. CSD in Bernau am 27. Juni 2026 machen die Organisatoren deutlich: Es braucht bessere medizinische Versorgung und mehr Schutzräume. Ihr Motto: „Mehr Glitzer, weniger Hass!“
Diese Themen bestimmten auch die Marzahn-Pride am 21. Juni 2026. Rund 1.000 Teilnehmende kamen. Die Veranstalter vom Quarteera e.V. betonten: Sichtbarkeit sei ein wesentlicher Teil des Widerstands gegen alltägliche Bedrohungen.
Ergänzt wird das Angebot durch niederschwellige Formate wie einen queer-feministischen Kreativ-Nachmittag. Er findet am 23. Juni 2026 in den Räumen des AStA in Osnabrück statt.
