Meditation, Studie

Meditation: Neue Studie zeigt Senkung der neuronalen Komplexität

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 03:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deepinder Goyal erforscht mit SSIAR körperliche Meditationseffekte, während Bildungsprogramme und Studien zu Ruhe, Schlaf und Atmung zunehmen.

Goyal untersucht Meditation: Entspannung messbar im Nervensystem
Ein ruhiger, minimalistischer Ashram-Innenraum mit polierten Steinböden und sanftem Tageslicht, das durch einen Torbogen fällt. Illustration mit AI erstellt.

Im Bereich der mentalen Gesundheitsforschung rücken die physiologischen Effekte von Meditation verstärkt in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen.

Deepinder Goyal, der Gründer der Unternehmen Zomato und Eternal, führt derzeit gemeinsam mit dem Sri Sri Institute for Advanced Research (SSIAR) eine Studie durch, um die Auswirkungen von Meditation auf das parasympathische Nervensystem zu bestimmen. Wie aus einem Bericht vom 13. September 2026 hervorgeht, wird dabei insbesondere die Reaktion des Körpers auf tiefe Entspannungszustände analysiert.

Wissenschaftliche Parameter und Forschung im Ashram

Die Untersuchung konzentriert sich auf spezifische Messwerte, die Aufschluss über den Entspannungsgrad des Probanden geben. Einem Bericht von Mitte September 2026 zufolge deuten erste Beobachtungen darauf hin, dass die sogenannte Entropy-Metrik während der Meditationspraxis sinkt.

Bemerkenswert sei hierbei, dass der Herzschlag der Praktizierenden nahezu unverändert bleibe, während die neuronale oder physiologische Komplexität, die durch die Entropie gemessen wird, abnehme.

Die Datenerhebung findet unter kontrollierten Bedingungen mit erfahrenen Meditierenden in einem Ashram statt. Begleitend wurde berichtet, dass Gurudev eine Teilnahme an den Messungen mit der Begründung abgelehnt habe, dass technische Messgeräte bei ihm keine Wirkung zeigten. Die Veröffentlichung der vollständigen Studienergebnisse des SSIAR, dem Forschungsarm der Organisation Art of Living, wird in naher Zukunft erwartet.

Meditation als Bestandteil in Bildungseinrichtungen

Parallel zu diesen Forschungsbemühungen wird die Integration von Meditationstechniken in den Bildungssektor vorangetrieben. In Chandigarh wurde laut einem Bericht vom 12. September 2026 ein dreitägiges Programm an sechs staatlichen Colleges durchgeführt.

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Unter der Koordination von Sapna Nanda, der Leiterin des Government College of Education, wurden die Studierenden in der „Integrated Amrita Meditation Technique“ geschult. Diese Methode basiert auf den Lehren von Mata Amritanandamayi und wurde von den nationalen Koordinatoren Narinder Anand und Shweta Anand vermittelt.

Diese Initiativen folgen einem Trend, der bereits zu Beginn des Jahres im indischen Bundesstaat Punjab zu beobachten war. Dort startete Bildungsminister S. Harjot Singh Bains am 19. Januar 2026 ein Pilotprojekt an Schulen im Distrikt Mohali.

Die Schüler nehmen dort nach der Morgenversammlung an einer 30-minütigen Meditation teil, wobei ein standardisiertes 21,5-Minuten-Modul zum Einsatz kommt. Schulleiter berichteten daraufhin von einer gesteigerten Konzentrationsfähigkeit und emotionalen Ausgeglichenheit bei den Schülern, woraufhin eine landesweite Ausweitung des Programms geplant wurde.

Physiologische Hintergründe und ergänzende Forschungsergebnisse

Die wissenschaftliche Einordnung solcher Praktiken wird durch diverse Studien gestützt, die den Zusammenhang zwischen Ruhephasen und neuronaler Resilienz untersuchen. Eine Studie aus Freiburg vom Januar 2026 zeigte beispielsweise, dass kurze Ruhephasen die synaptische Grundaktivität senken und gleichzeitig die Bildung neuer Nervenverbindungen begünstigen können.

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In einem Vergleich verschiedener Ruhezeiten erwiesen sich 30 Minuten als optimaler Zeitraum, um Informationen besser zu behalten, ohne eine ausgeprägte Schlafträgheit zu riskieren.

Ergänzend dazu untersuchte J. Christopher Ehlen von der Morehouse School of Medicine in einer im Jahr 2026 veröffentlichten Studie den Zusammenhang zwischen tiefem Schlaf und Stressresilienz.

Die an männlichen Mäusen durchgeführten Experimente zeigten, dass eine starke Kopplung von langsamen Hirnwellen vor einer Belastung auf eine höhere Widerstandsfähigkeit hindeutet. Bereits im Jahr 2022 wies eine frühere Untersuchung desselben Instituts darauf hin, dass Schlafmangel während Stressphasen die Entwicklung von Resilienz verhindern kann.

Zudem belegen Analysen zur Vagusnerv-Forschung aus den Jahren 2025 und 2026, dass gezielte Atemmuster die Herzratenvariabilität (HRV) positiv beeinflussen. Eine Studie mit 24 Erwachsenen aus dem Jahr 2026 bestätigte, dass vor allem die Verlangsamung des Atems entscheidend für die Aktivierung des Vagusnervs ist, was die wissenschaftliche Basis für die von Goyal untersuchten Meditationsansätze weiter untermauert.

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