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Mahlzeiten auslassen: Studie belegt 1,55-fach höheres Depressionsrisiko

29.05.2026 - 07:10:46 | boerse-global.de

Eine große Studie belegt: Wer häufig Mahlzeiten auslässt, hat ein deutlich höheres Risiko für depressive Symptome. Besonders das Frühstück spielt eine Schlüsselrolle.

Mahlzeiten auslassen: Studie belegt 1,55-fach höheres Depressionsrisiko - Foto: über boerse-global.de
Mahlzeiten auslassen: Studie belegt 1,55-fach höheres Depressionsrisiko - Foto: über boerse-global.de

Ob Frühstück ausfällt oder die Hauptmahlzeit erst spät abends kommt – der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme beeinflusst die psychische Gesundheit massiv. Eine neue Studie zeigt: Wer regelmäßig Mahlzeiten auslässt, hat ein deutlich höheres Risiko für Depressionen.

Studie mit über 21.000 Teilnehmern

Forscher der Katholischen Universität von Korea und dem Seoul St. Mary’s Hospital haben Daten von 21.568 Erwachsenen ausgewertet. Die Probanden waren zwischen 2014 und 2022 im Rahmen des Korea National Health and Nutrition Examination Survey befragt worden.

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Das Ergebnis: Wer mehr als fünfmal pro Woche eine Hauptmahlzeit auslässt, hat ein 1,55-fach erhöhtes Risiko für depressive Symptome. Die Studie erschien im Juni 2026 im Fachmagazin Journal of Affective Disorders.

Frühstück als Schlüsselfaktor

Besonders betroffen sind Männer, Raucher und Menschen, die ihre Mahlzeiten spät am Tag einnehmen. Der Verzicht auf das Frühstück verstärkt den negativen Effekt unregelmäßiger Essenszeiten signifikant.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Eine hohe Vielfalt in der Ernährung kann die negativen Auswirkungen teilweise abfedern. Besonders riskant ist dagegen die Kombination aus einförmiger Ernährung und unstrukturierten Mahlzeiten.

Was im Körper passiert

Die Forscher sehen mehrere biologische Mechanismen am Werk. Unregelmäßige Mahlzeiten stören den zirkadianen Rhythmus. Die Folge: Ein Hormonungleichgewicht bei Melatonin und Cortisol. Auch Veränderungen im Darmmikrobiom und chronische Entzündungsprozesse kommen als Ursachen infrage.

Das Gehirn ist besonders anfällig: Obwohl es nur etwa zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, verbraucht es rund 20 Prozent der gesamten Körperenergie. Nährstoffmängel bei B-Vitaminen, Ballaststoffen oder Antioxidantien können die psychische Widerstandskraft schwächen.

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Lieferdienst als Therapieunterstützung

Eine zweite Studie der University of Michigan, veröffentlicht 2026 in Scientific Reports, zeigt einen praktischen Ansatz. Forscher um Ashley Gearhardt untersuchten, ob die Lieferung gesunder Mahlzeiten depressive Symptome lindern kann.

Das Ergebnis: Teilnehmer mit moderaten bis mittelschweren Depressionen profitierten stärker von fertigen gesunden Mahlzeiten als von reiner Ernährungsberatung. Die logistische Entlastung – Planung, Einkauf und Kochen entfallen – erwies sich als wirksames Werkzeug. Die Forscher betonen jedoch: Der Ansatz ersetzt keine klassische Therapie oder Medikation.

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