Krafttraining, Einheiten

Krafttraining: Zwei Einheiten pro Woche bremsen Muskelabbau ab 40

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 06:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ernährungsmediziner und Sportwissenschaftler untersuchen die Synergien von Fastenmethoden und Krafttraining zur Prävention von Alterskrankheiten.

Fasten und Krafttraining: Neue Wege in der Gesundheitsvorsorge
Eine Person macht Krafttraining mit Gewichten in einem modernen Fitnessstudio, Licht fällt durch große Fenster. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Fachleute aus Ernährungsmedizin und Sportwissenschaft untersuchen, wie Fastenmethoden und Training zusammenwirken, um Alterungsprozessen und chronischen Krankheiten entgegenzuwirken.

Die verschiedenen Fastenmethoden und ihre Wirkung

Der Ernährungsmediziner Andreas Michalsen unterscheidet zwischen Intervallfasten, Heilfasten und Scheinfasten. Jede Methode löst spezifische physiologische Effekte aus. Besonders bei Bluthochdruck und rheumatischen Erkrankungen zeigen sich positive Wirkungen durch zeitweisen Nahrungsverzicht.

Fasten diene nicht nur der Gewichtsreduktion, betont Michalsen. Es stoße tiefgreifende biochemische Prozesse an, die entzündliche Prozesse lindern können.

Krafttraining: Der Schlüssel gegen den Abbau

Parallel zur Ernährung spielt körperliche Aktivität eine entscheidende Rolle. Sabrina Vollrath, Oberärztin am Menopausenzentrum des Inselspitals Bern, warnt: Bereits ab dem 40. Lebensjahr baut der Körper Muskelmasse und Knochensubstanz ab.

Gezieltes Krafttraining wirkt dem entgegen. Vollrath empfiehlt zwei Einheiten pro Woche à 30 Minuten. Diese Belastungsform gilt als effektivste Methode, um den Bewegungsapparat langfristig zu sichern.

Dass Sport keine Altersgrenzen kennt, zeigt das Gesundheitszentrum Fit+Fun in Kassel. Dort trainieren sogar über 90-Jährige in speziellen Zirkelprogrammen.

Kontroverse um den Blutzucker-Trick

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Die Biochemikerin Jessie Inchauspé propagiert eine bestimmte Nahrungsreihenfolge: zuerst Ballaststoffe, dann Fette, Proteine und zuletzt Kohlenhydrate oder Zucker. Das soll Blutzuckerspitzen verhindern.

In Fachkreisen ist das umstritten. Ernährungswissenschaftler Uwe Knop kritisiert, dass ein umfassender wissenschaftlicher Nachweis fehle. Eine einseitige Fokussierung auf isolierte Blutwerte sei für langfristige Ernährungsstrategien nicht zielführend.

Bereits eine Studie von 2016 belegte: Menschen reagieren sehr individuell auf dieselben Nahrungsmittel. Starrer Ernährungsmuster taugen daher wenig.

Fitnessstudios: BGH stärkt Verbraucherrechte

Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte am 18. Juli 2026 zugunsten von Verbrauchern. Fitnessstudios dürfen Kündigungsprozesse auf Online-Plattformen nicht durch Hinweise auf Alternativangebote wie Vertragspausen behindern.

Zudem müssen Verträge nach automatischer Verlängerung jederzeit mit einmonatiger Frist kündbar sein.

Deutsche Rekordjagd in London

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Wie leistungsfähig optimiertes Training macht, zeigte Leichtathlet Emil Agyekum. Am 19. Juli 2026 lief er bei der Diamond League in London die 400 Meter Hürden in 47,45 Sekunden – ein deutscher Rekord, der seit 1982 Bestand hatte.

Agyekum gilt nun als Medaillenkandidat für die Europameisterschaften in Birmingham Mitte August 2026.

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