Krafttraining, Minuten

Krafttraining: Schon 40–60 Minuten senken Herz-Risiko um 19%

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 17:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Eine aktuelle Studie belegt: Regelmäßiges Krafttraining reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich und schützt zudem vor neurologischen Leiden.

Krafttraining senkt Herzrisiko um 19 Prozent: Neue Studie
Eine Person trainiert mit Gewichten in einem modernen Fitnessstudio, um Muskeln aufzubauen und die Fitness zu verbessern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Studie im British Journal of Sports Medicine. Wer wöchentlich 90 bis 120 Minuten trainiert, reduziert zudem das Risiko für neurologische Leiden um 27 Prozent.

Warum Muskeln wichtiger sind als Ausdauer

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt bereits zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche. Neu ist: Schon 40 bis 60 Minuten Gesamtaufwand reichen aus, wie Untersuchungen des Deutschen Krebsforschungszentrums vom 14. Juli belegen. Supersätze und kurze, intensive Belastungen machen das Training alltagstauglich.

„Muskelaufbau steigert den Ruheenergieverbrauch nachhaltig“, erklärte Fitnessexpertin Jessica Bock Mitte Juli. Für den Fettabbau sei Krafttraining daher effektiver als reines Cardiotraining. Das gelte besonders für ältere Menschen und Frauen – die Angst vor übermäßiger Muskelentwicklung sei unbegründet.

Ein spezielles Problem adressiert Fitnesstrainerin Lisi Ströcker: die sogenannte Normalgewichtsadipositas oder „Skinny Fat“. Ein normaler BMI bei gleichzeitig hohem Körperfettanteil berge gesundheitliche Risiken. Auch hier empfiehlt sie Krafttraining zur Verbesserung der Körperzusammensetzung.

Medikamente: Neue Optionen, neue Herausforderungen

Inkretin-basierte Therapien wie GLP-1-Rezeptor-Agonisten verändern das Gewichtsmanagement. Ein internationales Expertenteam unter Beteiligung der Medizinischen Universität Wien veröffentlichte am 14. Juli erstmals gemeinsame Empfehlungen. Entscheidend sei eine strukturierte ernährungsmedizinische und psychologische Begleitung.

Explizit raten die Experten zu Krafttraining – um dem drohenden Muskelabbau entgegenzuwirken. Auch die Kontrolle der Körperzusammensetzung und der Handgreifkraft gehört zur Therapiebegleitung.

Mitte Juli 2026 wurde zudem bekannt: Eine Abnehmpille mit dem Wirkstoff Semaglutid ist ab Mitte August in der EU zugelassen. Professor Matthias Tschöp von der LMU München merkt an, dass die tägliche Tabletteneinnahme im Vergleich zur wöchentlichen Spritze weniger effektiv sein könnte. In Studien wurden jedoch Gewichtsverluste von bis zu 17 Prozent erzielt.

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Vielversprechend: Forscher arbeiten am Peptid BRP, das in Tierversuchen appetitdämpfend wirkt – ohne Muskelverlust. Klinische Studien am Menschen werden in den nächsten fünf bis zehn Jahren erwartet.

Clever essen: Proteinquellen und Alternativen

Dennis Felber präsentierte am 15. Juli einen Leitfaden mit gezielten Proteinquellen und kalorienarmen Alternativen. Ernährungsberaterin Carina Meenken betonte bereits am 13. Juli die Bedeutung cleverer Lebensmittelaustausche. So lassen sich Kalorien einsparen, ohne auf Genuss zu verzichten.

Der Markt reagiert: Am 15. Juli startete der Vertrieb eines Protein-Reis-Produkts der Marke Fayn. Bei reduziertem Kohlenhydratanteil soll es einen hohen Eiweißgehalt bieten. Mitte Juli wurde zudem ein mit Collagen angereicherter Tee angekündigt.

Kritik an fragwürdigen Produkten

Nicht alles, was glänzt, ist gesund. Ein Ernährungspsychologe warnte Mitte Juli vor nicht nachhaltigen Diätmethoden auf sozialen Plattformen. Die Organisation Foodwatch verlieh am 14. Juli den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ an ein Mikronährstoffkonzentrat der Marke LaVita. Kritisiert wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Produkts, das zu großen Teilen aus Fruchtsaftkonzentrat besteht.

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Prävention beginnt im Kindesalter

Projekte in Dortmund zeigen positive Effekte: Wer Schüler aktiv in die Zubereitung gesunder Snacks einbindet, verbessert ihr Frühstücksverhalten und ihre Bewegungslust. Expertin Sigrid Fellmeth empfiehlt, Pausenmahlzeiten an den Esstyp des Kindes anzupassen. Die Kombination aus Vollkornprodukten und Eiweißquellen sei ideal.

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